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Aktuelle Informationen über Corona, 15.03.2020

Im Landkreis Haßberge gibt es aktuell (Sonntag, 15.03.20, 13.30 Uhr) keinen weiteren neuen Coronafall.

Das Bürgertelefon des Landkreises Haßberge zum Corona-Virus ist gefragt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgertelefos am Landratsamt Haßberge stehen un-ter der Rufnummer 09521 27-600 für Fragen zur Verfügung: von Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 9.00 bis 14.00 Uhr.

Die Gesamtzahl liegt damit kreisweit bei derzeit sechs Fällen. Bei allen positiv getesteten Patientinnen und Patienten hat das Gesundheitsamt Haßberge mittlerweile alle Kontaktpersonen ermittelt und telefonisch informiert. Für über 350 Bürgerinnen und Bürger wurde die häusliche Isolation angeordnet. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass diese Personen auch mit dem Corona-Virus infiziert sind. Die Quarantäne ist eine Präventionsmaßnahme, um die Ausbreitung der Infektion möglichst zu verlangsamen.

 

Bei Fragen rund um die häusliche Quarantäne wird auf das Merkblatt des Robert-Koch-Instituts verwiesen, das auch auf der Homepage des Landkreises Haßberge (www.hassberge.de) zum herunterladen bereitsteht. Die Quarantäne ist wichtig. Sie dient dem eigenen Schutz und dem Schutz von uns allen vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus und soll die Verbreitung der Erkrankung verhindern. „Es ist wichtig, dass die Quarantäne auch eingehalten wird“, betont Landrat Wilhelm Schneider. Dies gilt auch für Betroffene, die keine Beschwerden haben sollten. Zu beachten ist: Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Die häusliche Quarantäne wird überwacht, das heißt konkret:  die über 350 Personen, die sich in häuslicher Isolation befinden, werden täglich vom Gesundheitsamt angerufen. Neben der Abfrage des gesundheitlichen Zustands dient der Anruf auch der Kontrolle, ob die angeordnete Quarantäne eingehalten wird. Bestehen Zweifel, dass sich die betroffene Person nicht an die Quarantänevorgaben hält, kann die Einhaltung der Vorgaben von der Polizei überprüft werden.

Erst das Gesundheitsamt hebt die Quarantäne auf – auch bei einem negativen Testergebnis.

 

Die Labors arbeiten mit Hochdruck, dennoch kann es bis zu 14 Tage dauern, bis den Betroffenen das Testergebnis mitgeteilt werden kann. Vorrangig werden die Personen telefonisch informiert, deren Test ein positives Ergebnis ergab.

Landrat Wilhelm Schneider bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis, die sich vorbildlich verhalten, die Lage ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen und vor allem ein enormes Engagement in der Nachbarschaft an den Tag legen.

 

Bürgertelefon

Das Bürgertelefon ist weiterhin stark frequentiert. Es kann zu Wartezeiten kommen. Wer in der Warteschleife ist, wird gebeten, auf jeden Fall in der Leitung zu bleiben. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich hier bitte nur Bürgerinnen und Bürger mit Fragen speziell zur Situation im Landkreis Haßberge wenden sollen.

Das Bürgertelefon ist  unter der Telefonnummer 09521/27-600 erreichbar - an Wochentagen von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 9.00 bis 14.00 Uhr.

Wer sich krank fühlt und grippeähnliche Symptome hat und nicht direkten Kontakt mit einer Person hatte, bei der der Corona-Virus nachgewiesen wurde, soll sich telefonisch bei seinem Hausarzt melden. Dieser entscheidet dann über eine Krankschreibung.

Die Krankenhäuser und Arztpraxen arbeiten unter höheren Hygieneanforderungen.  Wichtig ist, dass Personen nicht unangemeldet in die Hausarztpraxen oder ins Krankenhaus gehen dürfen. Dies gilt insbesondere bei Krankenhäusern für Besucher.

 

Patienten mit begründetem Verdacht sollen dringend den Fahrdienst/Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung kontaktieren. Die Nummer ist 116117.

 

Bürger die aufgrund Corona verdächtiger Symptome den Arzt oder das Krankenhaus kontaktieren wollen, müssen unbedingt vorher den Arzt oder das Krankenhaus anrufen und darauf hinweisen, dass sie Corona verdächtige Symptome bei sich festgestellt haben.

 

Dienstbetrieb im Landratsamt

Am Montag und am Dienstag nächster Woche (16. und 17. März 2020) ist das Landratsamt mit Ausnahme der Zulassungsstelle wegen der gleichzeitigen Belastung durch die Maßnahmen zur Corona-Abwehr als auch die Wahlnachzählung geschlossen.

Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage im Zusammenhang mit dem Corona-Virus findet im Landratsamt Haßberge ab Mittwoch, den 18. März 2020 nur ein eingeschränkter Dienstbetrieb statt, da über alle Fachbereiche kurzfristig Mitarbeiter im Bereich Gesundheitswesen und der Bürgerhotline eingesetzt werden müssen. Es wird daher empfohlen, sich telefonisch bei dem zuständigen Sachbearbeiter zu melden, das Thema zu besprechen und dann zu entscheiden, ob ein persönliches Erscheinen im Landratsamt Haßberge notwendig ist. Ohne Voranmeldung kann es daher zu längeren Wartzeiten kommen bzw. ist nicht gewährleistet, dass für Ihr Anliegen ein Mitarbeiter zur Verfügung steht.

Das Landratsamt bittet hier um das Verständnis der Bürger. Landrat Wilhelm Schneider versichert, dass von Amts Seiten alles unternommen wird, neben der Krisenbewältigung die Daseinsvorsorge für die Bürger aufrecht zu erhalten.

Das Landratsamt appelliert an die Bevölkerung:

  • Eigenverantwortung der Bevölkerung
  • Zusammenhalten, einander helfen und Ruhe bewahren.
  • Das Landratsamt empfiehlt, soziale Kontakte auf ein notwendiges Maß zu beschränken.
  • Risikogruppen (ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere) sind besonders zu schützen.

Die Liste der häufig gestellten Fragen ist – wie auch weitere Informationen zum Coronavirus – auf www.hassberge.de einzusehen.

 

 

Notbetreuung in Schulen und Kindergärten

 

An den Schulen und Kindergärten im Landkreis Haßberge wird eine Notbetreuung eingerichtet. Bei Bedarf muss vorab unbedingt mit der Schule (telefonisch oder per E-Mail) Verbindung aufgenommen werden.

Wer wird betreut:

  • Kindergartenkinder und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6
    • die keine Krankheitssymptome aufweisen
    • Die nicht in Kontakt zu Infizierten Personen stehen
    • Die sich in den letzten 14 Tagen nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben

Aber nur, wenn beide Erziehungsberechtigten oder bei Alleinerziehenden der alleinerziehende Elternteil in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig ist

  • Dazu zählen Berufsgruppen, die …
  • … der Gesundheitsversorgung dienen
  • … der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz) dienen
  • … der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung) dienen.

Wann wird betreut:

  • während der regulären Unterrichtszeit des Kindes
  • weitere Betreuungszeiten sind von Schule zu Schule unterschiedlich und müssen individuell bei der Schule erfragt werden.

Bei Bedarf muss vorab unbedingt mit der Schule (telefonisch oder per E-Mail) Verbindung aufgenommen werden.

Ob das Kind mit dem (regulären) Schulbus fahren kann, ist bei der Schule oder beim Busunternehmen zu erfragen, da mit Änderungen der Busverbindungen aufgrund der grundsätzlichen Schulschließung zu rechnen ist.

 

Einschränkungen der Besuchsrechte für Krankenhäuser und  Pflege-und Behinderteneinrichtungen

Wichtig ist, dass Besucher nicht unangemeldet in Krankenhäuser und Pflege- und Behinderteneinrichtungen gehen dürfen. Die Krankenhäuser arbeiten unter höheren Hygieneanforderungen.  Vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wurde per Allgemeinverfügung das Besuchsrecht für Besucher von Krankenhäusern und Pflege- und Behinderteneinrichtungen stark eingeschränkt. Die Krankenhäuser und Pflege- und Behinderteneinrichtungen sind gezwungen, sich an diese Vorgaben zu halten. Aus diesem Grund muss ein beabsichtigter Besuch unbedingt vorher mit dem Personal des Krankenhauses, bzw. der Einrichtung abgeklärt werden. Den Anweisungen ist Folge zu leisten.

 

Weitere Informationen zum Coronavirus:

Robert-Koch-Institut:www.rki.de

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege:www.stmgp.de

 

Hotline des Bayer. Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)

Die Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist unter 09131 6808-5101 zu erreichen.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist unter 116 117 erreichbar.

 

Hotline des Kultusministeriums für dringende Fragen von Eltern und Lehrkräften

Für dringende Fragen von Eltern und Lehrkräften hat das Kultusministerium eine Hotline eingerichtet, die werktags von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 Uhr bis 16:00 Uhr besetzt ist:Coronavirus-Telefon-Hotline des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus: 089 2186–2971.

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