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14.01.2016

Innovatives Bildungsangebot soll den Steigerwald aufwerten und bekannter machen

Grünes Licht für die Machbarkeitsstudie zu einem neuen Bildungs- und Freizeitangebot im Steigerwald: Schon vor Weihnachten hat das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Haßberge e.V. im Rahmen von LEADER die Zustimmung zum vorzeitigen Beginn der Machbarkeitsstudie Leuchtturmprojekt Steigerwald gegeben. Damit sollen die Möglichkeiten für ein neues „Highlight“ im Steigerwald abgeprüft werden, um die Attraktivität der Region zu verbessern und die Menschen für ökologische und nachhaltige Themen zu gewinnen.


© panthermedia.net Lena Wurm

„Die schöne Landschaft“ ist es, was Touristen und Einheimische immer wieder im Landkreis Haßberge loben. In allen Himmelsrichtungen des Landkreises gibt es diese grünen Oasen zu erleben. Weit über die Baumwipfel hinaus, ist auch der Steigerwald bekannt. Etwa 14 Prozent des Naturparks Steigerwald liegt in den Haßbergen. Dorthin, wo die Lokale Entwicklungsstrategie (LES) nach wie vor Potential aufzeigt, sollen in Zukunft noch mehr Naturliebhaber und andere Interessierte gelockt werden.
Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Haßberge e.V. steht in den Startlöchern mit einer Machbarkeitsstudie zu einer neuen Bildungseinrichtung in dem Naturpark, gefördert von EU-Geldern unter dem Dach von LEADER. Ziel dabei soll sein, „Nachhaltigkeit mit regionaler kultureller Identität zu erleben, Kenntnisse zu erwerben, Fähigkeiten zu erlernen, Resilienz zu erreichen und gleichzeitig eine dauerhafte Attraktion für alle Bürger des Landkreises und für (Nah-)Touristen zu erschaffen“, macht die Projektbeschreibung deutlich.


Wie das zu schaffen ist? Indem ein niederschwelliges Bildungsangebot gebastelt wird, das umweltpädagogische, freizeit- und erlebnisbezogene Komponenten erhält und sich an alle Generationen richtet. „Die Erlebnisbereiche sollen barrierefrei sein und bieten damit auch älteren Bürgern mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, immer wieder Neues zu erleben“, versichert Regionalmanagerin Jennifer Knipping. Nicht zuletzt sollen bei dem geplanten Leuchtturmprojekt auch Fauna, Nutztiere, Lebensstile und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt gestellt werden. Denn nur mit einer konsequenten Anwendung und einer attraktiven Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens könne der Steigerwald und der Landkreis Haßberge dauerhaft aufgewertet und bekannt gemacht werden, ist die LAG Haßberge überzeugt.


Das Leuchtturmprojekt soll also weder nur das, noch das andere sein, sondern Tourismus, Bildung und Erleben verbinden. Zudem bietet es die Erschließung und verbesserte Nutzung von vorhandenen regionalspezifischen Ressourcen und Kompetenzen, wie Handwerk, Gastronomie und Kunst. Und die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger bei der Projektgestaltung ist gefragt. „Alle Altersgruppen sollen ihre Vorstellung und Wünsche zur Umsetzung und zum Angebot einbringen können. Das gewährleistet, dass die Bedürfnisse aller erfüllt und auch generationenübergreifende Begegnungen möglich sind“, verspricht Jennifer Knipping.


Die Machbarkeitsstudie liefert eine Entscheidungsgrundlage, um in weiteren Schritten über die Umsetzung eines zukünftigen Projektes im Steigerwald entscheiden zu können. Damit wird an die Arbeit und die Ideen des Umweltbildungszentrums (UBiZ) in Oberschleichach angeknüpft werden und deren über 20-jährige erfolgreiche Bildungsarbeit fortentwickelt. Auch eine Ankopplung an die schon vorhandenen Angebote im Steigerwald, wie beispielsweise Baumwipfelpfad, Steigerwald-Zentrum oder dem Pfad der Artenvielfalt, wird angestrebt.


Die Kosten für die Vorüberlegungen für das Konzept werden auf insgesamt rund 45.000 € geschätzt, wobei die LEADER-Förderung Gelder aus der europäischen Union von 60 Prozent fließen lässt. Vor wenigen Tagen vergab der Landkreis Haßberge den Auftrag zur Erstellung der Machbarkeitsstudie an die Firma Erlebniskontor GmbH aus Bremen. „Anfang nächster Woche wird es ein erstes Treffen mit dem beauftragtem Büro geben und die Arbeit kann beginnen“, sagt Jennifer Knipping mit einem Blick auf den Zeitplan des Projektes. In etwa sechs Monaten sollen die ersten Ergebnisse präsentiert werden.


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