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Allgemeine Informationen zur Tuberkulose

Die Tuberkulose ist eine übertragbare Krankheit, die durch Tuberkulosebakterien verursacht wird. Die Ansteckung mit dem Erreger erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfchen, die beim Husten, Niesen, Lachen oder Sprechen ausgeschieden werden.

Die größte Gefahr einer Ansteckung besteht bei engem und häufigem Kontakt zu einem Menschen mit ansteckender Lungentuberkulose.

Wenn Tuberkulosebakterien eingeatmet werden, können sie bis in die Lungenbläschen gelangen. Dort entsteht eine Entzündung. In den meisten Fällen aber verhindert die körpereigene Abwehr, dass sich die Erreger im Organismus vermehren und ausbreiten. Die tuberkulöse Infektion lässt sich mit dem Tuberkulinhauttest bzw. mit einer Blutuntersuchung (z. B. Interferon-Gamma-Test) nachweisen. Jeder, der in geschlossenen Räumen häufig zu einem Kranken mit ansteckungsfähiger Tuberkulose Kontakt hatte, sollte sich untersuchen lassen, damit eine Infektion erkannt und vorbeugend behandelt werden kann.

Lediglich 5 bis 10% der infizierten Menschen erkranken an Tuberkulose, bei Kindern und Menschen mit schlechter Abwehrlage liegt dieser Prozentsatz höher. Von der Übertragung der Tuberkulosebakterien bis zur eigentlichen Erkrankung können Wochen bis Monate, ja sogar Jahre vergehen.

Die Erkrankung beginnt oft schleichend mit uncharakteristischen Beschwerden. Husten seit mehreren Wochen, Auswurf, Leistungsabfall, Appetitlosigkeit, NAchtschweiß, leichtes Fieber und Gewichtsverlust sollten Anlass zum Arztbesuch sein. Gelegentlich können die Beschwerden auch ganz fehlen.

Bei der Tuberkulose kommt es in erster Linie zu entzündlichen Veränderungen in der Lunge, selten bei anderen Organen. Deshalb spielt bei der Früherkennung der Erkrankung die Röntgenaufnahme der Atmungsorgane eine wichtige Rolle.

 

Personen, die engen und häufigen Kontakt zu Tuberkulosekranken hatten, sind zu untersuchen. Je nach Lage der Dinge können Tuberkulin- oder Interferon-Gamma-Tests notwendig sein. Bei positiven Testergebnissen sind Röntgenuntersuchungen der Atmungsorgane im Abstand von 6 bis 9 Monaten, bei Beschwerden auch bakteriologische und weitergehende Untersuchungen erforderlich, um eine Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen und umgehend die medikamentöse Behandlung einzuleiten. Die Tuberkulose ist heutzutage eine gut behandelbare und heilbare Krankheit.

Tuberkulose Fürsorgestelle

Das Gesundheitsamt ist aufgrund der Vorschriften des Infektionschutzgesetzes (IfSG) verpflichtet, die epidemiologische Situation im Amtsbezirk zu beobachten und entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung der Tuberkulose durchzuführen. Dazu gehören entsprechende Ermittlungen im Sinne einer Umgebungsuntersuchung oder Quellensuche bei neu aufgetretenen Tuberkulosefällen und entsprechende gutachterliche Untersuchungen.
Das Gesundheitsamt bietet bezüglich sexuell übertragbarer Krankheiten und Tuberkulose anonyme Beratung und Untersuchung - in besonderen Einzelfällen auch Behandlung - an (nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) vom 01.01.2001).

 

Ihre Ansprechpartnerin

Eveline Lieberth


Zwerchmaingasse 14

97437 Haßfurt

Telefon:

09521/27-408

Telefax:

09521/27-406

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