Demenz im Fokus

Über die Selbsthilfegruppe „Labyrinth“ für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen informierten beim Pressetermin Vanessa Willacker, Hajo Weigand und Irene Rottmann.

Betroffene, pflegende Angehörige und Fachleute berichteten über ihre Erfahrungen im Alltag mit einer Demenzerkrankung.

Das Thema Demenz rückte kürzlich bei einem Pressetermin im Landratsamt Haßberge in den Mittelpunkt. Betroffene, pflegende Angehörige und Fachleute berichteten über ihre Erfahrungen im Alltag mit einer Demenzerkrankung, stellten Hilfsangebote vor und warben für mehr Offenheit im Umgang mit dem Thema. Vanessa Willacker, Geschäftsbereichsleiterin am Landratsamt, begrüßte dazu Irene Rottmann von der Selbsthilfegruppe „Labyrinth“, den pflegenden Angehörigen Hajo Weigand, Werner Kuboth mit seiner an Demenz erkrankten Frau Helene, Vera Ksinski vom Pflegestützpunkt sowie Elisabeth Röhner, stellvertretende Pflegedirektorin und Selbsthilfebeauftragte der Haßberg-Kliniken.

Hajo Weigand schilderte den Alltag mit seiner an Demenz erkrankten Ehefrau Renate und machte deutlich, wie wichtig Unterstützung für pflegende Angehörige ist. Besonders hilfreich sei für ihn die Selbsthilfegruppe „Labyrinth“. Sie wurde vor rund zwei Jahren auf Initiative des Pflegestützpunkts gegründet und wird von Irene Rottmann organisiert. Einmal im Monat treffen sich Angehörige und Menschen mit Demenz in Haßfurt zu einem zwanglosen Austausch. Im Mittelpunkt stehen Gespräche und gegenseitige Unterstützung. Neue Teilnehmer sind jederzeit willkommen, ausdrücklich auch Menschen mit einer Demenzerkrankung. Kontakt ist per E-Mail an irenezell@aol.com oder telefonisch unter 09522 3015908 möglich.

Auch Werner Kuboth berichtete von seinen Erfahrungen und betonte, wie wichtig Informationen und Verständnis für Betroffene und Angehörige seien. Vera Ksinski machte deutlich, dass der Pflegestützpunkt Landkreis Haßberge Betroffene und ihre Angehörigen mit einem breiten Beratungsangebot unterstützt. Dazu gehören persönliche Beratungen, Wohnraumberatung, eine achtteilige Schulung für pflegende Angehörige sowie der „Wegweiser Demenz“. Gemeinsam mit zahlreichen Netzwerkpartnern gestaltet der Pflegestützpunkt außerdem die Bayerische Demenzwoche im September mit Vorträgen, Gesprächsrunden, Gedächtnistraining, einem Demenzsimulator und weiteren Angeboten. Elisabeth Röhner betonte, dass im Krankenhaus auf die individuellen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz möglichst eingegangen werde. Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KOS) am Landratsamt Haßberge hält unter www.selbsthilfe-hassberge.de eine Datenbank mit Selbsthilfegruppen zu Demenz, zahlreichen weiteren Erkrankungen und unterschiedlichen Lebenslagen im Landkreis bereit.

Autor: Christian Licha