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Famulatur-Projekt „Main Sommer“ startet erneut

Wie bereits im vergangenen Jahr findet auch 2018 im September wieder das Projekt „Main Sommer“ statt. Zehn Medizinstudierende aus ganz Deutschland absolvieren dabei gemeinsam ihre hausärztliche Famulatur in Hausarztpraxen im gesamten Landkreis Haßberge. Der Start des Projektes wurde am vergangenen Freitagabend in entspannter Runde gefeiert.

Stellvertretender Landrat Oskar Ebert sowie die betreuenden Ärzte und das Projektteam rund um den „Main Sommer 2018“ begrüßt die Famulanten beim gemeinsamen Grillabend. Foto: Matthias Vetter

Die Famulatur ist ein Praktikum und Bestandteil des Medizinstudiums. Dabei sollen die Studierenden im klinischen Teil des Studiums im Rahmen von insgesamt vier Famulaturen praktische Erfahrungen mit der ärztlichen Patientenversorgung sammeln. Die verschiedenen Famulaturen sind jeweils in Einrichtungen der ambulanten und stationären Krankenversorgung zu leisten.

 

Der „Main Sommer“ konzentriert sich dabei auf die hausärztliche Famulatur. Hintergrund des Projektes, welches nun bereits zum zweiten Mal angeboten wird, ist der prognostizierte Hausarztmangel, unter welchem einige Teile Deutschlands bereits heute leiden. Derzeit sind die BewohnerInnen der Haßberge noch gut versorgt. Dies könnte sich aber in den nächsten 15 Jahren ändern. Um diesen Entwicklungen frühestmöglich entgegen zu wirken, wurde Ende 2016 das Projekt „Main Sommer“ nach Vorbild der „Landarztmacher“ aus dem Bayerischen Wald konzipiert und seither durch die Kooperationspartner verfeinert. Dass das Gemeinschaftsprojekt funktioniert, zeigt unter anderem die Evaluation des letzten Jahres. So hatten die Teilnehmer nach ihren vier Wochen in den Haßbergen ein deutlich verbessertes bzw. realistischeres Bild des Berufes. Auch die praktischen Fertigkeiten konnten durch die begleitenden Intensivworkshops am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken entsprechend verbessert werden.

 

Im gesamten September befinden sich wieder zehn Studenten aus ganz Deutschland in den Haßbergen. Sie sind zentral in einer gemeinsamen Unterkunft untergebracht. So kann in den vier Wochen ein Gemeinschaftsgefüge entstehen und jeder Einzelne von den Erfahrungen des Anderen profitieren. Nach dem „Tagesgeschäft“ in den Hausarztpraxen geht es an den Nachmittagen bzw. Abenden mit praktischen Workshops an der Haßfurter Klinik für die Studenten weiter. Aber auch die Freizeit soll beim „Main Sommer“ nicht zu kurz kommen. So geht es beispielsweise mit den betreuenden Ärzten sowie anderen Kooperationspartnern auf gemeinsame Wanderungen oder in den Klettergarten.

 

„Ich freue mich schon wieder richtig auf die vier Wochen mit den jungen Kollegen. Es bedeutet zwar im ersten Moment mehr Arbeit, da der gewohnte Arbeitsablauf etwas umgestellt werden muss, aber gerade hierin liegt auch das Interessante des Projektes. Man muss sich und sein Handeln gezielt hinterfragen, damit man es den Famulanten verständlich erklären kann. Das und vor allem auch die Wissbegierde der Teilnehmer machen große Freude.“, erzählt Dr. Matthias Fritzenkötter bezüglich seiner Motivation sich am Projekt zu beteiligen.

 

Geplant und organisiert wird der „Main Sommer“ durch die am Landratsamt ansässige Gesundheitsregionplus Haßberge in Kooperation mit niedergelassenen Hausärzten, den Haßberg-Kliniken sowie dem BRK-Kreisverband Haßberge. Finanziell und inhaltlich wird das Projekt durch den Bayerischen Hausärzteverband e.V., den Bereitschaftspraxis Haßberge e.V. sowie die Firma BSN medical GmbH unterstützt.

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