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Verhindert mangelnde Mobilität die Wunschausbildung?

Pilotprojekt: Betroffene Unternehmen und Schulabgänger sollen sich beim Regionalmanagement melden.

Mit einem Pilotprojekt möchte das Regionalmanagement nachhaltige betriebliche Mobilität im Landkreis Haßberge auf den Weg bringen. „Dass Bedarf an flexiblen und auch umwelt- und klimafreundlichen Mobilitätsformen vorhanden ist, hat bereits das im Februar fertiggestellte Mobilitätskonzept gezeigt“, so Landrat Wilhelm Schneider. Bei der Erstellung des Konzeptes ist deutlich geworden, dass manche Unternehmen Schwierigkeiten haben, Ausbildungsplätze zu besetzen, weil Auszubildende nicht mobil sind und nicht eigenständig zum Ausbildungsplatz gelangen können. Betroffen davon sind beispielsweise Gastronomiebetriebe mit Arbeitszeiten, die zum Teil sehr früh beginnen oder abends später enden. Umgekehrt gibt es auch Schulabgänger, die auf ihren Traumjob verzichten und sich nicht darum bewerben, weil der Unternehmensstandort nur beschwerlich erreicht werden kann und kein öffentliches Verkehrsmittel zur erforderlichen Zeit zur Verfügung steht. 

 

Um dieses Pilotprojekt zielgerecht und erfolgreich gestalten zu können, ist das Regionalmanagement zwingend auf die Rückmeldung betroffener Auszubildender und Unternehmen angewiesen. Nur wenn der Wunsch von Unternehmen und Auszubildenden nach neuen flexiblen Mobilitätslösungen besteht, die auch an die konkreten Bedürfnisse angepasst sind, kann der Landkreis weitere Schritte einleiten. „Wir hoffen darauf, dass sich möglichst viele Betroffene melden, damit wir das Projekt auf solide Beine stellen können. Ohne konkrete Fälle und Mithilfe der Bevölkerung und der Unternehmen können wir das Leitprojekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ nicht weiter entwickeln und umsetzen“, erklären die drei Regionalmanagerinnen Susanne Wolfrum-Horn, Bettina Fritzler und Sonja Gerstenkorn.

 

Wer die nachfolgenden Fragen mit Ja beantworten kann, oder sich persönlich in einer vergleichbaren Situation befindet, wird gebeten, sich mit dem Regionalmanagement des Landkreises Haßberge in Verbindung zu setzen: 

 

Gibt es im Landkreis Haßberge Schulabgänger, die sich nur bei Unternehmen bewerben, die sie auch ohne eigenes Fahrzeug gut erreichen können? Verzichten sie deswegen auf ihren Wunschausbildungsplatz? Gibt es Unternehmen, die nur Bewerbungen von jungen Menschen bekommen, die den späteren Ausbildungsbetrieb problemlos erreichen? Gäbe es für den Ausbildungsberuf geeignete, potentielle Bewerber, die sich auf Grund fehlender Mobilität aber nicht bewerben? Sind gerade kleinere Unternehmen in peripheren Gebieten des Landkreises davon betroffen, die keine Mitfahrgelegenheiten bieten können und auch keine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln haben? 

 

Zu erreichen ist das Regionalmanagement unter Telefon 09521/27344, Fax 09521/27665 oder per E-Mail: kreisentwicklung@hassberge.de.

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