Aktuelles zu Naturschutz

Information über den aktuellen Stand bei der Förderung/Finanzierung von Naturschutzprojekten

Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien (LNPR)

Bei den LNPR hat das Bayerische Umweltministerium 2024 die Rekordsumme von rund 63 Millionen Euro Fördermitteln investiert. Das ist gegenüber dem bereits früheren Rekordjahr 2023 mit rund 52 Millionen Euro eine Steigerung um 11 Millionen Euro. Auch im Jahr 2025 wird die erfolgreiche Naturschutzarbeit auf hohem Niveau fortgeführt.

Angesichts der großen Vielzahl bereits beantragter und bewilligter Projekte und der damit fast schon wieder erreichten Rekordfördersumme des Vorjahres müssen neue Maßnahmen mit Auszahlungszeitpunkt im Jahr 2025 auf wenige Ausnahmen beschränkt werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird über den Fortgang der Förderung für einzelne neue Vorhaben im Mai 2025 entschieden. Die Spielräume werden hierfür voraussichtlich gering sein.

Die Situation betrifft auch die jährlichen Landschaftspflegemaßnahmen des Landkreises Haßberge. Derzeit kann noch nicht abgeschätzt werden, wann und in welchem Umfang Aufträge für das Jahr 2025 vergeben werden können.

Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm (VNP)

2024 wurde auch das VNP bayernweit deutlich ausgeweitet. Die besonders naturverträgliche Flächenbewirtschaftung von fast 30.000 Landwirten konnte mit über 90 Millionen Euro honoriert werden. Damit ist das VNP das größte Naturschutzprogramm in Deutschland. Auch 2025 wird das Umweltministerium sämtliche Spielräume für den kooperativen Naturschutz nutzen: Im Bereich des VNP wird das Niveau von 2024 gehalten. Sowohl für laufende Vereinbarungen als auch für Anschlussvereinbarungen auslaufender Verpflichtungen stehen die Mittel bereit.

Ausblick

Nach Mitteilung des Bayerischen Umweltministeriums ist es bei der derzeitigen wirtschaftlichen Ausgangslage nicht realistisch, die Rekorde im Naturschutzbereich zukünftig zu wiederholen. Auch der Doppelhaushalt 2026/27 des Freistaates Bayern wird der schwierigen Wirtschaftslage Rechnung tragen müssen. Eine gleichmäßigere Verteilung der Mittel und die fachliche Priorisierung von Maßnahmen werden daher künftig eine zentrale Herausforderung sein.

Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe und ist sowohl für die Staatsregierung als auch für den Landkreis Haßberge auch in Zukunft von zentraler Wichtigkeit.

Pressemitteilungen

Dr. Hannah Schüßler neue Juristin am Landratsamt Haßberge

Das Foto zeigt Landrat Wilhelm Schneider bei der Begrüßung von Regierungsrätin Dr. Hannah Schüssler.

Landrat Wilhelm Schneider heißt Regierungsrätin Dr. Hannah Schüßler im Landratsamt herzlich willkommen. Die neue Juristin ist zuständig für den Geschäftsbereich 3 Bauwesen, Umwelt und ÖPNV.

Die Regierungsrätin ist zuständig für den Geschäftsbereich 3 Bauwesen, Umwelt und ÖPNV

Einen Stabwechsel gibt es in der Leitung des Geschäftsbereichs 3 Bauwesen, Umwelt und ÖPNV am Landratsamt Haßberge: Regierungsrätin Dr. Hannah Schüßler tritt die Nachfolge von Regierungsrat Matthias Hohmann an, der zum 1. August an die Regierung von Unterfranken gewechselt ist. Sie ist damit zuständig für die juristische Betreuung der Fachbereiche Bauwesen, Natur- und Umweltschutz, Wasserrecht und Immissionsschutz sowie ÖPNV und Schülerbeförderung – eine Abteilung mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Dr. Hannah Schüßler ist in Schweinfurt geboren und in Würzburg aufgewachsen, wo sie auch heute noch wohnhaft ist. Nach dem Abitur studierte die 32-Jährige Rechtswissenschaften mit Begleitstudium Europarecht an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und an der Universität Groningen (Niederlande). Im Jahr 2018 legte sie ihr Erstes Juristisches Staatsexamen ab. In ihrer anschließenden Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Handels- und Gesellschaftsrecht hatte die Würzburgerin Gelegenheit, sich über mehrere Jahre intensiv mit unterschiedlichen juristischen Themen zu beschäftigen. Erste berufliche Erfahrungen konnte die Juristin während ihres Referendariats mit Stationen in Würzburg und Frankfurt am Main sammeln, bevor sie ihre Zweite Juristische Staatsprüfung mit Prädikat bestand und ab 2024 in einer Wirtschaftskanzlei in Würzburg als Rechtsanwältin tätig war. Darüber hinaus wurde sie 2024 von der Juristischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg promoviert. In ihrer Doktorarbeit setzte sie sich rechtsvergleichend mit dem deutschen und dem US-amerikanischen Gesellschaftsrecht auseinander.

Trotz der sehr interessanten Zeit in der Wirtschaftskanzlei war es ihr Wunsch, künftig auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts tätig zu sein. „Die Möglichkeiten für eine Juristin, gestaltend an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger mitzuwirken und sich in das „große Ganze“ einzubringen, sind in der öffentlichen Verwaltung und insbesondere am Landratsamt einzigartig“. Deshalb freut sich Dr. Hannah Schüßler auf ihre neue Tätigkeit im Landkreis Haßberge und die damit verbundenen Herausforderungen. 

Ihre Freizeit verbringt die Juristin gerne draußen in der Natur beim Fahrradfahren und Wandern in der Region. Auch Lesen und Yoga zählen zu ihren Hobbies.