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Pressemitteilungen

16.05.2013 Humanbiomonitoring in Wonfurt ausgewertet

Blut- und Urinproben der 75 Teilnehmer unauffällig / Pflanzenbiomonitoring bestätigt bisherige Ergebnisse

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat das Humanbiomonitoring von 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wonfurt ausgewertet. Es wurden keine auffälligen Werte festgestellt. Die Untersu-chungsergebnisse zeigen: Es ist unwahrscheinlich, dass die Firma Loacker einen Beitrag an der internen Belastung der Bevölkerung hat. Insgesamt bestätigen die Untersuchungsergebnisse zur internen Belastung die Bewertung des LGL, dass die Expositionssituation im Umfeld der Firma Loacker gesundheitlich unbedeutend ist. Für die Substanzen Blei, Arsen und verschiedene PCBs im Blut bzw. Urin waren die Referenzwerte für die Hintergrundbelastung der deutschen Allgemeinbevölkerung immer unterschritten. Dies deutet auf eine geringere Belastung in Wonfurt im Ver-gleich zu anderen Regionen Deutschlands hin. Bei der Summe der polychlorierten Dibenzo(p)dioxine/-furane (PCDD/F) und dioxinähnlichen polychlorierten Biphenyle (dl-PCB) überschreiten nur eine Person und bei den Flammschutzmitteln (PBDE) sechs Personen den Referenzwert. Diese Zahl der Überschreitungen ist nicht auffäl-lig. Sie liegt nur knapp über dem Bereich der für das Referenzkollektiv definitions-gemäß zu erwartenden Anzahl (5 % von 75 Probanden entspricht 4 Personen). Die Verteilung entspricht in diesem Fall also der Konzentrationsverteilung, die auch in der allgemeinen Bevölkerung in Deutschland beobachtet wurde. Den Teilnehmern mit einer Referenzwertüberschreitung wurde auf Wunsch eine Beratung und gege-benenfalls eine Nachuntersuchung angeboten.

Ziel der Untersuchung war zu klären, ob die Bevölkerung in unmittelbarer Umgebung zur Firma Loacker höher als in der allgemeinen Bevölkerung durch Chemikalien belastet ist. Für das Humanbiomonitoring wurden Stoffe bzw. Substanzgruppen ausgewählt, bei denen entweder die Immissionssituation oder grundsätzliche ge-sundheitliche Aspekte von Bedeutung waren. Aufgrund der bei vielen dieser Sub-stanzen langen Halbwertszeiten, die zum Abbau erforderlich sind, kann die Exposi-tion auch für einen länger zurückliegenden Zeitraum gut beschrieben werden. Ins-gesamt nahmen 75 Personen zwischen drei und 79 Jahren an der Untersuchung teil. Von ihnen waren 41 weiblich und 34 männlich.

Was sind Referenzwerte?
Im Rahmen der Bewertung werden die ermittelten Konzentrationen im Blut bzw. im Urin sogenannten Referenzwerten gegenübergestellt. Diese Werte kennzeichnen die allgemeine Hintergrundbelastung in der Bevölkerung und geben die üblicherweise in biologischen Proben wie Urin oder Blut vorkommenden Schadstoffkonzentrationen wieder. Referenzwerte basieren auf der Untersuchung von vielen Proben einer ausreichend großen, möglichst repräsentativen Stichprobe von gesunden Personen der Allgemeinbevölkerung. 95%, d.h. der überwiegende Teil der Allgemeinbevölke-rung weisen Konzentrationen unterhalb des Referenzwertes auf, lediglich 5% überschreiten ihn. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, eine gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöhte Belastungssituation durch eine mögliche Schadstoff-quelle zu erkennen. Referenzwerte sind ein statistisches Maß für die übliche Hinter-grundbelastung, Überschreitungen sind nicht mit einer Gesundheitsgefährdung gleichzusetzen.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hat von Anfang Mai bis Ende No-vember 2012 ein immissionsökologisches Messnetz mit den Bioindikatoren Gras und Grünkohl im Umfeld der Firma Loacker betrieben. Die Pflanzen wurden im LfU auf organische Schadstoffe, u.a. PCDD/F und polybromierte Dibenzo(p)dioxine/-furane (PBDD/F), dl-PCB, PBDE und verschiedene Metalle untersucht. An den Messpunkten bis zu einer Entfernung von rund 100 Metern zum Betrieb sind zum Teil immissionsbedingte Anreicherungen von organischen Schadstoffen und Metal-len zu erkennen, was einen Einfluss des Betriebes wahrscheinlich macht. Die weiter entfernten Messpunkte, an denen zum Teil auch landwirtschaftliche Produkte oder Lebensmittel (Kleingartenanlage) angebaut werden, lassen hingegen keinen Einfluss des Betriebes erkennen. Alle Grenzwerte für den Anbau von Futter- und Le-bensmitteln werden dort eingehalten. Die parallel durchgeführten Staubnieder-schlagsmessungen bestätigen diese Ergebnisse. Aus Sicht des LfU sind nach wie vor Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen geboten (Einhausung), um zu-künftig Schadstoffeinträge in den Boden im unmittelbaren Umfeld der Anlage wirk-sam zu vermindern.

