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Bericht zur psychischen Gesundheit von Erwachsenen in Bayern

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat am Donnerstag in München den ersten Bericht zur psychischen Gesundheit von Erwachsenen im Freistaat mit dem Schwerpunkt Depression veröffentlicht. Anlass war der Weltgesundheitstag am 7. April 2017, der sich mit Depressionen beschäftigt. Huml betonte: "Mein Ziel ist, mehr Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema zu erzielen. Denn eine Depression ist behandelbar – es sollte jedoch möglichst frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Deshalb ist es wichtig, dass offen über diese Erkrankung gesprochen wird."


Der neue Bericht beleuchtet unter anderem die verschiedenen Formen und Ausprägungen von Depressionen. Außerdem bündelt er die vorliegenden Daten etwa zur Versorgungssituation. Der Bericht informiert ferner über das bayernweite Netz von niedrigschwelligen und wohnortnahen Angeboten zur Beratung und Betreuung für psychisch Kranke.


Seit dem Oktober 2016 läuft bereits eine Informationskampagne zum Thema Depressionen bei Erwachsenen unter dem Titel "Bitte stör mich! Aktiv gegen Depression". Zu der Kampagne gehören unter anderem Radio-Spots und ein Kurzfilm, der auch in den sozialen Medien zu sehen ist. Bei Facebook wurde dieses Video bereits rund 1,3 Millionen Mal angeklickt.


Bei der Kampagne zum Thema Depressionen handelt es sich um den zweiten Teil des aktuellen Jahresschwerpunktthemas des bayerischen Gesundheitsministeriums. Im ersten Teil ging es um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dazu hatte die Ministerin schon im Juni vergangenen Jahres einen umfassenden Bericht vorgelegt.

Bericht zur psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat den ersten Bericht zur psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen im Freistaat vorgestellt. In dem bundesweit einzigartigen Bericht werden die häufigsten Krankheitsbilder unter die Lupe genommen und zahlreiche Daten aus unterschiedlichen Quellen gebündelt.


Der neue Bericht zeigt unter anderem, dass die Zahl der Behandlungen aufgrund psychischer Störungen in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Huml erläuterte: "Das liegt zum Teil sicher daran, dass die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für dieses Thema deutlich gestiegen ist und auch die Behandlungsangebote ausgeweitet werden konnten.
Der Bericht beinhaltet unter anderem Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB).
Erfreulich ist die Entwicklung beim Alkohol- und Tabakkonsum. So geht die Zahl der Krankenhauseinweisungen infolge von Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen in Bayern zurück. Außerdem hat der Anteil der jugendlichen Raucher im Alter von 12 bis 17 Jahren nach Erhebungen der BZgA mit 9,6 Prozent im Jahr 2015 den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebungen Ende der 1970er-Jahre erreicht.

Gesundheit in der Region - auf einen Blick

Gesundheitsberichte liefern eine gute Grundlage für Aktionen in der Gesundheitsförderung und Prävention. Daraus können Rückschlüsse auf Krankheit und Gesundheitszustand der Bevölkerung gezogen werden. Das Gesundheitsamt Haßberge hat jetzt erstmals für den Landkreis Haßberge einen Gesundheitsbericht veröffentlicht.

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