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Pflege

Da wir als Landkreis Haßberge bereits sehr früh die zukünftige Bedeutung des Bereichs Pflege erkannt und daraufhin einen Pflegestützpunkt eingerichtet haben, war dieses Aufgabengebiet schon immer ein Teil der Arbeit unserer Gesundheitsregionplus. Durch den zunehmend spürbaren demografischen Wandel und den Fachkräftemangel in allen Bereichen des Gesundheitswesens, aber auch aufgrund der generell guten und engen Zusammenarbeit zwischen Pflegestützpunkt und Gesundheitsregionplus, rückt das Thema Pflege zunehmend auf der Agenda der Gesundheitsregionplus in den Mittelpunkt.

 

Pflege on Tour

Das Konzept

 

Seit dem zweiten Quartal des Jahres 2018 wird die Imagekampagne „Pflege on Tour“ in Kooperation mit dem Pflegestützpunkt des Landkreises fortgeführt und optimiert.

 

Viele SchülerInnen haben negative Vorurteile gegenüber Pflegeberufen und stellen sich den Beruf als anstrengend, unterbezahlt und unangenehm vor. „Pflege on Tour“ versucht SchülerInnen diese Vorurteile zu nehmen, über das Berufsbild zu informieren und die praktische Arbeit sowie Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen.

 

Dazu werden teilnehmende Klassenverbünde jeweils an einem ganzen Vormittag mit Pflegeeinrichtungen zusammen gebracht. Vor Ort lernen die SchülerInnen dann den realen Arbeitsalltag einer Pflegekraft kennen und können erste praktische Erfahrungen in diesem Berufsbild sammeln.

 

Ausgewählte Evaluationsergebnisse der „Pflege on Tour“ 2019

Fachtag „Gesundheit und Pflege“ 2019

Die professionelle Pflege befindet sich im Umbruch und muss sich den derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen dieser Zeit stellen.

 

In Kooperation mit dem Pflegestützpunkt des Landkreises Haßberge wurde daher am Mittwoch, den 8. Mai, der Fachtag „Gesundheit und Pflege“ veranstaltet. Dieser soll den aktuellen Entwicklung Rechnung tragen und mittels hochkarätiger Dozenten zu verschiedenen Themen informieren. Die kostenfreie Veranstaltung richtete sich an alle Fach- und Führungskräfte aus Pflege und Medizin. Einrichtungsleitungen, Pflegedienstleitungen, Pflegefachkräfte, Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal sollten sich gleichermaßen angesprochen fühlen.

 

Zu den aktuellen Themen gehört der professionelle Umgang mit altersbedingten Erkrankungen wie der Demenz. Bei der Umsetzung von Demenzkonzepten müssen beispielsweise architektonische Anforderungen aufgrund der Krankheit berücksichtigt werden. Ebenso muss die Konzeption rund um die Ausbildung der Pflegefachkräfte regelmäßig hinterfragt und an neue Gegebenheiten angepasst werden. Natürlich darf dabei zudem die Gesunderhaltung des Pflegepersonals nicht vernachlässigt werden.

 

Prof. Dr. Phil. Matthias Drossel, Gesamtschulleitung Bamberger Akademie für Gesundheitsberufe gemeinnützige GmbH, ging in seinem Referat auf den Wandel in der Pflegeausbildung ein. Er erläuterte die generalistische Pflegeausbildung und ging auf Rahmenbedingungen, wie auch auf inhaltlich-organisatorische Fragestellungen ein.

 

Im Anschluss zeigte Dr. Ing. Birgit Dietz, Architektin, Lehrbeauftragte TU München, Bayerisches Institut für alters - und demenzsensible Architektur München, auf, wie bereits mit einer entsprechenden räumlichen Gestaltung entscheidend zum Wohlbefinden demenziell erkrankter Personen beigetragen werden kann. Anhand einer Vielzahl praktischer Beispiele für das Wohnen zuhause und im Pflegeheim zeigte die Referentin Lösungen für eine Kompetenzen unterstützende und fördernde Architektur und Raumgestaltung.

 

Durch das Projekt PFLEGEprevent soll erforscht werden, wie der Arbeitsbelastung von Pflegekräften präventiv begegnet werden kann. Dr. Dieter Frisch, Dipl. SPOEC., Leitung Arbeitsgruppe Versorgungsforschung Kurortmedizin am Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung und Mitverantwortlicher des Projektes, stellte in seinem Vortrag die Hintergründe, Herangehensweise sowie erste Ergebnisse bzw. Schlussfolgerungen vor.

 

Den überaus besonderen und komplexen Bedürfnissen demenziell erkrankter Personen gerecht zu werden, stellt hohe Anforderungen an alle am Versorgungsprozess Beteiligten. Wie eine qualitativ hochwertige Pflege und Versorgung von Menschen mit Demenz gestaltet werden kann, erklärte Prof. Dr. Veronika Schraut, Professorin für Pflege- Rehabilitationswissenschaften, die auch examinierte Altenpflegerin ist. Zum einen ging sie auf verschiedene Demenzkonzepte ein und zum anderen erläuterte sie, welche Wirkung diese auf die Zufriedenheit und Bindung von Mitarbeitenden haben.

 

Das komplette Veranstaltungsprogramm finden Sie HIER.

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