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Die Gesundheitsregionplus ist auf einem guten Weg

Viele Aktionen und Projekte wurden in den vergangenen drei Jahren ins Leben gerufen: Vom Famulaturprojekt Main Sommer bis hin zum Rollator-Sicherheitstraining.

Bei ihm laufen die Fäden zusammen: Benjamin Herrmann leitet die Gesundheitsregionplus Landkreis Haßberge.

Ein wesentliches Ziel der Gesundheitsregionplus  ist es, alle Akteure an einen Tisch zu bringen, um die regionalen Strukturen hinsichtlich Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention zu optimieren. Der Landkreis Haßberge trägt seit September 2015 diesen Titel und gehörte damit zu den ersten 24 Gesundheitsregionenplus Bayerns. „In drei Jahren lässt sich viel bewirken“, sagt Benjamin Herrmann, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion. Grund genug also, einmal zurückzublicken, was seit der offiziellen Übergabe des Förderbescheides durch Staatsministerin Melanie Huml passiert ist.

 

Bewährt hat sich, dass die Geschäftsstelle der Gesundheitsregion plus  an das Gesundheitsamt im Landratsamt Haßberge angebunden ist, weil dieses die vorhandenen Strukturen und Akteure der Region sehr gut kennt. Kernstück der Gesundheitsregion plus  ist ein „Gesundheitsforum“, das  als zentrales Management- und Steuerungsinstrument dient. Regionale Akteure des Gesundheitswesens besprechen hier die für die Region relevanten Themen und konkretisieren die Bedarfe. Die so ermittelten „Brennpunkte“ werden anschließend themenspezifisch in Arbeitsgruppen weiter bearbeitet und Projektideen entwickelt.

 

Bindeglied zwischen den verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen ist die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus. Deren Hauptaufgabe liegt in der Organisation und Koordination; sie fungiert sozusagen als „Motor“ der Gesundheitsregionplus. Darüber hinaus begleitet und evaluiert sie angestoßene Projekte. Bisher wurden im Landkreis bereits verschiedene Aktionen zur Gesundheitsförderung und Prävention durchgeführt, wie beispielsweise der Fachtag zum Thema psychische Gesundheit oder das „Rollator-Sicherheitstraining“. Erstmals wurde auch ein Gesundheitsbericht für den Landkreis erstellt, der einen Überblick zu allgemeinen Gesundheitsdaten gibt.

 

In einem Zukunftsforum im Oktober 2016 diskutierten Mediziner, Bürgermeister und Kreisräte im Beisein von Staatsministerin Melanie Huml Lösungsansätze, um den drohenden Ärztemangel auf dem Land abfedern zu können. Das Forum war quasi dann die Geburtsstunde des „Main Sommers“ – ein innovatives Famulatur-Programm, das jungen Medizinstudenteninnen und -studenten die Tätigkeit als Hausärztin oder Hausarzt im Landkreis Haßberge schmackhaft machen möchte. „Unser Ziel ist es, genügend Ärztenachwuchs zu gewinnen, um die medizinische Versorgung in unserer Region auf gewohnt hohem Niveau zu halten“, so Landrat Wilhelm Schneider.

 

Darüber hinaus konnten im Jahr 2017 Fördermittel durch das Programm „Gesunde Kommune“ der AOK gewonnen werden. Mit diesen Geldern konnte eine groß angelegte Bestands- und Bedarfserhebung im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention durchgeführt werden. Die gesammelten Daten, die jeder Kommune zur Verfügung stehen, dienen künftig als Handlungs- und Planungsgrundlage für maßgeschneiderte Projekte und Ansätze.

 

Neben einer Aktionswoche zum Thema „Gesund im Alter“, fand im Jahr 2018 erstmals der „Fachtag Betriebliches Gesundheitsmanagement“ statt. Mit diesem Veranstaltungsformat möchte die Gesundheitsregionplus Unternehmen und Betrieben des Landkreises durch Vorträge, praktische Übungen und Infoständen eine Informations- und Austauschplattform geben.

 

„Auch im Jahr 2019 soll wieder viel passieren“, informiert Benjamin Herrmann, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion. „Die Vorbereitung des „Main Sommer“ läuft bereits auf Hochtouren. Auch der Fachtag zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement soll mit neuen Themen erneut angeboten werden.“ Natürlich sind auch noch weitere Aktionen geplant, über die zu gegebener Zeit berichtet wird.

 

Derzeit gilt es noch abzuwarten, ob und in welcher Form die Gesundheitsregionplus weiter durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert werden kann. Angelegt ist der Förderzeitraum bis Ende 2019. Für Landrat Wilhelm Schneider wäre eine weitere finanzielle Unterstützung auf alle Fälle wünschenswert. „Unsere Gesundheitsregion ist auf einem guten Weg“, ist er überzeugt.

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