Die ausführlichen Berichte sind unter "Bisherige Untersuchungsergebnisse" zu finden

 


11.01.13 Humanbiomonitoring für interessierte Bürger in Wonfurt läuft an

Das Humanbiomonitoring für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der näheren Umgebung des Recyclingunternehmens Loacker in Wonfurt wird voraussichtlich Ende Januar bis Anfang Februar beginnen. Die Untersuchung wird Personen in einem Umkreis von rund einem Kilometer um den Loacker-Standort  angeboten. Für die Untersuchung werden ungefähr 70 ml Blut und 100 ml Urin benötigt. Die Proben werden durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf Arsen, Blei sowie auf polybromierte Diphenylether, polychlorierte Biphenyle, Dibenzodioxine und -furane untersucht. Die Ergebnisse werden sechs bis acht Wochen später vorliegen, was auf der teils sehr aufwändigen Analytik beruht, aber auch von der Anzahl der Proben abhängt. Nach den derzeitigen Untersuchungen der Luft und des Bodens führen die rund um das Recyclingunternehmen Loacker gemessenen Immissionen nicht zu gesundheitlichen Gefährdungen der Bevölkerung. Ansprechpartner für alle Interessierten ist das örtliche Gesundheitsamt Haßberge, Leiter Dr. Reimann, unter Telefon 09521/400 oder per E-Mail: gesundheitsamt@hassberge.de.


19.10.12 Humantoxikologische Bewertung liegt vor und zeigt keine Anhaltspunkte für gesundheitliche Bedenken

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat eine humantoxikologische Bewertung zu den erfolgten Messungen in der Umgebung des Recyclingunternehmens Loacker vorgenommen. Das Ergebnis liegt nun dem Landratsamt Haßberge vor.


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10.09.12 Aktuelle Analyseergebnisse liegen vor

Aus Vorsorgegründen hat das Landratsamt Haßberge in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt veranlasst, den Analyseumfang der Untersuchungen zum Staubniederschlag und zur Schadstoffkonzentration in der Luft auf bromierte Dioxine und Furane (polybromierte Diben-zo(p)dioxine und –furane (PBDD/F)) auszuweiten. Analysiert wurden auch Rückstellproben von schon durchgeführten Untersuchungen und von Bodenproben. Diese Stoffe werden deutsch-landweit routinemäßig nicht überprüft. Die aktuellen Analyse-Ergebnisse liegen nun vor.

 

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05.09.12 Loacker darf Betrieb wieder aufnehmen

Das Landratsamt Haßberge hat dem Recyclingunternehmen Loacker grünes Licht gegeben, die Kabelmühlen wieder in Betrieb zu nehmen. Die Firma hat ein Gutachten vorgelegt, mit dem die vom Landratsamt geforderten Maßnahmen zur rechtzeitigen Erkennung von Verschwelungen aufgezeigt und umgesetzt wurden.

 

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08.08.12 Kabelmühlen stehen vorrübergehend still

Nach den Betriebsstörungen im Recyclingbetrieb Loacker in Wonfurt hat der Betreiber von sich aus den Betrieb vorrübergehend eingestellt.  Er hat zugesichert, dass er die Anlage nachrüsten wird, um durch ein Maßnahmenbündel absolut sicher zu stellen, dass künftig ein dauerhafter, regelkonformer und störungsfreier Betrieb gewährleistet ist. Dazu gehören auch Maßnahmen zur rechtzeitigen automatischen Abschaltung der Anlage, bevor Verschwelungen auftreten können.  Die Kabelmühlen werden erst wieder angefahren, wenn das Landratsamt Haßberge nach positiver gutachterlicher Stellungnahme die Freigabe erteilt.

