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16.03.2016

Sanierung der Burgruine „musterhaft“

Dr. Schabe von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist beeindruckt von dem bisherigen Ergebnis und erteilt Förderzusage für zweiten Bauabschnitt.


Bald kann es mit den Sanierungsarbeiten auf der Burgruine Altenstein weiter gehen: eine verbindliche Förderzusage für den zweiten Bauabschnitt über 25.000 Euro durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gibt es schon. Diese liegt zwar noch nicht schriftlich vor, doch Projektreferent Dr. Peter Schabe überbrachte diese gute Nachricht persönlich an Landrat Wilhelm Schneider.

 

Seit 15 Jahren wird die Burgruine Altenstein Zug um Zug saniert, instand gesetzt, gesichert und für den Tourismus erschlossen.  Ziel der aktuellen Sanierung, die sich auf zwei Bauabschnitte erstreckt und in diesem Jahr fortgesetzt wird, sind Verkehrssicherheit und langfristiger Erhalt des Denkmals. 

 

Die Gesamtkosten bewegen sich auf 402.000 Euro. Fördermittel gibt es aus dem Entschädigungsfonds des Freistaates Bayern (190.000 Euro), von der Bayerischen Landesstiftung (39.000 Euro) sowie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (60.000 Euro), die den zweiten Bauabschnitt zusätzlich noch mit 25.000 Euro finanziell unterstützt.

 

Um sich vor Ort ein detailliertes Bild von der jetzigen Situation zu machen, kam Dr. Peter Schabe von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz nach Altenstein und ließ sich die Sanierungsmaßnahmen erläutern. Neben Landrat Wilhelm Schneider waren bei dem Besichtigungstermin auch Burgenforscher Dr. Joachim Zeune, dessen Mitarbeiter Thomas Starke, Architekt und Projektleiter Jürgen Bergmann, Christian Schmidt, Gebietsreferent für Bau- und Kunstdenkmalpflege am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Architekt Bernhard Joos von der Unteren Denkmalbehörde und Inga Masemann, Regionalmanagerin des Zweckverbands Deutscher Burgenwinkel mit von der Partie.

 

Der erste Bauabschnitt wurde im Dezember vergangenen Jahres abgeschlossen, das Ergebnis kann sich sehen lassen: der Sicherheitsstatus des überregional bedeutenden Baudenkmals wurde verbessert sowie neue Bereiche zugänglich gemacht und somit neue Attraktionen geschaffen. So wurde der Wehrturm im Eingangsbereich vom „historischen Schutt“ befreit, so dass der Bereich bis zur Schießscharte wieder begehbar sein wird. Außerdem wurde die Ostwand unterhalb der Kapelle stabilisiert. Dr. Schabe war durchwegs begeistert von dem, was er auf der Burgruine Altenstein zu sehen bekam. „Es hat sich gelohnt, hier Mittel einzusetzen“, freute er sich über die „musterhafte Sanierung und das sehr bemerkenswerte Erscheinungsbild des Denkmals“. Beeindruckt war der Denkmalschutz-Experte vor allem auch von der „Symbiose aus gewachsenen Fel-sen und der Natur. „Die Sanierung ist gelungen und wird den höchsten Ansprüchen gerecht. Selbst die englischen Burgenfreunde hätten ihre Freude daran“,  war sich Dr. Schabe sicher. „Wirklich toll, was hier alles zum Vorschein kommt.“ 

 

Überwältigt von den Eindrücken, gab der Gebietsreferent der Deutschen Stiftung Denkmalschutz grünes Licht für die Förderung des zweiten Bau-abschnitts – im Übrigen: in Bayern der erste Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in diesem Jahr.  Landrat Wilhelm Schneider bedankte sich für die mündliche Zusage: „Wir sind froh über über die finanzielle Unterstützung, weil dadurch der prozentuale Eigenanteil des Landkreises moderat ausfällt“.

 

Mit den Sanierungsarbeiten wird es dann ab Ende April weiter gehen. Der Betrieb des Burgeninformationszentrums wird auch in dieser Phase aufrechterhalten.  Im zweiten Bauabschnitt werden insbesondere die nördliche und westliche Kernburg mit den Gewölberäumen sowie das imposante Doppelturmtor im Zugangsbereich gesichert und saniert. Die Bauzeit ist auf zirka sechs Monate angesetzt. Landrat Wilhelm Schneider fiebert bereits  heute schon dem Ende der Gesamtsanierung freudig entgegen: „Wenn die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, haben wir hier ein echtes Juwel im Herzen des Deutschen Burgenwinkels stehen.“


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