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Corona-Fall im Landkreis Haßberge bestätigt

Die Wallburg-Realschule Eltmann bleibt für die nächsten 14 Tage geschlossen

Im Landkreis Haßberge gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. Darüber informierte Landrat Wilhelm Schneider am Dienstagvormittag in einem Pressegespräch. „Wir sind in unserem Landkreis gerüstet, seit Wochen laufen Vorbereitungen, wie wir im Falle eines positiven Befundes vorgehen“, berichtete der Landrat. Unter anderem ist die Koordinierungsgruppe aktiv, die sich zweimal wöchentlich trifft, um weiteres Vorgehen und Maßnahmen zu besprechen.

 

Nachdem am Dienstag auf Grund vertauschter Proben Unsicherheit bestand, ordnete Landrat Wilhelm Schneider eine Nachuntersuchung an. „Wir müssen schnellstmöglich Klarheit schaffen“. Als Schutzmaßnahme wurde vorsorglich empfohlen, dass am heutigen Mittwoch folgende Schulen nicht für den Betrieb geöffnet sind:

In Hofheim: die Mittelschule, die Realschule und die Grundschule.

In Eltmann: die Realschule, die Mittelschule und die Grundschule.

 

Am Mittwochvormittag kam das Laborergebnis an das Gesundheitsamt Haßberge zurück:

Betroffen ist eine Schülerin der Wallburg-Realschule Eltmann. Die 16-Jährige war zusammen mit ihrer Familie im Urlaub in Südtirol. Über einen Telefonanruf des Hotels hatte die Familie von einem positiven Erkrankungsfall eines deutschen Touristen erfahren. Daraufhin meldete sich die Familie beim Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst; bei allen Familienmitgliedern wurde ein  Rachenabstrich genommen. Bisher liegt nur bei der Schülerin ein positiver Befund vor. Dem Mädchen geht es gut, sie ist nicht schwer erkrankt, sie zeigt keine Symptome. Die Schülerin und ihre Familie befinden sich in häuslicher Quarantäne.

 

In Absprache mit dem Gesundheitsamt bleibt die Wallburg-Realschule für die nächsten 14 Tage – mindestens bis zum 20. März – geschlossen. In der Grund- und Mittelschule Eltmann läuft der Unterricht ab Donnerstag wie gewohnt weiter. Dies gilt auch für die Grund- Mittel- und Realschule in Hofheim.

 

Das Gesundheitsamt Haßberge ist aktuell dabei, schnellstmöglich weitere Kontaktpersonen zu ermitteln. Wer mit der Schülerin engen und längeren Kontakt hatte, wird angerufen und entsprechend informiert, um eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit zu vermeiden. Treten bei den Betroffenen Symptome auf, wird ein Abstrich genommen. Dafür wird eine zentrale Anlaufstelle in Eltmann eingerichtet. Landrat Wilhelm Schneider weist ausdrücklich darauf hin, dass dort nach Terminplan ausschließlich die als Kontaktpersonen ermittelten Personen getestet werden, die einen direkten Bezug zu dem aktuellen Fall haben.

 

Speziell zur Lage im Landkreis Haßberge wurde ein Bürgertelefon eingerichtet, dass unter der Rufnummer 09521/27-600 erreichbar ist – an Wochentagen von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 9.00 bis 14.00 Uhr.

 

Um den Kreis der Kontaktpersonen der erkrankten Schülerin einzugrenzen, wird darum gebeten, dass sich alle Gäste, die am Freitag, 6. März, bei einer Geburtstagsfeier im Anglerheim in Sand waren, sich an das Bürgertelefon wenden sollen, um sich registrieren zu lassen, Telefon 09521/27-600. Unter der gleichen Rufnummer sollen sich bitte auch alle Personen melden, die vom 2. bis 6. März, mit dem Bus mitgefahren sind, der morgens um 7.30 Uhr am Kriegerdenkmal in Sand und am Nachmittag um 13.12 Uhr an der Haltestelle, Limbacher Straße in Eltmann, abfährt.

 

Weiterhin gilt: Bei Symptomen einer Erkrankung wird empfohlen den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 anzurufen, der rund um die Uhr erreichbar ist. Wer allgemeine Fragen zu dem Thema Coronavirus hat, kann sich an die Corona-Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wenden: 09131/68085101. Zudem wird auf die Internetseite des Landratsamtes Haßberge (www.hassberge) verwiesen, dort werden aktuelle Hinweise veröffentlicht.

 

Das Landratsamt Haßberge ist in dieser Woche zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet. Am Montag, 16. März, und Dienstag, 17. März, ist das Landratsamt Haßberge mit Ausnahme der Zulassungsstelle in Haßfurt wegen der gleichzeitigen Belastung durch die Maßnahmen zur Corona-Abwehr als auch die Wahlnachprüfung geschlossen. Der normale Dienstbetrieb läuft dann wieder ab Mittwoch, 18. März.

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