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Genussmenü Bier und Wein – das schmeckt nach mehr

Erfolgreiche Premiere im Festsaal vom Schloss Oberschwappach: Brauereien und Winzer von „Natürlich von hier“ servieren die zwei Kulturgüter des Landkreises Haßberge in perfekter Harmonie zu kulinarischen Köstlichkeiten.

Ein Prost auf das gelungene Genussmenü Bier und Wein. Unser Bild zeigt (vorne, von links): Max Göller, Gunther Hartleb, Abt-Degen-Weinprinzessin Elisabeth Goger, Landrat Wilhelm Schneider, Bierprinz Sebastian Goger; (hinten, von links) Andreas Hetzel, Weinprinzessin Theresa Pfister, Regina Beetz, Stefanie Bayer, Joachim Beetz, Carolin Raab und Weinprinzessin Anna-Lena Gottschalk.

Man nehme eine gute Auswahl an heimischen Bieren, kombiniere diese mit schmackhaften Weinen und füge eine große Portion an hochwertigen regionalen Lebensmitteln hinzu. Dies alles würze man mit einem stilvollen Ambiente, streue interessante Informationen hinzu und heraus kommt ein Gourmetabend der ganz besonderen Art - das Genussmenü „Bier und Wein", das am Freitag im Schlossrestaurant Zeitlos in Oberschwappach Premiere feierte.

 

Das Rezept ist aufgegangen, die rund 130 Gäste zeigten sich begeistert von dem kulinarischen Highlight; sie genossen nicht nur Wein und Bier, sondern vor allem auch die Köstlichkeiten, die das Team um Küchenchef Joachim Beetz gezaubert hatte. Über diesen Erfolg freute sich vor allem das Organisationsteam von „Natürlich von hier“. „Die Premiere ist gelungen“, stellten auch Bierprinz Sebastian Gocker und Abt-Degen-Weinprinzessin Elisabeth Goger zufrieden fest, die beide durch den Abend führten.

 

Landrat Wilhelm Schneider erläuterte in seiner Begrüßungsansprache die Hintergründe, warum Brauer und Winzer die beiden Kulturgüter Bier und Wein in einem 6-Gänge Menü vereinen: Der Landkreis Haßberge liegt an der Grenze zwischen Wein- und Bierfranken. Das mache die Region so einzigartig, denn nicht nur der Weinbau habe hier lange Tradition, sondern auch das Brauhandwerk. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir zeigen, dass ein Bier eben nicht nur zu deftigen Gerichten wie Bratwürsten und Schweinebraten passt und beispielsweise zum Fisch nicht unbedingt nur ein Wein serviert werden muss.“ Bier und Wein lassen sich wunderbar in einem Menü kombinieren, davon konnten sich die Besucher im direkten Vergleich überzeugen. Der Landrat war überzeugt, dass man den Spruch „Bier auf Wein, das lass sein“ getrost vergessen könne, denn die Brauer und Winzer würden beweisen, dass Wein und Bier an einem Gourmetabend perfekt harmonieren.

 

Sein besonderer Dank galt den sechs heimischen Brauereien Raab aus Hofheim, Hartleb aus Maroldsweisach, Göller aus Zeil, Bayer aus Theinheim, Roppelt aus Trossenfurt und die Schlossbrauerei Zeitlos aus Oberschwappach, die sich unter dem Dach des Vereins „Natürlich von hier“ zusammen geschlossen haben, um die Bekanntheit der heimischen Biere nachhaltig zu steigern. Gelungen sei dies beispielsweise bereits durch die beiden Genussfestivals rund ums heimische Bier in Haßfurt und Ebern. In diesem Jahr findet die Veranstaltung am Samstag, 21. April, in Hofheim statt.

 

„Ich finde es großartig, dass unsere Brauereien gemeinsam an einem Strang ziehen und sich nicht als Konkurrenten sehen“, lobte Landrat Wilhelm Schneider. Mittlerweile finde auch eine Vernetzung mit den Kommunenbrauern statt. „Es freut mich sehr, dass sich hier viel Positives für unsere Heimat zusammenbraut“.

 

Der Landrat nutzte auch die Gelegenheit, um sich bei Bierprinz Sebastian Gocker für seinen engagierten Einsatz zu bedanken. „Du bist ein exzellenter Botschafter für unser Bier.“ Der Bierprinz sei auf den verschiedensten Messen und Veranstaltungen deutschlandweit unterwegs, um kräftig die Werbetrommel für den Landkreis Haßberge und die Brauereien zu rühren. Bei all diesen Auftritten könne man spüren, dass der Bierprinz mit Leidenschaft und vollem Herzen dabei sei. 

 

Abt-Degen-Weinprinzessin Elisabeth Goger schwärmte als Vertreterin der 36 Winzer aus den 16 Weinorten im Abt-Degen-Tal von der faszinierenden Handarbeit, die die Winzer im Weinberg und im Keller verrichten. Auf insgesamt 96 Hektar Rebfläche gedeihen an den Steilhängen im Landkreis Haßberge ausgezeichnete Weine. Charmant und fachkundig stellte die Weinprinzessin die passenden korrespondierenden Weine zum Genussmenü und die Winzerbetriebe Wolfgang Zimmermann (Ziegelanger), Udo Vogt und Andreas Hetzel (beide Oberschwappach) vor.

 

Den Gegenpart dazu übernahm Bierprinz Sebastian Goger, der die einzelnen Brauereien präsentierte und zum Beispiel erklärte, warum gerade das dunkle Bier besser zu den geschmorten Rinderbäckchen passt als ein Pils. 

 

Als Einstimmung auf das spannende Rendezvous zwischen Wein und Bier wurde den Gästen ein Wein-Bier-Hybrid der Brauerei Bayer (Theinheim) kredenzt – ein sehr interessantes Geschmackserlebnis. Der erste Gang – Feldsalat serviert mit Walnuss-Dressing und geräucherter Entenbrust – war ein Gedicht. Perfekt dazu abgestimmt das Weißbier aus der Brauerei Roppelt und die Domina aus dem Weinhaus Zimmermann (Ziegelanger). Es folgte ein Cappuccino von Kartoffeln und Steinpilzen, serviert mit einem Landbier der Brauerei Hartleb und einem Bacchus vom Weinbaubetrieb Hetzel (Oberschwappach). Im nächsten Gang trifft das Gemüseragout mit Rüben-Stroh auf ein Pale Ale der Schlossbrauerei Zeitlos und einem Rotling aus dem Weinbaubetrieb Hetzel. Nicht nur ein Augen-, sondern auch ein Gaumenschmaus war die Zanderpraline im Speckmantel, serviert auf buntem Linsenbeet. Dazu passte perfekt das Rauchbier der Brauerei Göller und der Silvaner vom Oberschwappacher Winzerbetrieb Udo Vogt. Im Hauptgang wurden geschmorte Rinderbäckchen mit Kartoffelmousseline und Prinzessbohnen serviert, dazu ein dunkles Bier der Brauerei Raab und ein Cabernet Dorsa (Weinbau Vogt). Zum Abschluss wurde es dann süß mit einem echten Knüller: ein Orangen-Schokoladen-Törtchen mit Nougateis. Dazu wurde ein Bockbier der Brauerei Theinheim und ein Johanniter vom Weinhaus Zimmermann eingeschenkt.

 

Mit einem Riesen-Applaus bedankten sich die Besucherinnen und Besucher am Ende der Veranstaltung für einen wunderbaren Abend, der hoffentlich wiederholt wird.

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