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08.03.2016

Öffentliche Grünflächen pfiffig gestalten

Seminar für Gemeindearbeiter stieß auf großes Interesse. Fortsetzung ist geplant.


Auf großes Interesse stieß das vom Landratsamt Haßberge organisierte Seminar für Gemeindearbeiter in Zeil. Die beiden Kreisfachberater Johannes Bayer und Guntram Ulsamer hatten wichtige gartenbauliche Themen für die Praxis zusammengestellt. Dabei ging es insbesondere um Ideen für die Gestaltung des öffentlichen Grüns sowie über Möglichkeiten der biologischen Wildkrautbekämpfung und den fachgerechten Schnitt von Gehölzen und Bäumen. Fast 40 Mitarbeiter aus 16 Gemeinden im Landkreis waren anwesend, um sich von den Fachberatern und weiteren Experten informieren zu lassen.

Zu Beginn der Fortbildung stimmte Guntram Ulsamer die Teilnehmer mit einem Vortrag zur Gestaltung und Pflege von öffentlichen Grünflächen ein. Er wies auf den gestalterischen Anspruch hin und zeigte pfiffige Ideen zur einfachen Umsetzung. Weiterhin ging er auf die abzusehenden Veränderungen durch den Klimawandel ein, welche bereits jetzt bei Neupflanzungen berücksichtigt werden müssen.

Johannes Bayer erläuterte im Anschluss den richtigen Einsatz von blütenreichen Saatgutmischungen. Eine Ansaat von Blühflächen biete viele Vorteile. „Neben einer optischen Bereicherung sind diese Flächen kostengünstig und pflegeleicht in der Unterhaltung“, so Bayer. Eine Besonderheit ist die vom Kreisverband für Gartenbau kreierte Haßberg-Mischung, die im Jahr 2016 zum ersten Mal ausgegeben wird.

Im Folgenden stellten Vertreter aus den Bauhöfen Ihre Erfahrungen im Baumschnitt und der Wildkrautbekämpfung aus der Praxis vor. Manfred Häfner von der Stadt Hofheim berichtete über den Einsatz der thermischen Wildkrautbekämpfung sowie dem Baumschnitt im Hofheimer Stadtgebiet. Die Vorteile eines Baumkatasters und verschiedene Baumschnittmaßnahmen in der Gemeinde Theres wurden von Thomas Lang vorgestellt.

Anschließend drehte sich alles um das Thema „Biologische Unkrautbekämpfung“. Eine Wildkrautbekämpfung ohne den Einsatz von Herbiziden ist auch auf öffentlichen Flächen wünschenswert. Jeweils ein Vertreter der Firma Neudorff sowie der Firma Wave-weed-Control stellten ihre Möglichkeiten zur ökologischen Wildkrautbekämpfung vor. Während Neudorff die unerwünschten Kräuter mit sich schnell zersetzenden Mitteln abtötet, setzt die Firma Wave-weed-Control zur Bekämpfung auf eine Methode mit Heißwasser. Die Gerätschaften konnten anschließend von den Gemeindearbeitern in der Praxis getestet werden.

Zum Abschluss führten Mitarbeiter des landkreiseigenen Grünpflegebetriebes in der Praxis vor, wie man fachgerecht einen Gehölzschnitt und einen Straßenbaumschnitt durchführt.

Dem Wunsch der Teilnehmer nach einer Weiterführung des Seminars wird nachgekommen. Themenschwerpunkte wie der fachgerechte Obstbaumschnitt und die Baumpflanzung in der Praxis werden dann im Mittelpunkt stehen.


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