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Holzige Gartenabfälle: Sammelaktion gewährleistet

Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, stellt sich die gleiche Frage: wohin mit holzigen Gartenabfällen? Da das Verbrennen innerhalb geschlossener Ortschaft nicht zulässig ist, bietet der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Haßberge mit seiner flächendeckenden Sammelaktion eine Lösung.

„Unsere Sammlungen holziger Gartenabfälle im vergangenen Jahr waren sehr erfolgreich. Dies hat uns bewogen, auf Dauer sowohl im Frühjahr als auch Herbst jeweils zwei Sammeltage festzulegen“, informiert Werkleiter Wilfried Neubauer. Auf diese Termine wird auch im Abfallkalender hingewiesen. In diesem Herbst fand die erste Sammlung bereits am 20. Oktober statt. Die zweite Sammlung am 10. November, von 8.00 bis 13.00 Uhr bietet den Bürgerinnen und Bürgern noch einmal die Möglichkeit, Grünschnitt kostenfrei zu entsorgen.

 

Die Gemeinden Aidhausen, Sand a. Main, Stettfeld, Untermerzbach und Zeil a. Main weisen deutlich darauf hin, dass die angelieferte Ware auch tatsächlich aus dem Gemeindegebiet stammen muss. Ebenfalls kann es zu abweichenden Annahmezeiten kommen. „Mit der Sammlung ermöglichen wir es den Bürgern, das Schnittgut ohne Kostenbelastung und ohne Mengenbegrenzung in zumutbarer Entfernung entsorgen zu können“, so Neubauer.

 

Da die Wertstoffhöfe auf den zu erwartenden Ansturm nicht ausgelegt sind und die bestehenden Annahmeplätze für größere Mengen an Grüngut das Kreisgebiet, insbesondere im südlichen Bereich, nicht ausreichend abdecken, werden eigens für diese Tage Annahmeplätze eingerichtet, und zwar in den Gemeinden Kirchlauter, Oberaurach und Theres. „Die vorgegebenen Annahmezeiten von 8.00 bis 13.00 Uhr müssen dringend eingehalten werden“, darauf weist die Abfallberatung ausdrücklich hin. „Vorher stehen uns die Plätze noch nicht für eine Annahme zur Verfügung, und danach ist dort eine Anlieferung nicht mehr möglich, da das Schnittgut umgehend gehäckselt und abtransportiert wird.“

 

Im Rahmen der Sammelaktion gibt es weitere Vorgaben: Die Herkunft der holzigen Gartenabfälle beschränkt sich auf Gärten von Privathaushalten. Gewerbekunden und landwirtschaftliche Betriebe können nicht bedient werden. Und es darf weder Rasenschnitt noch mit Erde durchsetztes Wurzelwerk angeliefert werden. Auch die Gemeinden, die selbst die Zuständigkeit für die Grüngutentsorgung haben, beteiligen sich an den Aktionstagen, wobei die Gemeinden Sand a. Main und Zeil a. Main eigene Annahmezeiten haben.

 

 

Die Annahmeplätze in einer Übersicht:

 

Gemeinde

Standort

Aidhausen

Gehölzschnittdeponie der Gemeinde (nur aus dem Gemeindegebiet von 10:00 bis 12:00 Uhr)

Burgpreppach

Grüngutannahmestelle zwischen Fitzendorf und Burgpreppach

Ebern

Ruppach, landwirtschaftlicher Betrieb Harald Krell, Lindenhof

Ebelsbach

Ebelsbach, Bahnhofstraße 16

Hofheim i. UFr.

Ostheim, Grüngutannahmestelle ehemalige Erdaushubdeponie

Kirchlauter

Pettstadter Grund 1

Königsberg

Königsberg, Wertstoffhof Hellinger Straße 8

Maroldsweisach

Allertshausen, landwirtschaftlicher Betrieb Gerhard Schmidt

Wonfurt

Kreisabfallzentrum an der Staatsstraße 2275 Hs. Nr. 1

Oberaurach

Unterschleichach, Parkplatz an der Radsporthalle

Pfarrweisach

Junkersdorf, landwirtschaftlicher Betrieb Gerd Müller, Hauptstraße 25

Rauhenebrach

Untersteinbach, neben dem Wertstoffhof

Sand a. Main

Grünschnittsammelstelle neben Wertstoffhof „obere Länge“ (nur aus dem Gemeindegebiet von 13:00 bis 15:00 Uhr)

Stettfeld

Annahmestelle Betonstraße

Theres

Parkplatz der Maintalhalle in Untertheres

Untermerzbach

Kompostplatz Untermerzbach

Zeil a. Main

Grünschnittdeponie „am Lichtlein“ (nur aus dem Gemeindegebiet von 10:00 bis 14:00 Uhr)

 

 

Die Abfallberatung nennt weitere Entsorgungsmöglichkeiten: Als umweltfreundlichste Alternative kann die Kompostierung der Ast- und Zweigabschnitte im eigenen Hausgarten gewertet werden. In diesem Falle erhält der Boden alle Nährstoffe, die der Baum dem Boden entzogen hat, auf natürliche Art und Weise wieder zurück, es handelt sich also um einen geschlossenen Naturkreislauf. Doch stößt diese Variante schnell an ihre Grenzen, denn es wird viel Platz benötigt und man muss mit einer mehrjährigen Verrottungsdauer rechnen.

 

Schneller verläuft der Verrottungsprozess, wenn man die Ware schreddert. Ein weiterer Vorteil dieser Entsorgungsalternative liegt darin, dass sich das Volumen auf einen Bruchteil reduziert, die Lagerung und Handhabung also erheblich vereinfacht wird. Auch in diesem Falle gilt: Die Nährstoffe bleiben vor Ort, der Naturkreislauf bleibt ebenfalls geschlossen.

 

Das Kompost- und Erdenwerk Haßberge im Hainerter Wald und die Fa. Fösel Garten- und Landschaftsbau in Eltmann nehmen ganzjährig holzige Gartenabfälle entgegen, jedoch auf eigene Rechnung, in diesen Anlagen besteht keine kostenlose Abgabemöglichkeit von Kleinmengen, die Abgabe dort ist für jeden Anlieferer kostenpflichtig.

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