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12.01.2016

Landkreis Haßberge erleichtert Windelentsorgung

Haushalte mit Babys und Kleinkindern sowie von Inkontinenz betroffenen Menschen können Restmüllvolumen erhöhen - Wer Wegwerfwindeln vermeiden möchte, wird mit bis zu 100 Euro bei der Anschaffung von Mehrwegwindeln unterstützt


© panthermedia.net Mario Kelichhaus

So praktisch Einwegwindeln in ihrer Handhabung auch sind, Familien, die sie einsetzen, stoßen in der Regel an praktische Grenzen: Wohin mit den
Windelabfällen? 

Der Abfallwirtschaftsbetrieb bietet bisher in seinem Zuständigkeitsbereich Entsorgungsalternativen für das zeitlich begrenzte erhöhte Restmüllaufkommen folgendes an:

  • kostenfreie Windelsäcke für Haushalte mit mindestens zwei Wickelkindern, also Kindern im Alter bis zu drei Jahren,
  • zusätzliches kostenfreies Restmüllvolumen bei Inkontinenz wird, wie der Name schon sagt, Haushalten zur Verfügung gestellt, in welchen erhöhtes Abfallaufkommen durch Inkontinenzpatienten anfällt.

Es gibt nunmehr für Familien ab dem ersten Wickelkind ein weiteres Angebot:

  • Die kostengünstige 60 Liter Windeltonne, wahlweise Windelsäcke.


„Die Gemeinden Oberaurach und Rauhenebrach“, so Werkleiter Wilfried Neubauer, „haben mit der Windeltonne gute Erfahrungen gemacht. Gerne übernehmen wir daher diese Regelung und bieten sie in allen Kommunen an, die in unserem Zuständigkeitsbereich liegen“. Dies sind neben Oberaurach und Rauhenebrach die Städte, Märkte und Gemeinden  Breitbrunn, Bundorf, Burgpreppach, Ebelsbach, Ebern, Eltmann, Ermershausen, Gädheim,
Haßfurt, Hofheim, Kirchlauter, Knetzgau, Königsberg, Maroldsweisach, Pfarrweisach, Rentweinsdorf, Riedbach, Theres. 


Die Windeltonne wird zu einem Preis von 5 Euro monatlich als zusätzliche Mülltonne für maximal drei Jahre zur Verfügung gestellt oder, auf Wunsch, wird auch die vorhandene 60-Liter-Restmülltonne gegen ein 120-Liter-Gefäß getauscht.  „Denn nicht jeder hat die Möglichkeit, ein zweites Restmüllgefäß aufzustellen“, weiß Abfallberater Wolfgang Aull. Diese Variante spart einen Stellplatz. Die Windeltonne wird als Leihtonne zur Verfügung gestellt. Der erforderliche Wechsel erfolgt kostenfrei durch das mobile Serviceteam des Abfallwirtschaftsbetriebes. Es kann anstelle einer Windeltonne, die im Zwei-Wochen-Rhythmus im Rahmen der Restmüllabfuhr geleert wird, auch auf Windelsäcken zurückgegriffen werden, die ebenfalls im Rahmen der Restmüllabfuhr abgeholt werden.

Der Antrag ist auf der Homepage des Abfallwirtschaftsbetriebes  www.awhas.de eingestellt.

Der vom Abfallwirtschaftsbetrieb zur Verfügung gestellte kostenfreie Windelsack (bei zwei Kindern unter drei Jahren) kann ab sofort ebenfalls zur Abholung im Rahmen der Restmüllabfuhr bereitgestellt werden. Bisher war nur eine Abgabe im Wertstoffhof möglich.

Doch der beste Müll ist der, der überhaupt nicht entsteht. Daher lautet die Empfehlung der Abfallberatung an die werdenden und frischgebackenen Eltern, sich mit dem Thema „waschbare Wickelsysteme“ zumindest auseinanderzusetzen. Im Haus Haßfurt der  Haßberg-Kliniken können diese erprobt werden, und auf Wunsch erhält man kostenlos ein Probeset waschbarer Windeln, die zu Hause in Ruhe getestet werden können. Waschbare Windeln  machen ein zusätzliches Restmüllvolumen überflüssig und werden mit bis zu 100 Euro pro Wickelkind bezuschusst.

Für Rückfragen steht die Abfallberatung gerne zur Verfügung unter Telefon  09521/27-142.


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