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09.06.2017

Die LAG Haßberge e.V. unterstützt das Vorhaben der Gemeinde Knetzgau

Die LAG Haßberge e.V. unterstützt das Vorhaben der Gemeinde Knetzgau, ein Erlebnis- und Informationszentrum am Main zu installieren. Eine Machbarkeitsstudie soll Details zum Konzept liefern. Für die Schiffsanlegestelle Eltmann wurde eine höhere LEADER-Förderung beschlossen.


Was wäre der Mensch ohne Wasser? Er könnte wohl kaum existieren.

Um die Bedeutung des Wassers und der regionalen Gewässer vor Ort noch mehr hervorzuheben, will die Gemeinde Knetzgau ein Mainformationszentrum errichten. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Haßberge beschäftigte sich in ihrer jüngsten Sitzung mit diesem Vorhaben und stimmte dem Projekt „Maininformationszentrum-Konzeption“ zu. Die Gesamtkosten der Studie werden derzeit auf 89.000 Euro geschätzt. Eine Unterstützung mit LEADER-Fördermitteln der Europäischen Union von bis zu 70 Prozent der Nettokosten ist dabei möglich. „Der Landkreis Haßberge wird das Projekt in jedem Fall ideell unterstützen“, versichert Landrat Wilhelm Schneider und lobt das Vorhaben der Gemeinde Knetzgau.


„Der Main stellt eine wichtige Lebensader für Nordbayern dar. Er ist Arbeitgeber, Transportweg, Nahrungslieferant, Energielieferant und nicht zuletzt ein Ort für Freizeit und Erholung“, führte Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus vor dem Gremium aus. Seine wechselvolle Geschichte bietet Einheimischen und auswärtigen Besuchern einen interessanten Einblick in die Jahrhunderte der gewachsenen Flusslandschaft. Diverse Projekte, wie „Gelbe Welle“, Life-Natur-Projekt „Mainaue“ oder auch „Dorf am Fluss“ haben die Bedeutung der Flussregion in den letzten Jahren gestärkt. „Jedoch fehlt eine dauerhafte Einrichtung, die diese Einzelinitiativen zu einem Gesamtkonzept zusammenführen“, betont Stefan Paulus, der mit dem Zentrum die Bedeutung der Mainregion aufarbeiten und dokumentieren will.

 
Den Impuls für ein derartiges Projekt kam in der Gemeinde Knetzgau durch die erfolgreiche bayerische Landesausstellung „Main und Meer“, die im Jahr 2013 in Schweinfurt gezeigt wurde. Im Ausstellungszeitraum von nur fünf Monaten erreichte das Thema über 90.000 Besucher. Für Stefan Paulus ein Beweis, dass der Main ein unglaublich großes Potenzial aufweist und enormes Interesse bei den Menschen besteht. Auf der gesamten Flusslänge von 527 Kilometern gibt es derzeit keine zentrale Anlaufstelle mit Informationen zum Main. Das geplante Maininformations- und Erlebniszentrum soll ein Ort sein, der auf breiter Basis über den Main von der Quelle bis zur Mündung informiert und an dem Chancen und Potentiale ausgelotet werden können, die der Main bietet.


Aber nicht nur Information sondern auch Austausch soll bei diesem Zentrum am Main eine Rolle spielen. „Es sollen Räumlichkeiten bereitgestellt werden für Begegnungen und Kommunikation zu den Themen Umwelt, Natur, Freizeit, Energiegewinnung und Hochwasserschutz“, stellt sich Stefan Paulus vor. Die Flusslandschaft soll ein identitätsstiftender Ort werden, an dem das Element Wasser durch eine spektakuläre Architektur eingebunden wird und die Freizeit am Ufer und Umfeld ohne Langweile verbracht werden kann. Ganzjährig etwas über den Main zu erfahren und am Wasser und in der Landschaft etwas zu erleben, steht dabei ganz zentral im Mittelpunkt. In der Gemeinde Knetzgau wurde bereits ein grobes Konzeptpapier erarbeitet, mit zentralen Stellen bei der Regierung von Unterfranken und Experten gesprochen und die Projektträgerschaft im Gemeinderat abgestimmt.

 
Auch um den Main ging es bei einem anderen Projekt, das die LAG Haßberge bereits im September 2016 beschlossen hatte: Die geplante Schiffsanlegestelle in Eltmann kostet nun mehr, als anfangs ermittelt. „Bei weiteren Gesprächen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt stellte sich heraus, dass die Gesamtkosten aufgrund höherer Anforderungen steigen. Deswegen wird auch die Förderung durch LEADER-Mittel auf bis zu etwa 70.000 Euro angehoben“, informierte die Regionalmanagerin Susanne Wolfrum-Horn.


Der erste Aufruf im Rahmen des Projektes „Unterstützung Bürgerengagement“ ist Ende Mai abgelaufen. Derzeit werden die eingereichten Ideen für Einzelmaßnahmen zum Themenfeld „Wirtschaft und Bildung“ anhand von Checklisten bewertet. In der nächsten Steuerkreissitzung wird beschlossen, welche der beantragten Projekte gefördert werden und wie hoch die bereit gestellten Mittel sind. Vier Maßnahmen erhalten eine Unterstützung von bis zu 2.500 Euro. „Endlich können wir mit LEADER-Mitteln auch kleinere Projekte ohne große bürokratische Hürden unterstützen. Das ist eine gelungene Neuerung in der aktuellen Förderperiode.“, so Landrat Schneider.


Der nächste Aufruf zum Thema „Demografie“ startet im Herbst dieses Jahres.


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