Mit turnusgemäßen Neuwahlen hat die Mitgliederversammlung der Volkshochschule (VHS) Landkreis Haßberge im Sitzungssaal des Landratsamtes die personellen Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Zum neuen VHS-Vorsitzenden wurde einstimmig der Aidhäuser Bürgermeister Thomas Wagenhäuser gewählt. Ebenfalls ohne Gegenstimmen wählten die Mitglieder die Bürgermeisterin von Maroldsweisach, Heidi Müller-Gärtner, zur stellvertretenden Vorsitzenden sowie als Vertreterin für den nördlichen Landkreis. Die Bürgermeister Stefan Seubert (Knetzgau) und Matthias Bäuerlein (Rauhenebrach) vertreten künftig das Maintal beziehungsweise den Steigerwald. Die Wahl leitete Landrat Michael Ziegler.
Geschäftsführer Holger Weininger zog in seinem Tätigkeitsbericht eine positive Bilanz des Jahres 2025. Insgesamt veranstaltete die Volkshochschule kreisweit einschließlich der Außenstellen sowie des Umweltbildungszentrums 1593 Veranstaltungen mit 29.656 Teilnehmern. Dabei wurden 11.596 Doppelstunden durchgeführt. Damit habe die VHS das Niveau aus der Zeit vor der Corona-Pandemie wieder erreicht.
Als Schwerpunkte nannte Weininger die inzwischen 15 Herzsport- und Reha-Sportgruppen sowie das Projekt „vhs – Bildung barrierefrei“, das gemeinsam mit den Rummelsberger Einrichtungen umgesetzt wird. Als weiteren Meilenstein bezeichnete Weininger die Akkreditierung der Volkshochschule als Partnerinstitution des EU-Programms Erasmus+. Bislang wurden dadurch bereits 29 Fortbildungsaufenthalte in verschiedenen europäischen Ländern ermöglicht.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden zudem zwei verdiente Persönlichkeiten verabschiedet. Helmut Dietz würdigte den ehemaligen Landrat Wilhelm Schneider, der über mehr als zwei Jahrzehnte eng mit der Volkshochschule verbunden war – zunächst als Vorsitzender, später als Landrat und Vorstandsmitglied. Besonders hob er dessen Engagement für die Weiterentwicklung der VHS sowie die Projekte AURENA, SACServices und den ESF-Zukunftscoach hervor.
Verabschiedet wurde auch Helmut Dietz selbst, der seit 2018 stellvertretender Vorsitzender der Volkshochschule war. Als der damalige Vorsitzende Holger Baunacher sein Amt krankheitsbedingt nicht mehr ausüben konnte, übernahm Dietz die Leitung der Volkshochschule und führte sie nach den Worten Weiningers sicher durch schwierige Zeiten. Außerdem habe er maßgeblich an der Gewinnung des neuen Vorstandsteams mitgewirkt.