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Staatsangehörigkeitsausweis

Als Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit genügt gegenüber deutschen Behörden in fast allen Fällen die Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses.

 

Frühere Regelungen und Verfahrensbestimmungen, die ausdrücklich die Vorlage eines Staatsangehörigkeitsausweises verlangten (Beamtenverhältnis, Kaminkehrer, Eheschließung etc.) sind mittlerweile fast ausnahmslos aufgehoben.

 

Mit dem Staatsangehörigkeitsausweis wird in Zweifelsfällen der Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit zum Zeitpunkt der Ausstellung der Urkunde verbindlich festgestellt. Für die Ausstellung ist unerheblich, wann und wie die deutsche Staatsangehörigkeit erworben wurde.

 

Erforderlich wird er üblicherweise erst, wenn eine ausländische oder deutsche Behörde, Gericht oder vergleichbare Stelle diesen Nachweis ausdrücklich fordert, zum Beispiel:

  • im Rahmen der Adoption eines ausländischen Kindes durch einen Deutschen,
  • Einbürgerung des ausländischen Ehepartners oder
  • zum Studium, Wohnsitzwechsel oder Eheschließung im Ausland als Nachweis der EU-Freizügigkeitsberechtigung.

 

Was wird geprüft?

Die Staatsangehörigkeitsbehörde prüft,

  • ob und wodurch Sie die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben, aber auch
  • ob Sie die deutsche Staatsangehörigkeit eventuell wieder verloren hätten.

 

Weiterführende Informationen zu den Voraussetzungen, erforderlichen Unterlagen, Kosten etc. finden Sie im Internet-Portal des Freistaates Bayern:

 

http://www.freistaat.bayern/dokumente/leistung/92109883264

 

Wegen der Vielfalt der möglichen Lebenssituationen, aber z.B. auch, um die Beschaffung nicht erforderlicher Unterlagen zu vermeiden, empfiehlt sich immer ein persönliches Beratungsgespräch. Antragsformular und Liste der erforderlichen Unterlagen erhalten Sie dabei auf Ihre Lebenssituation bezogen ausgehändigt.

 

Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden raten wir dringend, vorher telefonisch einen Termin zu vereinbaren.

 

Vorgelegte Originalunterlagen werden nach Prüfung kopiert und sofort wieder zurückgegeben.

 

Jugendliche, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, müssen den Antrag selbst stellen/unterschreiben.

 

Der Staatsangehörigkeitsausweis wird seit August 2007 ohne zeitliche Befristung ausgestellt. Er würde seine Gültigkeit durch einen nach Ausstellung eintretenden Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit (z.B. durch Einbürgerung in einem Nicht-EU-Staat ohne Beibehaltungsgenehmigung) verlieren.

 

Hinweis: Ihre persönliche Lebenssituation muss u.U. über mehrere Generationen hinweg nachvollzogen werden. Deshalb hängen die Dauer und manchmal sogar das Ergebnis des Verfahrens wesentlich von der Qualität der im Antrag gemachten Angaben und der vorgelegten Unterlagen ab.

 

 

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