German
English
French
Polish
Swedish

Jobentdecker meets Unternehmen

Der Landkreis Haßberge geht neue Wege bei der Berufsorientierung. Fünf junge Frauen erhalten Einblicke in die Wirtschaft.

Mit den Jobentdeckerinnen (von links) Jasmin Schneider, Madleine Schor, Ann-Kathrin Heusinger und Anna Reinhart freut sich Landrat Wilhelm Schneider. Foto: Christiane Reuther

„Jobentdecker 2019“ ist ein neues Pilotprojekt, das heuer zum ersten Mal im Landkreis Haßberge getestet wird. Gefördert durch das Regionalmanagement und unter dem Label der „Bildungsregion Landkreis Haßberge“ will der Landkreis mit diesem Pilotprojekt neue Wege sowohl bei der Berufsorientierung als auch beim Bewerben des Landkreises als attraktive Lebens- und Arbeitsregion testen. Der Startschuss für das Projekt fiel bei einem Empfang im Innenhof des Landratsamtes Haßberge: Im Mittelpunkt standen die vier „Jobentdeckerinnen“ Ann-Kathrin Heusinger aus Riedbach, Anna Reinhart aus Haßfurt, Jasmin Schneider aus Hofheim und Madleine Schor aus Ebelsbach. Als fünfte Bewerberin hatte sich Jule Scheuring aus Wonfurt per Videoeinspielung dazu geschaltet. Sie befindet sich momentan auf Studienfahrt in Griechenland.

 

Ein buntes Portfolio an Unternehmen mit 15 Betrieben und Firmen aus dem Landkreis aus den unterschiedlichsten Berufssparten haben sich bereit erklärt, den Jobentdeckern Einlass zu gewähren. Vom Handwerk über Pflege bis zu IT und Naturwissenschaften ist ein breites Portfolio vertreten, das interessante Einblicke und spannende Berufsfelderkundungen für die Jobentdecker verspricht. Die Bildungskoordinatorin Anja Güll und ihre Kollegin vom Regionalmanagement, Sonja Gerstenkorn, führten durch den Abend, an dem die Jobentdeckerinnen die Betriebe und Unternehmen zum ersten Mal kennenlernten und natürlich auch umgekehrt. Eigentlich sollten drei Jobentdeckerinnen aus dem Bewerberkreis gekürt werden, um in den Sommerferien loszulegen. Da alle Bewerbungen überzeugten und neugierig machten, hatten sich die Verantwortlichen entschlossen, alle fünf Jobentdeckerinnen auf die Reise zu schicken.

 

Mit der Frage „Lust auf neue Perspektiven?“ hatte der Landkreis junge Leute zu einer Entdeckungstour durch ihre Heimat eingeladen. Als Jobentdecker sollen sie die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten im Landkreis erkunden, Erfahrungen für ihre eigene Berufswahl sammeln und ihre Erfahrungen mit der „Community“ teilen und damit an andere Jugendliche weitergeben erklärte der Landrat. Die digitalen Medien seien aus dem Leben vieler Menschen kaum mehr wegzudenken. Vor allem die jüngeren Generationen, die Schüler und Studenten würde diese mehr als zuvor nutzen. Mit dem Pilotprojekt soll getestet werden, welche Reichweite die Jobentdecker generieren und ob es gelingt, dass sich auch andere Jugendliche, die selbst vor der Berufswahl stehen, angesprochen fühlen.

 

„Andere Leute neugierig machen“, das ist die Intension der Jobentdeckerinnen, die sich in einer Fragerunde und per Video näher vorstellten. Aber auch die Firmen wurden von Anja Güll und Sonja Gerstenkorn näher beleuchtet. Beim anschließenden Speeddating „Jobentdecker meets Unternehmen“ mit Vertretern von zehn Betrieben bestand die Gelegenheit sich auszutauschen. In acht Runden mit jeweils fünf Minuten konnten sich beide Seiten näher beschnuppern und eventuell schon eine Vorauswahl treffen. Abschließend ließen die Jobentdeckerinnen anhand eines Rückmeldebogens mit den persönlichen „TOP 3“ das Speeddating Revue passieren. In den nächsten Tagen findet dann das „finale Match“ statt.  Die Jobentdecker werden dann unter #hashtag fleißig online bloggen und Instagram Stories posten, sodass möglichst viele ihre „Entdeckungen“ und „Erfahrungen“ miterleben können. Gegen Ende der Sommerferien wird Bilanz gezogen, um zu sehen, wie das Projekt gelaufen ist.

 

Autorin: Christiane Reuther

Seite drucken