24.06.12 Keine Stilllegung des Betriebes möglich

Das Landratsamt Haßberge sieht nach wie vor keine rechtliche Möglichkeit, den Recyclingbetrieb Loacker – wie von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Wonfurt“ gefordert – stillzulegen. Auch eine weitere Forderung der Bürgerinitiative ist nicht durchsetzbar: Sie fordert ständige Staub-Messungen an den Abluftkaminen. Diese sind nach den gesetzlichen Vorgaben nicht vorgeschrieben und somit auch nicht durchsetzbar.

 

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06.07.12 Neue Untersuchungen bei Loacker

Das Landratsamt Haßberge teilt mit, dass seit 04.07.2012 im Umfeld des Betriebes der Fa. Loacker in Wonfurt zusätzliche Messungen stattfinden. Hierzu wurden an 4 Messpunkten (MP 2 – 5 – siehe Luftbild) weitere Messgeräte aufgestellt. Die Messungen werden vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) durchgeführt. Sie dienen dazu, Erkenntnisse über den Umgriff von Schadstoffeinträ-gen zu erhalten, die von dem Betrieb der Fa. Loacker ausgehen. Untersucht wird zusätzlich, inwie-weit der Staubniederschlag Dioxine, Furane und ähnlich toxische Stoffe enthält. Die Analysen wer-den vierteljährlich erfolgen.

 

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Übersicht über neue Messpunkte

04.06.12 Bürgerversammlung am 26. Juni 2012

Das Landratsamt Haßberge lädt alle Bürgerinnen und Bürger von Wonfurt zu einer Informationsveranstaltung zum Fall Loacker ein. Termin ist am Dienstag, 26. Juni, um 18 Uhr in der TSV-Sporthalle. Die Bürgerversammlung hat das Ziel, die Bevölkerung umfassend aufzuklären und Antworten auf die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu geben.

 

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10.05.12 Biomonitoring mit Gras- und Grünkohlkulturen in Wonfurt

Das Bayerische Landesamt für Umwelt führt zusammen mit dem Landratsamt Haßberge ein Biomonitoring im Umfeld der Firma Loacker in Wonfurt durch, um weitere Erkenntnisse hinsichtlich der Schadstoffbelastung in der Luft zu erhalten. Dazu werden an sechs Messpunkten Gras- und Grünkohlkulturen ausgebracht.

 

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10.04.12 Stellungnahme des Landratsamtes Haßberge

Zur gerichtlichen Aufhebung des Sofortvollzuges im Bescheid des Landratsamtes Haßberge, mit dem die Verarbeitung von Kabelschrott beim Betrieb Loacker untersagt wurde und zum weiteren beabsichtigten Vorgehen, nimmt das Landratsamt wie folgt Stellung:

 

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27.03.12 Landratsamt legt Betrieb bei Loacker komplett still

Das Landratsamt Haßberge hat der Firma Locker mit heutigem Bescheid auch die Verarbeitung von Kabelschrott mit sofortiger Wirkung untersagt. Damit ist der Betrieb der Fa. Loacker Recycling GmbH insgesamt stillgelegt.

Dies verkündete Landrat Rudolf Handwerker bei einer Pressekonferenz im großen Sitzungssaal des Landratsamtes.

 

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23.03.12 Landratsamt untersagt Verwertung von Elektroschrott

Das Landratsamt Haßberge lässt seit Anfang des Jahres an drei Messstationen rund um die Firma Loacker sämtliche Schwermetalle, Dioxine und Furane in der Luft messen. Die ersten Ergebnisse aus dem Januar liegen nun vor. Sie lassen erste Aussagen zu, welchen Belastungen die angrenzenden Grundstücke durch Emissionen aus dem Betrieb Loacker ausgesetzt sind. 

 

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02.03.12 Loacker darf wieder Elektroschrott verwerten

Das Recyclingunternehmen Loacker in Wonfurt darf wieder Elektroschrott verarbeiten. Während der frostigen Temperaturen war die Verwertung nicht möglich, weil das Material nicht bedüst, bzw. benässt werden konnte. Deswegen hatte das Landratsamt die Verarbeitung von Elektroschrott vorübergehend untersagt.  

