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Ein Fest der deutsch-israelischen Freundschaft

Junge Musiker aus Kiryat Motzkin zu Gast im Landkreis Haßberge. Die Begegnung war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis.

Die deutsch-israelische Jugendgruppe beim Besuch von Bayreuth.

Mitglieder des Musik Konservatoriums Kiryat Motzkin verbrachten zusammen mit Gastfamilien aus den Haßbergen erlebnisreiche Tage. Vom 19. bis zum 26. Juli hatten der Kreisjugendring und der Landkreis Haßberge junge Musiker aus Kiryat Motzkin zu Gast. Die Gruppe bestand aus 10 Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren, die begleitet wurden von den Betreuern Aleana Eshed, Moti und Ruti Dagan. Die gemeinsame und intensiv verlebte Zeit von israelischen und deutschen Jugendlichen wurde auch bei diesem Besuch wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten.

 

Die Begegnung der Mädchen und Jungs aus dem Landkreis Haßberge mit den jungen Besuchern aus einem doch weit entfernten und fremden Land und die gemeinsamen Unternehmungen wurden an den acht Tagen zu einem wunderbaren Erlebnis der Freundschaft. Die Verbindung der Jugendlichen, die sich bereits von der Jugendbegegnung 2018 in Kiryat Motzkin kannten, war schnell wieder da und wird sicher auch über die jetzt gemeinsam erlebten Tage hinaus Bestand haben werden.

 

Zu Beginn der Begegnung wurde die Gruppe von der KJR-Vorstandsverantwortlichen für Internationale Jugendarbeit, Susanne Makowski, im Dragon in Haßfurt empfangen. Nach der Begrüßung kam es zur Aufteilung auf die Gastfamilien und die Jugendlichen hatten Zeit, ihre Familien kennenzulernen und erste Unternehmungen anzugehen. Am Abend stand dann gleich das nächste Treffen im Bowling Center in Haßfurt auf dem Programm. Am Samstag fand der Freundschaftsabend statt. Landrat Wilhelm Schneider ging in seiner Ansprache auf die lange Freundschaft und Partnerschaft des Landkreises Haßberge mit Kiryat Motzkin ein.

 

Den Samstag und Sonntag verbrachten die Gäste mit den Gastfamilien. Am Sonntag wurde das Eberner Altstadtfest besucht - fränkische Lebensfreude in Reinkultur. Die Israelis genossen die Musik und die Atmosphäre gemeinsam mit ihren deutschen Familien und der Leitung der Jugendbegegnung.

 

Das attraktive und umfangreiche Programm während des Besuchs beinhaltete unter anderem eine Fahrt durch den Landkreis Haßberge. In der ehemaligen Synagoge in Memmelsdorf und im Museum für jüdisches Leben in Kleinsteinach begab sich die Gruppe auf geschichtliche Spurensuche durch die Geschichte des Landjudentums. In Kleinsteinach wurde zusammen mit einer Klasse der Realschule Hofheim das Museum und auch der Ort nach den Spuren der Vergangenheit durchleuchtet.

 

Am Dienstag besuchte die Gruppe die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg. Dabei wurden gemeinsam die schrecklichen Ereignisse des Holocaust in Erinnerung gerufen. Die Jugendlichen aus beiden Nationen setzten sich an diesem Ort intensiv mit den Geschehnissen auseinander. Die Erinnerung an die Verbrechen der Nazidiktatur, verbunden mit der Ermahnung an die Völker der Welt, dass Gleiches nie mehr passieren darf, beeindruckte die Jugendlichen aus beiden Partnerkommunen sichtlich. Eine gemeinsame Gedenkfeier in der jüdischen Gedenkstätte in Flossenbürg mahnte alle Beteiligten zum „Erinnern und nicht zu vergessen". Es wurde ein Kranz und selbstgestaltete Gedenksteine niedergelegt, Kerzen gespendet und gemeinsam Texte zum Erinnern vorgelesen. Nach der Zeremonie fand eine abschließende Gesprächsrunde statt.

 

Ein besonderes Highlight wurde am vergangenen Mittwoch geboten. Am Vormittag wurde gemeinsam das Freizeitland Geiselwind besucht. Am Nachmittag stand das Musikhaus Thomann auf dem Programm. Dort probierten die jungen Musiker die verschiedensten Instrumente und Geräte aus und stellten ihr großes Können unter Beweis. Sie hatten sehr viel Spaß und bezeichneten dies als Höhepunkt des Ausflugs.

 

In der Stadt Würzburg besuchten die Teilnehmer der Jugendbegegnung das Shalom Europa, gingen gemeinsam den Weg der Erinnerung und verbrachten den Nachmittag in der Stadt Würzburg. Durch die intensive und enge Verbindung der Jugendlichen wurden auch viele Abende gemeinsam verbracht. Beim Baden im Goßmansdorfer See oder beim gemeinsamen Grillen.

 

Die einheimischen Gastfamilien waren kontaktfreudig, sehr aufgeschlossen und sie empfingen ihre jungen Gäste aus Israel mit offenen Armen. Der Kreisjugendring Haßberge und der Landkreis Haßberge danken an dieser Stelle noch einmal ganz ausdrücklich den deutschen Gastfamilien für die Aufnahme der israelischen Jugendlichen. Eine derart erfolgreiche internationale Jugendbegegnung wäre ohne den Einsatz und das außerordentliche Engagement dieser Familien nicht möglich gewesen.

 

Die Internationale Jugendbegegnung wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplan des Bundes durch das Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch ConAct, bereitgestellt durch den Bayerischen Jugendring, gefördert. Eine Finanzierung der Maßnahme ohne diese Unterstützung wäre nur schwer möglich. Im nächsten Jahr wird der Kreisjugendring Haßberge wieder eine Jugendbegegnungsfahrt nach Israel offen ausschreiben. Interessierte sollten im Herbst dieses Jahres Ausschau nach den Flugzetteln zur Fahrt halten.

 

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