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Landkreis baut Zukunft

Der symbolische Spatenstich für den Neubau des Friedrich-Rückert-Gymnasiums war ein Festtag. Landkreis investiert rund 28 Millionen Euro in die Bildung.

Mit dem symbolischen Spatenstich fiel der Startschuss für den Neubau des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern. In fünf Jahren soll das 28-Millionen-Projekt fertig sein.

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am Montag der Startschuss für den Neubau des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Ebern gegeben. Der Landkreis Haßberge investiert rund 28 Millionen Euro, um ein modernes Schulgebäude für die Zukunft entstehen zu lassen. „Wir wollen unseren Jugendlichen und Lehrkräften optimale Rahmenbedingungen für den Lernerfolg zur Verfügung stellen und ihnen eine hochwertige wohnortnahe, moderne und attraktive Bildungseinrichtung bieten“, betonte Landrat Wilhelm Schneider.

 

Das Friedrich-Rückert-Gymnasium, das Anfang der 70er-Jahre in einer innovativen Splitt-Level-Bauweise erbaut, ist in die Jahre gekommen. Die 50-jährige intensive Nutzung des Gebäudes habe, so der Landrat, deutliche Spuren hinterlassen: unter anderem regnet es durchs Dach, es wurden Mängel in der Statik festgestellt, außerdem entsprechen Fluchtwege und Brandschutz nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Mit einer Generalsanierung hätten nicht alle Probleme entscheidend beseitigt werden können; nur ein Ersatzneubau stellt eine nachhaltige Lösung dar.“ Deswegen habe sich der Kreistag am 27. März für einen Neubau des Schulgebäudes ausgesprochen. 

 

Die Regierung von Unterfranken hat dem Landkreis Haßberge den vorzeitigen Maßnahmenbeginn am 5. Februar 2019 genehmigt und staatliche Fördermittel in Höhe von insgesamt 18,385 Millionen Euro – das entspricht einem Fördersatz in Höhe von 77 Prozent – in Aussicht gestellt. Somit beläuft sich der Eigenanteil des Landkreises auf 9,625 Millionen Euro. Bei den zuweisungsfähigen Kosten habe man eine Punktlandung erreicht: bezogen auf den Raumbedarf wurden 5556 Quadratmeter von 5615 Quadratmetern anerkannt. 


Im ersten von zwei Bauabschnitten wird das eigentliche Schulgebäude mit den Klassenräumen, der Verwaltung, einem Mehrzweckraum mit überdachter Pausenhalle, Fachräume für Informatik sowie verschiedener Lernbereiche eingerichtet. Sobald dieses Gebäude 2021 fertig ist, kann der Umzug vom alten in das neue Haus erfolgen. Danach wird das Bestandsgebäude abgerissen und im zweiten Bauabschnitt der Fachklassentrakt für Naturwissenschaften und Kunst realisiert. Anschließend werden der Abbruch der alten Fachklassen und die Neugestaltung der Außenanlagen das Ende der Maßnahme im Jahr 2024 bilden. Als erfreulich für den Schulbetrieb bezeichnete der Landrat die Tatsache, dass während der ganzen Bauphase auf die Auslagerung von Schülern verzichtet werden kann. Es müssen keine Klassencontainer aufgestellt werden. 

 

Schulleiter Martin Pöhner sprach von einem „großen Tag der Freude“ für das Eberner Gymnasium, weil es in diesem Jahr nicht nur seinen 50. Geburtstag feiern kann, sondern obendrein jetzt noch als ganz besonderes Geschenk einen Neubau erhält. „Das ist eine sehr gute Investition“, freute sich der Oberstudiendirektor im Namen der ganzen Schulfamilie. Das neue Gebäude basiere auf vier Schwerpunkten: Zum einen werde man das pädagogische Konzept weiterentwickeln und auch architektonisch ausdrücken. Es wird verschiedene „Marktplätze“ geben, um die herum die Klassenzimmer gruppiert sind; des Weiteren gibt es Möglichkeiten zur Freiarbeit, zum Recherchieren oder für Gruppenarbeiten. Weitere Schwerpunkte sind die überdachte Pausenhalle, die für eine Vielzahl an Veranstaltungen genutzt werden kann, und die Außenanlagen, die mit Basketballkörben und Fußballspielfeldern wunderbar zur „bewegten Pause“ einladen. Als vierten Punkt zeichnete der Schulleiter seine Vision von einer modernen IT-Schule und wünschte sich W-LAN für jedes Klassenzimmer und jeder Schüler sollte mit einem digitalen Endgerät ausgestattet sein: „Wir sind Medienreferenzschule und wollen auch in Zukunft eine Vorreiterrolle spielen.“

 

Auch Bürgermeister Jürgen Hennemann freute sich über die Investition, die die Stadt Ebern als Schulstandort stärkt. 

 

Landrat Wilhelm Schneider bedankte sich zum Abschluss bei allen, die geholfen haben das wichtige Bauprojekt glücklich auf den Weg zu bringen: den Planern und Architekten, den Kreisrätinnen und Kreisräten für eine zukunftsweisende Entscheidung zum Wohle der Kinder und Jugendlichen, der Regierung von Unterfranken für die fachliche Unterstützung bei der Planung und die wohlwollende Begleitung bei zum Teil schwierigen Verhandlungen, dem Freistaat Bayern für die Bereitstellung der Mittel, der Schulleitung mit ihrem Team sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreishochbaus. 

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