Außerdem stellt das Landratsamt die Aussage der Bürgerinitiative Lebenswertes Wonfurt richtig, die Firma hätte in den ersten Monaten des Jahres 2012 keinen Elektroschrott verarbeitet, weswegen sie vermutet, dass es zu keiner außergewöhnlichen Staubbelastung gekommen ist. Das stimmt nicht: Das Recyclingunternehmen hat – solange es die Witterung zugelassen hat -  auch im Januar und Februar Elektroschrott verarbeitet.  

24.02.12 Teilergebnis der Immissionsmessung liegt vor

Das erste Teilergebnis der Immissionsmessungen im Umfeld der Firma Loacker liegt dem Landratsamt Haßberge vor.

 

Laut Gutachten der Firma Müller BBM kann festgestellt werden,  dass die Staubniederschlagswerte im Januar 2012 auf einem insgesamt moderaten Niveau unterhalb der Grenzwerte der TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) liegen. 

Der Vergleich mit den Ergebnissen der vier Messstationen des Lufthygienischen Landesüberwachungssystems Bayern in Unterfranken zeigt, dass die Luft in Wonfurt nicht mit mehr Staub belastet ist als zum Beispiel in Schweinfurt oder Bamberg.

 

Die einzelnen Messergebnisse können Sie hier einsehen.

Die Auswertung der Immissionsmessungen, welche Inhaltsstoffe die Stäube haben, dauert derzeit noch an. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird das Landratsamt die Bevölkerung umgehend informieren.

27.01.12 Stellungnahme des Landratsamtes

Das Landratsamt nimmt Stellung zu den jüngsten Presseveröffentlichungen und Aussagen auf der Bürgerversammlung in Wonfurt.

 

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13.12.11 Immissionsmessung verschiebt sich

Die Firma Loacker Wonfurt hat dem Landratsamt Haßberge mitgeteilt, dass der Recyclingbetrieb vom 19. Dezember bis einschließlich 8. Januar Betriebsurlaub macht. Aus diesem Grund verschiebt sich nun die Durchführung der Immissionsmessungen. Mit den Messungen kann erst am 9. Januar begonnen werden. Nach den Vorgaben des Landesamtes für Umwelt werden im Umfeld der Firma Loacker drei Messstellen installiert.

Das Landratsamt wird die jeweiligen Messwerte aktuell ins Internet stellen.

12.12.11 Stellungnahme des Landratsamtes

Das Landratsamt Haßberge nimmt Stellung zu den Vorwürfen der Bürgerinitiative „Lebenswertes Wonfurt.

 

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01.12.11 Loacker weiter im Fokus des Landratsamtes

Das Landratsamt Haßberge arbeitet mit Hochdruck daran, dass die Bürger von Wonfurt nicht mehr durch Stäube der Firma Loacker belastet werden. „Wir nehmen die Sorgen um die Gesundheit sehr ernst“, betont Landrat Rudolf Handwerker. „Und sind sehr wohl um eine Aufklärung der Bürger bemüht.“

 

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28.11.11 Landratsamt darf kontrollieren

In der Ausgabe vom 28. November wurde berichtet, das Landratsamt Haßberge dürfe die Firma Loacker in Wonfurt nicht unangemeldet kontrollieren, da der Betrieb zertifiziert sei. Das ist so nicht richtig.
Das Landratsamt Haßberge kann den Betrieb selbstverständlich dann überprüfen, wenn es Anhaltspunkte dafür hat, dass von dem Betrieb schädliche Umwelteinwirkungen ausgehen.

 

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10.11.11 Landratsamt nimmt Sorgen der Wonfurter ernst

Das Landratsamt Haßberge nimmt die Sorgen der Wonfurter Bürger sehr
ernst: Seit Monaten arbeitet die Behörde in enger Zusammenarbeit mit dem TÜV-Süd und dem Bayer. Landesamt für Umwelt daran, die Staubemissionen, die durch die Firma Loacker verursacht werden zu minimieren. Der Gutachter hat außerdem die Aufgabe, die gesamte Anlage zu begutachten und die Betriebsgenehmigung neu zu bewerten.

 

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