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Die Vielfalt des Landkreises Haßberge auf 362 Seiten

Der neue Kunst- und Kulturführer ist ab sofort im örtlichen Buchhandel erhältlich.

Ab sofort ist der neue Kunst- und Kulturführer des Landkreises Haßberge im örtlichen Buchhandel erhältlich. Unser Bild zeigt (von links): Geschäftsleiter Horst Hofmann, Projektbetreuerin Linda Beck, Landrat Wilhelm Schneider, Wolfgang Jäger, Thomas Schindler sowie (stehend) Klaus Kunkel und Folker Bergmann.

Eine hervorragende Gelegenheit, den Landkreis Haßberge näher kennenzulernen, bietet der neue Kunst- und Kulturführer, der rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest erschienen ist. Das Buch lädt dazu ein, den Landkreis Haßberge mit seinen vielen kulturellen Schätzen, seiner reichen Geschichte und seiner sehr lebendigen Gegenwart zu erkunden. Zum Preis von 24,80 Euro ist das Werk ab sofort in den beiden Haßfurter Buchhandlungen Glückstein und Osiander sowie ab Dienstag in der Leseinsel Ebern erhältlich. Herausgeber ist der Landkreis Haßberge.

 

Wie Landrat Wilhelm Schneider bei der Präsentation des druckfrischen Landkreisbuches ausführte, gehen die Überlegungen, einen Führer durch den Landkreis Haßberge zu erstellen bis in die 1980er-Jahre zurück. Damals sei es üblich gewesen, dass Landkreise einfache, durch Werbung finanzierte Broschüren zur Außendarstellung auflegten. Die damals Verantwortlichen wollten aber lieber ein hochwertiges Werk, das auch dem Landkreis und seiner reichen Kulturlandschaft gerecht wird.

 

Nachdem man sich an die Arbeit gemacht hatte, habe sich schnell gezeigt, wie umfangreich das Projekt war. Trotz vorhandener Ortschroniken, Heimatsammlungen usw. gab es keinen Überblick über den gesamten Landkreis – es waren viele Teile ohne ein Ganzes. Mitte der 90-Jahre habe der Kulturausschuss einen nochmaligen Impuls dazu gegeben, ein Landkreisbuch zu erarbeiten. Bis man sich auf den Inhalt der einzelnen Kapitel geeinigt hatte und bis letztendlich feststand, welche externe Autoren man mit dem Verfassen der Texte beauftragt, wer das Lektorat übernimmt und wer für die Fotos verantwortlich ist, seien viele Gesprächsrunden und Abstimmungen notwendig. Strenge Auflage war, dass sich die Kosten auch ohne Werbung im Rahmen halten sollten. Dies sei auch der Grund dafür gewesen, warum ein großer Teil der Projektorganisation durch die Verwaltung des Landratsamtes geleistet wurde. Im Jahr 2003 war das erste Landkreisbuch für Kunst und Kultur fertiggestellt und ausgeliefert; das Buch wurde ein außerordentlicher Erfolg: von den damals 3500 gedruckten Werken sind aktuell nur rund 80 übrig.

 

Im Laufe der Jahre habe sich, wie Landrat Wilhelm Schneider, schilderte, gezeigt, dass sich Ortsgeschichten verändert hatten, neue Gebäude erstellt wurden und fachliche Bezüge neu zu beurteilen waren. Auch manche Fotografien wirkten unpassend und überaltert. Dies veranlasste den Aus-schuss für Kultur, Sport und Tourismus im Jahr 2014 eine neue Fassung des Landkreisbuches in Auftrag zu geben. Nach mehreren Diskussionsrunden, ob eine völlig andere Form gewählt werden sollte,  entschloss man sich, das anerkannte Landkreisbuch grundlegend zu überarbeiten und dann als Zweitauflage herauszugeben. Als einen „Glücksfall“ bezeichnete es Landrat Wilhelm Schneider, dass der Historische Verein Landkreis Haßberge als Partner mit ins Boot geholt werden konnte. Der Verein habe die Neubearbeitung mit vielen Anregungen sehr nachhaltig betrieben. „In der Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und den Gemeinden konnte der Herstellungszeitraum deutlich verkürzt werden“, freute sich der Landrat. Bei den Texten hätten nur regionale Experten mitgewirkt und beim Bildmaterial wurde ausnahmslos auf örtliche Fotografen, sowohl professionelle wie ambitionierte Hobbyfotografen, zurückgegriffen.

 

Letztendlich haben sich eine Fülle von textlichen Änderungen und Ergänzungen ergeben, auch ein Großteil der Bilder wurde getauscht. Der Umfang des Buches ist von ursprünglich 296 Seiten auf 362 Seiten gewachsen. Gedruckt wurden 1500 Exemplare. Bedingt durch die ehrenamtliche Mitarbeit des Historischen Vereins Landkreis Haßberge und die Mitwirkung der Heimat- und Archivpfleger, der Ortschronisten, vieler Privater, der Gemeinden und der Landkreisverwaltung halten sich die Kosten mit rund 20.000 Euro im Rahmen.

 

„Herausgekommen ist ein Werk, das Einheimischen und Gästen gleichermaßen beim Entdecken der Heimat sehr dienlich ist. Ein detailreicher Kunst- und  Kulturführer, der zu jedem Kunstschatz führt und schön zu lesen ist“, fasste Landrat Wilhelm Schneider zusammen. Gleichzeitig sei das Buch aber auch ein zeitgeschichtliches Werk von großem Wert, denn mit dem Buch habe es der Landkreis überhaupt erst geschafft, seine Kunst- und Kulturlandschaft zu erfassen. „Das Werk wird auf lange Sicht eine Fundgrube für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Fachleute bleiben“, ist der Landrat überzeugt.

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