German
English
French
Polish
Swedish
30.12.2015

Ein Jahr voller Herausforderungen geht zu Ende

Neujahrsgruß von Landrat Wilhelm Schneider. Dank an alle, die bei der Betreuung der Flüchtlinge mithelfen und wichtige Integrationsarbeit leisten.


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende entgegen und wir können zurückblicken auf ein ereignisreiches Jahr voller Herausforderungen. Seit gut eineinhalb Jahren darf ich gemeinsam mit dem Kreistag und den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes und der Kreiseinrichtungen zum Wohle unseres Landkreises Haßberge und unserer über 84.000 Bürgerinnen und Bürger arbeiten.  Die verantwortungsvolle Aufgabe als Landrat bereitet mir jeden Tag aufs Neue Freude und es macht Spaß, die vielfältigen Aufgaben für unsere Region gemeinsam anzupacken. 

 

Kaum ein anderes Thema hat uns alle im letzten Jahr mehr bewegt als die vielen Tausend Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Deutschland. Als Landkreis waren wir massiv gefordert, Notunterkünfte und Unterbringungs-Möglichkeiten für diese Menschen zu finden.  Dank der Hilfe und Unterstützung unserer Gemeinden ist es uns bisher gelungen, für jeden Flüchtling eine angemessene Unterkunft bereit zu stellen.

 

Es hat sich bewährt, die Menschen nicht in großen Hallen, sondern in kleinere, dezentrale Unterkünfte unterzubringen. Auch wenn dieses System einen erhöhten Verwaltungsaufwand und Kosten verursacht – bin ich der Meinung - es ist der richtige Weg,  weil es die Integration erleichtert und beschleunigt. Um eine gute Basis für die Integration zu schaffen, legen wir außerdem ein besonderes Augenmerk auf den Deutschunterricht – insbesondere durch Sprachkurse im ganzen Landkreis und Integrationskurse an der Berufsschule. Auf dieser Grundlage hoffen wir, dass es schnell gelingt, unsere Asylbewerber in den Arbeitsmarkt und in unsere Gesellschaft einzugliedern.

 

Eine tragende Säule bei der Betreuung der Flüchtlinge war und ist das ehrenamtliche Engagement der vielen Helferinnen und Helfer  - unter anderem von BRK, THW, Caritas, Asyl-Helferkreise, Pfarreien, Kirchengemeinden usw. Durch sie finden sich die Flüchtlinge bei uns relativ schnell zurecht und fühlen sich hier wohl. Die breite Hilfsbereitschaft drückt die Toleranz und Weltoffenheit unserer Gesellschaft aus und ist ein starkes Signal der Solidarität mit all den Menschen, die Hunger, Krieg, Gewalt und Vertreibung zu uns führen. Ich danke daher allen von ganzem Herzen, die sich jeden Tag aufs Neue in irgendeiner Weise für die Flüchtlinge in unserem Land einsetzen und wichtige Integrationsarbeit leisten. Und ich möchte Sie bitten, auch künftig in diesem Engagement nicht nachzulassen. Wir brauchen Sie, denn ohne Ihre vielseitige und tatkräftige Unterstützung wäre diese große Gemeinschaftsaufgabe nicht zu leisten. 

 

Trotz der großen Beanspruchung von Politik und Verwaltung mit dem Thema Asyl, haben wir den Landkreis Haßberge im Jahr 2015 eine Vielzahl von Entscheidungen getroffen sowie Projekte und Maßnahmen auf den Weg oder zum Abschluss gebracht. Besonders freut es mich, dass unser Landkreis bei  der Behördenverlagerung berücksichtigt wurde.Die Verlagerung der Landesbaudirektion mit rund 120 qualifizierten Arbeitsplätzen von Nürnberg nach Ebern ist eine wirksame Maßnahme, um unseren Landkreis zu stärken.  Wir haben – wie viele andere Flächenlandkreise auch - besonders mit der demografischen Entwicklung zu kämpfen. Deswegen bin ich froh über jeden krisensicheren und hoch qualifizierten Arbeitsplatz, der bei uns neu entsteht.

 

Ein weiterer Meilenstein für unseren Landkreis war die Zertifizierung unsres Landkreises als „Gesundheitsregion“.  Unser Ziel ist es, unsere Gesundheitsregion  zukunftsfähig aufzustellen und die Akteure im Bereich der Gesundheitswirtschaft enger miteinander zu verzahnen. Überzeugt hat unser Landkreis die Verantwortlichen auch mit seiner Bewerbung „Bildungsregion Bayern“  -  wir haben im Juli das Qualitätssiegel erhalten. Ziel der Bildungsregion ist es, den Menschen vor Ort mit einem passgenauen Bildungsangebot eine gute Zukunft zu sichern. Um die bisher geleistete Arbeit nicht mit der Verleihung des Siegels zu beenden, sondern weiter auszubauen, haben wir im Landkreis ein Bildungsbüro zu den Themen Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring eingerichtet.

 

Wir wollen, dass unsere Jugendlichen die besten Rahmenbedingungen vorfinden für eine qualitativ hochwertige und zukunftsorientierte schulische Ausbildung. Deshalb investieren wir in den nächsten Jahren rund 60 Millionen Euro in den Aus- und Neubau unserer Schulgebäude, die teilweise in die Jahre gekommen sind. Wir strengen uns jedenfalls sehr an, um unseren Schülerinnen und Schülern sowie unseren Lehrkräften gute Lern- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Auch beim Tierheim gibt es eine positive Entwicklung: Wir werden die Wintermonate nutzen, um die Ausschreibung vorzubereiten. Bereits auf der Zielgeraden befindet sich unsere Breitbandinitiative. In diesem Zusammenhang danke ich allen Gemeinden für die schnelle und erfolgreiche Umsetzung.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir im Landkreis Haßberge haben gute Voraussetzungen, die Zukunft zu meistern. Auf uns alle kommt es dabei an, auf unser Zusammenhalten. Dass wir dieses Gemeinschaftsgefühl, diese Identifikation mit unserer Heimat auch 2016 spüren werden, das wünsche ich uns.Ihnen und Ihren Familien wünsche ich für das neue Jahr Glück, vor allem Gesundheit und Gottes Segen.


Seite drucken