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04.05.2017

„Alkohol? Weniger ist besser!“

Caritas und Präventionsstelle des Jugendamtes beteiligen sich an der bundesweiten Aktionswoche vom 13. bis 21. Mai


Rund 7,3 Millionen Menschen in Deutschland trinken regelmäßig zu viel Alkohol – und riskieren Organschäden bis hin zu Krebs. Die alle zwei Jahre stattfindende bundesweite „Aktionswoche Alkohol“ will zum Nachdenken anregen. Vom 13. bis 21. Mai informieren tausende Veranstalter in Deutschland über die Risiken durch Alkohol – mit der Botschaft: „Alkohol? Weniger ist besser!“

 

Den wenigsten ist es bewusst: Alkohol ist ein Zellgift, das immer wirkt. Mag der Rausch auch ausbleiben, weil man an Alkohol gewöhnt ist - der Körper verzeiht das Gift nicht. Alkohol ist mitverantwortlich für über 200 Krankheiten. Er schädigt Organe, allen voran Leber und Bauchspeicheldrüse, aber auch Magen und Darm. Er zählt zu den „Top 10“ der Stoffe, die Krebs auslösen, besonders häufig im Rachenraum, Dickdarm und in der Brust. Und er greift Zellen im Gehirn, im Nervensystem und im Herzkreislauf-System an.

 

Alkohol schaden jedoch nicht nur einem selbst, wer mit Alkohol im Blut unterwegs ist gefährdet auch andere. Die „Aktionswoche Alkohol“ widmet sich daher 2017 dem Schwerpunktthema „Kein Alkohol unterwegs!“. Aus gutem Grund: Das Unfallrisiko steigt bereits bei geringem Alkoholeinfluss - nicht nur für Autofahrende, sondern auch für Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind. Auch alkoholisierte Fahrgäste in Bus, Bahn und Flugzeug stören und gefährden ihre Mitreisenden, wenn sie pöbeln, aufdringlich und aggressiv werden. Die „Aktionswoche Alkohol 2017“ fordert alle die am Verkehr teilnehmen dazu auf, auf dem Wasser sowie im Straßen-, Bahn- und Luftverkehr auf Alkohol zu verzichten.

 

Organisatorin der Aktionswoche ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Bereits zum sechsten Mal setzt sie mit dieser Präventionskampagne auf breites bürgerschaftliches Engagement. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen sollen alle, die Alkohol trinken – also 90% der Bevölkerung – angeregt werden, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken. Gründe dafür gibt es genug.

 

Auch der Landkreis Haßberge beteiligt sich an der bundesweiten Aktionswoche und macht Alkoholkonsum zum Thema. Die Suchtberatung des Caritasverbandes und die Präventionsstelle des Jugendamtes füllen die Aktionswoche im Landkreis Haßberge mit Leben und veranstalten mit wechselnden Kooperationspartnern und Sponsoren Angebote.

 

Am Dienstag, 16. Mai, findet in der Stadthalle Haßfurt die Auftaktveranstaltung zur „Aktionswoche Alkohol“ statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird es von 10 bis zirka 16 Uhr Informationsstände der Kooperationspartner (unter anderem Suchtberatung, Polizei/Verkehrswacht, Kreuzbund, AOK, Gesundheitsamt) sowie eigens gestaltete „Suchtverlauf-Säulen“ geben. Außerdem kommt an diesem Tag das Schultourtheater Bühnengold aus Berlin in die Stadthalle und führt für Schüler aus dem Landkreis das Stück „Saufen – All Night Long“ auf.

 

Am Mittwoch, 17. Mai, findet um 19 Uhr im Zeiler Kino eine Vorführung des Films „ALKI ALKI“ statt. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion stehen Andreas Waldenmeier (Suchtberatungsstelle), ein Vertreter des Kreuzbunds, Norbert Mohr (Polizei Haßfurt) und Helmuth Backhaus (Sanitäter und „HaLT“ Schweinfurt) Rede und Antwort. Die Moderation übernimmt Dr. Martin Sage.

 

Am 18. und 19. Mai begibt sich dann die Suchtberatungsstelle der Caritas auf Tour und informiert in Ebern und Ebelsbach vor Ort zum Thema Sucht und Alkohol.

 

Weitere Informationen zur Aktionswoche allgemein unter www.aktionswoche-alkohol.de, Informationen zur Aktionswoche im Landkreis Haßberge unter www.aktionswoche-alkohol.hassberge.de.


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