Alarmplan Main - Regierung von Unterfranken löst "Warnung" für den gesamten unterfränkischen Main aus

Das Foto zeigt den Blick auf den Obermain bei Sand.

Grundsätzlich ist die Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen verboten. Darauf weist das Landratsamt Haßberge hin.

Die Situation wird engmaschig beobachtet. Alle Nutzer sollten zu einem rücksichtsvollen Umgang mit dem Main beitragen.

Auf der Grundlage des „Alarmplans Main – Gewässerökologie“ löst die Regierung von Unterfranken aufgrund niedrigen Abflusses die Warnstufe „Warnung“ für beide Meldebereiche aus. Die Warnstufe „Warnung“ gilt damit von der Landesgrenze nach Hessen bei Kahl (Main-km 66,6) bis Bamberg (Main-km 384,2). Der Abfluss berechnet sich im Bereich Trunstadt mit 26,2 m³/s im 3-Tages-Mittel. Damit ist die Schwelle zur „Warnung“ (27,5 m³/s) unterschritten. Die Lage ist hinsichtlich der Wassertemperatur und des Sauerstoffgehaltes unkritisch bis gut. Allerdings bedeutet auch der niedrige Abfluss gewässerökologischen Stress für die Lebewesen im Main. Im Laufe des heutigen Tages muss die Überleitung von Wasser aus dem Main-Donau-Kanal-System weiter gedrosselt werden, weil auch im Donauraum kein Wasser mehr zur Verfügung steht. Der Abfluss im Main wird daher erwartungsgemäß so lange weiter absinken, bis wieder genügend hohe Niederschläge im Einzugsgebiet fallen. Für die kommenden Tage sind nur leichte Regenschauer vorhergesagt, welche die Situation voraussichtlich nicht nachhaltig verbessern werden. 

Die Situation wird weiterhin engmaschig beobachtet. Alle Nutzer sollten die Lage mit der gebotenen Sensibilität im Blick behalten und zu einem rücksichtsvollen Umgang mit dem Main beitragen. Die Kreisverwaltungsbehörden wurden aufgefordert, die Direkteinleiter (Kläranlagen und Industriebetriebe) zu verständigen, damit diese sensibilisiert werden, ihre Betriebsweise entsprechend auf die Situation am Main einzustellen, falls sich kritische Situationen weiter verschärfen. 

Für ergänzende Informationen verweisen wir auf unsere vorausgegangenen Pressemitteilungen zum Thema, die hier abgerufen werden können: https://www.regierung.unterfranken.bayern.de/presse/pressemitteilungen/archiv/.

Weitere Informationen zum Alarmplan Main, den verschiedenen Warnstufen (mit Schwellenwertangaben) und den damit verbundenen Maßnahmen sind zudem im Internet unter Alarmplan Main – Gewässerökologie - Regierung von Unterfranken abrufbar. 

Aktuelle Informationen zur Gewässerqualität am Main finden Interessierte auch im Niedrigwasser-Informationsdienst des Freistaates Bayern unter: http://www.nid.bayern.de/ (siehe insbesondere dort unter „Gewässerqualität/Alarmplan Main“).

Den Inhalt dieser Pressemitteilung, eventuell ergänzende Anlagen und Informationen, sowie gegebenenfalls Bilder mit Bildunterschriften können Sie im Internet unter folgendem Link https://www.regierung.unterfranken.bayern.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2026/069/index.html abrufen.