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Runder Tisch Migration

Als offizielles Koordinierungsgremium im Bereich Zuwanderung und Integration dient im Landkreis Haßberge seit 2016 der Runde Tisch Migration.

 

Dieser ersetzte den Runden Tisch Asyl, der von Landrat a. D. Rudolf Handwerker eingeführt und bis zum Jahre 2014 insgesamt dreimal veranstaltet wurde.

2. Runder Tisch Migration, 28. Februar 2019

Aufgrund personeller Veränderungen Ende des Jahres 2017 war es dem Landratsamt lange Zeit nicht mehr möglich, nach dem ersten Runden Tisch im November 2016, einen weiteren zu organisieren. Am Donnerstag, den 28. Februar 2019 konnte nun der 2. Runde Tisch Migration im Sitzungssaal des Landratsamtes Haßberge wieder veranstaltet werden. Dieser dient dem Landkreis als offizielles Koordinierungszentrum im Bereich Zuwanderung und Integration und als Plattform für den fachlichen Austausch zwischen den zahlreichen Akteuren, die an dieser Aufgabe mitwirken. 


Nach einer Begrüßung und Vorstellung der Agenda durch Landrat Wilhelm Schneider wurden die Anwesenden durch Dieter Sauer, den Leiter des Amtes für Soziales und Senioren des Landkreises Haßberge über die Kooperationsvereinbarung in Fragen der Zuwanderung und der Integration von zugewanderten Menschen informiert. Dieter Greger, Kreisgeschäftsführer des BRK, Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes und Landrat Wilhelm Schneider haben diese am 18. Februar 2019 unterzeichnet und sich zur engeren institutionellen Zusammenarbeit verpflichtet. 


Eine engere Zusammenarbeit strebt der Landkreis Haßberge auch mit dem Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und den Kammern der IHK und HWK an. Das vom BAMF und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit (BA/RD) entwickelte Modellprojekt „Regionale Koordinierung der Integrationsförderung“ (RKI) soll künftig auch auf den Landkreis Haßberge übertragen werden. Hierdurch sollen die integrationsbeteiligten Hauptakteure im Bereich Sprache und Arbeit in eine Kooperationsstruktur eingebettet werden, so Bettina Fritzler, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte des Landkreises Haßberge. Ein erstes Sondierungsgespräch hierzu wird am 08. April stattfinden.  
 

Wolfgang Aull, ehrenamtlich Engagierter im Landkreis Haßberge, ging anschließend auf eine Thematik im religiösen Bereich ein: Die längst notwendige Einrichtung von glaubensgerechten Bestattungsmöglichkeiten für muslimische Bürger/innen im Landkreis Haßberge. Hierbei berichtete er unter anderem über die christliche und muslimische Bestattungskultur und betonte den zentralen Stellenwert von Friedhöfen als Orte der Identifikation. Als Paradebeispiel hob er den alten Friedhof in Bamberg hervor, wo die Etablierung von muslimischen Grabfelder bereits gelungen ist. 


Für die fortschreitende Integration sind nicht nur die Motive und Kompetenzen von Migrant/innen von Belang, sondern vor allem die Offenheit seitens der Mehrheitsgesellschaft. Unter dem Oberbegriff „Interkulturelle Öffnung“ referierte hierüber Natalia Gnoth, welche als Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte für den Landkreis Haßberge tätig ist. Insbesondere die Überwindung des Defizitblicks, eine Hinwendung zum Ressourcen- und Empowermentansatz, die Anerkennung von Gleichheit und Verschiedenheit in der multikulturellen Gesellschaft sowie der Abbau von Zugangsbarrieren gelten als übergeordnete Ziele der interkulturellen Öffnung. 
 

Karina Hauck, Teamleiterin der Migrationsberatung des BRK Haßberge gab eine Übersicht zu den aktuellen Statistiken der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer des BRK. Während ihres Beitrages ging sie außerdem insbesondere auf Schwierigkeiten, wie der Mangel an Sprachkenntnissen ein. Diesen müssen sich viele Migrantengruppen, die im Niedriglohnsektor tätig sind, stellen. Insbesondere EU-Binnenmigranten sind hiervon betroffen.


Nachdem Monika Strätz-Stopfer vom Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement des Landratsamtes Haßberge die Teilnehmenden kurz über den aktuellen Stand der Fördermöglichkeiten durch die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen (lagfa e.V.) unterrichtet hatte und anschließend ein Rückblick auf den 1. Runden Tisch Migration unternommen wurde, endete die Veranstaltung mit einer offenen Diskussionsrunde. Insgesamt nahmen rund 50 Beteiligte am 2. Runden Tisch Migration teil. 

 

Die am 2. Runden Tisch Migration vorgestellten Präsentationen finden sie hier.

1. Runder Tisch Migration, 15. November 2016

Der 1. Runde Tisch fand am 15. November 2016 im Landratsamt statt.

 

Insgesamt 56 Vertreter aus Kommunalpolitik, Verwaltung und Sozialverbänden, haupt- oder ehrenamtlich in der Flüchtlings- & Integrationsarbeit Engagierte, nutzten die von Bildungskoordinator Nelson Müller organisierte und Landrat Wilhelm Schneider moderierte Veranstaltung zum fachlichen Austausch und zur Abstimmung.

 

Auch Herr Metz, der für den Landkreis Haßberge zuständige Regionalkoordinator des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, und Frau RDin Graber, Leiterin des Sachgebiets 14 „Flüchtlingsbetreuung und Integration" der Regierung von Unterfranken, nahmen an der Veranstaltung teil.

 

Die an der Veranstaltung vorgestellten Präsentationen der Regierung von Unterfranken, des Amtes für Soziales und Senioren, der Bildungskoordination für Neuzugewanderte, des Bayerischen Roten Kreuzes Haßberge, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, sowie einen Vorschlag des Landratsamtes, wie die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten gestaltet werden können, finden sie hier.

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