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14.03.2017

Holzige Gartenabfälle: Sammelaktion gewährleistet kostenlose Entsorgung

Es ist eine neue, klare und unmissverständliche Regel: Das Verbrennen von holzigen Gartenabfällen innerhalb geschlossener Ortschaft ist nicht mehr zulässig! So steht es in der aktuellen, durch die Bayerische Staatsregierung erlassenen „Bayerischen Luftreinhalteverordnung“. Die Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis Haßberge haben darauf reagiert und die entsprechenden Verordnungen aufgehoben.


Dieses selbstgesteckte Ziel ist nicht ohne Weiteres zu erreichen: die meisten Wertstoffhöfe sind auf den zu erwarteten Ansturm nicht ausgelegt, scheiden also als Standort für die Sammelaktion aus. Und die bestehenden Annahmeplätze für größere Mengen an Grüngut decken den Landkreis, insbesondere im südlichen Bereich, nicht ausreichend ab. Sowohl in den Gemeinden Ebelsbach, Oberaurach und Rauhenebrach, als auch in der Stadt Eltmann werden daher eigens für diesen Tag Annahmeplätze eingerichtet, die ausschließlich in der vorgegebenen Annahmezeit von 8 Uhr bis 13 Uhr geöffnet sein werden. Danach ist dort eine Anlieferung nicht mehr möglich, da das Schnittgut umgehend gehäckselt und abtransportiert wird.

 

Selbstverständlich gibt es im Rahmen der Sammelaktion Vorgaben: Die Herkunft der holzigen Gartenabfälle beschränkt sich auf Gärten von Privathaushalten. Gewerbekunden und landwirtschaftliche Betriebe können nicht bedient werden. Und es darf weder Blattgrün noch Rasenschnitt oder Wurzelwerk angeliefert werden.

 

Auch die Gemeinden, die selbst die Zuständigkeit für die Grüngutentsorgung haben, beteiligen sich an dem Aktionstag.

 

Die Annahmeplätze in einer Übersicht:


Gemeinde

  Standort

Aidhausen

   Gehölzschnittdeponie der Gemeinde
Burgpreppach   Grüngutannahmestelle zwischen Fitzendorf und Burgpreppach
Ebern   Ruppach, landwirtschaftlicher Betrieb Harald Krell, Lindenhof
Ebelsbach   Ebelsbach, Bahnhofstraße 16
Eltmann   Eltmann, am Wertstoffhof Bamberger Straße 23
Hofheim i. UFr.   Ostheim, Grüngutannahmestelle ehemalige Erdaushubdeponie
Königsberg   Königsberg, Wertstoffhof Hellinger Straße 8
Maroldsweisach   Allertshausen, landwirtschaftlicher Betrieb Gerhard Schmidt
Wonfurt   Kreisabfallzentrum an der Staatsstraße 2275 Hs. Nr. 1
Oberaurach   Unterschleichach, Parkplatz an der Radsporthalle 
Pfarrweisach   Junkersdorf, landwirtschaftlicher Betrieb Gerd Müller, Hauptstraße 25
Rauhenebrach   Untersteinbach, neben dem Wertstoffhof 

Sand a. Main

   Grünschnittsammelstelle neben Wertstoffhof „obere Länge“

Stettfeld

   Annahmestelle Betonstraße

Untermerzbach   Kompostplatz Untermerzbach
Zeil a. Main   Grünschnittdeponie „am Lichtlein“ (nur aus dem Gemeindegebiet v. 10:00-14:00 Uhr)
 

 

Abfallberater Wolfgang Aull nennt weitere Entsorgungsmöglichkeiten: Als umweltfreundlichste Alternative kann sicherlich die Kompostierung der Ast- und Zweigabschnitte im eigenen Hausgarten gewertet werden. In diesem Falle erhält der Boden alle Nährstoffe, die der Baum dem Boden entzogen hat, auf natürliche Art und Weise wieder zurück, es handelt sich also um einen geschlossenen Naturkreislauf. Doch stößt diese Variante schnell an ihre Grenzen, denn es wird viel Platz benötigt und man muss mit einer mehrjährigen Verrottungsdauer rechnen.

 

Schneller verläuft der Verrottungsprozess, wenn man die Ware schreddert. Ein weiterer Vorteil dieser Entsorgungsalternative liegt darin, dass sich das Volumen auf einen winzigen Bruchteil reduziert, die Lagerung und Handhabung also erheblich vereinfacht wird. Auch in diesem Falle gilt: Die Nährstoffe bleiben vor Ort, der Naturkreislauf bleibt ebenfalls geschlossen.

 

Das Kompost- und Erdenwerk Haßberge im Hainerter Wald und die Fa. Fösel Garten- und Landschaftsbau in Eltmann nehmen ganzjährig holzige Gartenabfälle entgegen, jedoch auf eigene Rechnung, in diesen Anlagen besteht keine kostenlose Abgabemöglichkeit von Kleinmengen, die Abgabe dort ist für jeden Anlieferer kostenpflichtig.


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