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29.06.2017

Eichenprozessionsspinner: Gesundheitsgefahr durch Gifthaare

Das Sachgebiet Gartenbau und Landespflege am Landratsamt Haßberge bittet die Bevölkerung um Vorsicht.


Die Gespinste und Nester befinden sich vorwiegend an Eichen und enthalten die gesundheitsgefährdenden Brennhaare.

Seit Jahren bereitet das Aufkommen des Eichenprozessionsspinners im Frühsommer Sorge. Die warmen Temperaturen und die fehlenden Niederschläge bieten optimale Bedingungen für deren Entwicklung, so die Erfahrung von Kreisfachberater Guntram Ulsamer. Der kleine Falter ist im Raupenstadium ein Pflanzenschädling, der vornehmlich an Eichenbäumen auftritt. Die Raupen prozessieren gemeinsam aus ihrem Nest in die Baumkrone, um sich dort von den Blättern zu ernähren.

 

Aber nicht nur die befallenen Eichen nehmen Schaden durch den Raupenfraß. Sehr viel schwerwiegender sind die Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners besitzen Brennhaare, welche ein Nesselgift besitzen. Bei Kontakt mit der Haut führt dies zu allergischen Reaktionen, beim Einatmen können Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut oder schmerzhaftem Husten- und Asthmabeschwerden führen.

 

Die Larvenhäute verbleiben oft nach der Häutung in den Nestern bzw. Gespinsten. Somit bilden sie eine stetige Gesundheitsgefahr, die über längere Zeit andauern könnte. Es ist deshalb Vorsicht geboten. Das Sachgebiet Gartenbau und Landespflege am Landratsamt Haßberge bittet alle Bürgerinnen und Bürger um besondere Aufmerksamkeit. Zuständig für eine Bekämpfung bzw. die Abwehr einer Gesundheitsgefahr sind auf öffentlichen Flächen die Gemeinden und auf Privatgrundstücken die Eigentümer.

 

Bei Fragen bitte an das Sachgebiet Gartenbau und Landespflege am Landratsamt wenden, Telefon 09521/942621 oder die zuständige Gemeinde- oder Stadtverwaltung.


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