Menschen mit Behinderung haben die gleichen Bedürfnisse nach Freundschaft, Partnerschaft, Sexualität und Familie wie die meisten Menschen. Aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation ist es jedoch für sie oft schwieriger, Kontakte oder eine Partnerschaft aufzubauen. Oft ist dies nur im näheren Umfeld möglich, zum Beispiel innerhalb der Einrichtung oder Werkstatt. „Eine Behinderung kann sich hier schnell als Barriere erweisen“, wissen die beiden Sozialpädagogen des Gesundheitsamtes Haßberge, Anna-Lena Aumüller und Volker Witt, die auf das Angebot von „Herzenssache“ Würzburg gestoßen sind. Diese Online-Plattform, die von Caritas, Lebenshilfe, Blindeninstitut und dem Zentrum für Körperbehinderte gemeinsam gegründet wurde, trägt dazu bei, Menschen mit Beeinträchtigungen in diesem Bereich nicht zu diskriminieren.
Die Kontakt- und Partnerbörse ermöglicht eine unkomplizierte Kontaktaufnahme, die insbesondere nicht an die Fähigkeit gebunden ist, mobil zu sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten optimale Bedingungen zur Vermittlung von passenden Kontakten und gewährleisten einen effektiven Schutz der Kunden vor möglichem Missbrauch.
Was „Herzenssache“ ist, wie die Online Plattform funktioniert und wie Kontakte entstehen können, darüber informiert ein Vortragsabend am Dienstag, 9. Juni, um 17.00 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes Haßberge. Hierzu eingeladen sind Menschen mit Beeinträchtigung sowie Begleitpersonen und weitere Interessierte. Die Sozialpädagogen Anna-Lena-Aumüller und Volker Witt bitten um Anmeldung per E-Mail unter praevention@hassberge.de