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Energienutzungsplan (ENP)

Das Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch erarbeitete für den Landkreis Haßberge einen digitalen Energienutzungsplan, welcher zu 70 Prozent vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert wurde. Der Bearbeitungszeitraum für das umfangreiche Energiekonzept erstreckte sich von April 2020 bis November 2021.

Ausgehend von einer Datenerfassung in den 26 teilnehmenden Kommunen wurde zunächst detailliert die Energiebilanz des Landkreises Haßberge im Ist-Zustand für das Bilanzjahr 2018 erfasst. Dabei wurden drei Verbrauchergruppen „Private Haushalte“, „Kommunale Liegenschaften“ und „Wirtschaft“ definiert.

 

Für das Bilanzjahr 2018 beläuft sich im Betrachtungsgebiet der jährliche Endenergiebedarf im Ist-Zustand in den Sektoren Strom und Wärme auf rund 1.671.102 MWh. Davon werden rund 1.243.069 MWh für die Wärmeversorgung aufgewendet. Zur Deckung des elektrischen Bedarfs werden pro Jahr rund 428.033 MWh Endenergie benötigt. Derzeit werden ca. 26 % der benötigten Wärme im Betrachtungsgebiet aus Erneuerbaren Energien bereitgestellt, während im Bereich der elektrischen Energien bereits 72 % des Bedarfs aus Erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden.

 

Aus dem Gesamtendenergieverbrauch resultiert unter Gegenrechnung der im Betrachtungsgebiet bereits vorhandenen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ein Ausstoß von rund 335.558 Tonnen CO2 pro Jahr. Dies entspricht einem jährlichen Ausstoß klimawirksamer Gase von rund 4,0 Tonnen CO2 pro Kopf.

 

Zentrales Element des Energienutzungsplanes war die Ausarbeitung kommunenspezifischer Energie-

bilanzen und eines Handlungsleitfadens, welcher konkrete Projekte zur Umsetzung der ausgearbeiteten Potenzialanalyse beschreibt. Dieser Handlungsleitfaden wurde in enger Abstimmung mit den kommunalen Akteuren ausgearbeitet und während des Prozesses in Regionalkonferenzen konkretisiert. Um im Rahmen dieses Konzeptes erste Maßnahmen direkt anzustoßen, wurden drei exemplarische Leuchtturmprojekte (Nahwärmenetz in Aidhausen, Standortkonzept für Freiflächen-Photovoltaikanlagen Königsberg und Dach-PV-Anlagen für kommunale Liegenschaften in Königsberg) umfassend auf technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit hin geprüft.

Hier können Sie den Energienutzungsplan den Landkreises Haßberge downloaden:

Energienutzungsplan des Landkreises Haßberge

 

Solarkataster

Neben den Handlungsleitfäden wurde ein Solarkataster für den kompletten Landkreis erstellt. Damit kann sich jeder Bürger über die Eignung seines Daches zum Einsatz von solarer Energieerzeugung informieren.

 

Klicken Sie hier Solarpotenzial des Landkreis Haßberge (solare-stadt.de) und erhalten Sie zusätzlich Hinweise zu Planung und Bau einer eigenen Solaranlage und wertvolle Links auf weiterführende Seiten.

 

Bitte beachten Sie, dass die Analyseergebnisse des Solarpotenzialkatasters auf einem automatisierten Verfahren basieren, d.h. die Ergebnisse dienen Ihrer ersten Information, sie ersetzen aber nicht die Fachberatung durch einen qualifizierten Installateur und erfolgen ohne Gewähr.

 

Wärmekataster

Das gebäudescharfe Wärmekataster ist ein Werkzeug der kommunalen Wärmeplanung. Es erfasst alle beheizten Gebäude im Landkreis und beinhaltet zu jedem Gebäude Informationen zu Nutzung, Baustruktur und Wärmenachfrage. Es bietet damit eine flächendeckende Information zur Struktur und Wärmenachfrage des Gebäudebestandes

 

Anwendung finden Wärmekataster als Planungs- und Entscheidungsgrundlage beim Ausbau von Wärmenetzen, bei der Entwicklung von Förder- und Sanierungsmaßnahmen, in der Energie- und Sanierungsberatung sowie im Rahmen des Klimaschutzmonitorings.

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