German
English
French
Polish
Swedish

Bestands- und Bedarfserhebung im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention

Laufzeit:

01.04.2017 – 30.04.2018

 

Antragssteller:

Gesundheitsregionplus Landkreis Haßberge

 

Leistungserbringer:

MODUS – Wirtschafts- und Sozialforschung GmbH
(Ansprechpartner: Dipl. – Pol. Edmund Görtler)

 

Fördermittelgeber:

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse (Gesunde Kommune)

 

Fördersumme:

38.675,- EUR

Hintergrund

Gesundheitsförderung und Prävention sind ein wesentlicher Teil der gesundheitlichen Versorgung der Menschen und dienen dazu, Krankheiten zu verhüten und Maßnahmen zu treffen, die die gesundheitlichen Risiken minimieren. Sie tragen auch zur Stärkung von Fähigkeiten, Kenntnissen und Möglichkeiten bei, wie gesundheitliche Ressourcen gestärkt werden können. Gesundheitsförderung und Prävention sollte dabei auch die Lebensbedingungen berücksichtigen, unter denen eine Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit ermöglicht wird. Hier sind neben allen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen auch Politik und Unternehmen gefordert, die individuellen Möglichkeiten zu fördern und zu unterstützen.

Zielsetzung und Projektbeschreibung

Die Gesundheitsförderung und Prävention ist eingebettet in den demografischen Wandel, der sich im Bereich Gesundheit z.B. in einer Steigerung von chronischen Erkrankungen und veränderten Anforderungen in der Arbeitswelt äußert. Durch die wachsende Zahl älterer Menschen ergeben sich u.a. veränderte Anforderungen an die Bereitstellung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention.

 

Nach der erstmaligen Erstellung eines regionalen Gesundheitsberichts im Jahr 2016 und des daraus resultierenden ersten Eindrucks regionaler Präventionsbedürfnisse, wurde im Zuge der Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung & Prävention die Notwendigkeit einer Bestands- und Bedarfserhebung diskutiert. Ziele einer solchen Erhebung sollten sein:

 

  • Aufdeckung von Bedarfen und Ermittlung konkreter Handlungsempfehlungen
  • Berücksichtigung verschiedener Settings (u.a. Kommune, Kita/Schule, Betrieb, Pflegeheim)
  • Grundlage für Umsetzungs- und Anschlussprojekte
  • Mögliche Aufdeckung von Doppelstrukturen und Nutzen von Synergieeffekten

 

Aus der Zielsetzung der Gesundheitsregionplus ergibt sich auch die Vorgehensweise des Projektes. Als erster Schritt wurde eine Bestandserhebung von Angeboten und Projekten im Landkreis Haßberge im Hinblick auf Gesundheitsförderung und Prävention durchgeführt, aus denen die Stärken und Bedarfe sowie Doppelstrukturen aufgezeigt werden können. Die Bestandserhebung besteht dabei aus einer Befragung von Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Haßberge, einer Expertenbefragung mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern der Gemeinden sowie einer Befragung von Kindertagesstätten und Schulen.

 

 

Aus der Bestandserhebung und der kommunenbezogenen Analyse mithilfe der Expertenbefragungen können Handlungsempfehlungen zur Gesundheitsförderung abgeleitet werden. Daraus ergeben sich einige Umsetzungsprojekte, die die zentralen Handlungsempfehlungen aufgreifen.

 

 

Einbindung

Neben dem regionalen Gesundheitsbericht wurden Projektsteckbriefe mit „gut laufenden Projekten“, Daten der Schuleingangsuntersuchungen, Fragebögen zur Gesundheitsförderung/Prävention in den Kommunen und Einschätzung vereinzelter Bürgermeister und Experten (Beratungsstellen) als Vorbereitungs- und Planungsgrundlagen für das Projekt genutzt.

 

Im Verlauf des Projektes wurden alle Schritte, wie z.B. die Inhalte des Fragebogens für die Befragung von Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Haßberge, wurden an die Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung und Prävention rückgemeldet und abgestimmt.

Projektergebnisse

Die Ergebnisse der Bestandserhebung zeigen die Vielfalt an Ideen und Strukturen, die sich im Landkreis Haßberge in der Vergangenheit herausgebildet haben. Sowohl in den Gemeinden, bei den Vereinen und Verbänden als auch in den kommunalen Verwaltungen spielen Überlegungen zur Gesundheitsförderung und Prävention eine mehr oder minder große Rolle.

 

In diesem Sinne bietet die vorliegende Bestands- und Bedarfserhebung eine wichtige Grundlage für eine weitere vielfältige Diskussion zur Verbesserung der Gesundheit im Landkreis Haßberge.

Seite drucken