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„Landlust in Mainfranken – vom Zentrale-Orte Prinzip zur regionalen Cloud“

4. Regionalkonferenz der Region Mainfranken GmbH

„4. Regionalkonferenz der Region Mainfranken GmbH “: (v.l.): Landrat Wilhelm Schneider, Referentin Kerstin Faber, stv. Landrätin Sabine Sitter, Åsa Petersson (Region Mainfranken GmbH), Prof. Dr. Theresia Wintergerst (FHWS), Bürgermeister Dr. Mario Paul Foto: Rudi Merkl

Der demografische Wandel stellt spezifische Anforderungen an die örtliche Infrastrukturplanung. Um die Lebensqualität der verschiedenen Generationen im ländlichen Raum zu sichern, braucht es Kooperationsmodelle, in denen sich die Akteure, die vor Ort soziale Aufgaben erfüllen, zusammenschließen und ihre Angebote sichtbar machen, aufeinander abstimmen und dadurch Versorgungslücken schließen. Die vierte Regionalkonferenz der Region Mainfranken GmbH, die am 13.12.2017 in der Stadthalle Lohr stattfand, bot den über 140 anwesenden Kommunalvertretern und Planern viele neue Impulse und Motivation für die Initiierung von Maßnahmen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume.


Insbesondere die fortschreitende Alterung der Bevölkerung macht die Bereit-stellung alltagsnaher Unterstützungsleistungen notwendig: Mobilitätshilfen, haushaltsnahe Dienstleistungen und Betreuungsleistungen sind verlässlich und langfristig zu organisieren. Außerhäusliche generationenübergreifende Treffpunkte gehören genauso zur sozialen Infrastruktur vor Ort und müssen bauplanerisch und finanziell  berücksichtigt werden.


Laut Landrat Wilhelm Schneider (Landkreis Haßberge) und stv. Landrätin Sabine Sitter (Landkreis Main-Spessart) gilt es „vor Ort eine Struktur zu schaffen, in der man gerne lebt“. Nur über gemeinsame Vorhaben kann vor Ort Verbundenheit und Identifikation mit dem eigenen Raum entstehen.


Kerstin Faber, freie Planerin und Mitherausgeberin der Publikation „Raumpioniere im ländlichen Raum“, inspirierte mit besonders kreativen und engagierten Projekten der sozialen Dorfentwicklung. Sie machte Mut für die Etablierung einer Beteiligungskultur vor Ort in den Kommunen. „Statt Zentralisierung braucht es gute Ideen, aktive Menschen und einen Staat der die Umsetzung ermöglicht!“, so Faber.


Die anschließenden parallelen Dialogforen machten weitere erfolgreiche Strategien und Initiativen verschiedener Bausteine sozialer Dorfentwicklung sichtbar und boten zudem viel Raum für persönlichen Austausch:

 

Forum 1: Gebäudeorientierte Sozialraumentwicklung:
Impulse:
»Haus der Begegnung Rottendorf«
Leiterin Mirjam Gawenda, Sozialpädagogin M.A. (FH)
»Die alte Schule Stralsbach«
Bürgermeister Waldemar Bug, Burkardroth

 

Forum 2: Nachbarschaftsbasierte Assistenzsysteme
»Freiwilligenagentur (FA) GemeinSinn«
Leiterin Katrin Schauer
»Helfernetzwerk Winterhausen«
Sprecherin Edith Zobel

 

Forum 3: Mobilitätshilfen
»Sicherung von Versorgung und Mobilität im ländlichen Raum«
Jürgen Metz, Wirtschaftsförderung Bad Kissingen
Verein »Vorfahrt für Jesberg e.V.«
Schriftführer Amadeus Burkhardtsmayer


„Ich freue mich, dass es unter dem Dach der Region Mainfranken GmbH und durch das Mitwirken vieler Schlüsselakteuren gelingt, diesen wichtigen Gestaltungsprozess in unserer Region aktiv zu unterstützen“, betonte Åsa Petersson, Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH.

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