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Aktuelle Informationen über Corona, 16.03.2020

Im Landkreis Haßberge sind zwei weitere Personen positiv auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden.

Damit liegt die Gesamtzahl kreisweit bei derzeit acht Fällen. Bei den neuen Fällen ermittelt das Gesundheitsamt aktuell mögliche Kontaktpersonen. Das Virus wurde bei einer Schülerin des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt festgestellt. Sie besucht dort die Klasse Q12. Den Lehrern und Schülern dieser Klasse wird empfohlen sich für 14 Tage häuslich zu isolieren und den Kontakt zu weiteren Personen zu minimieren. Wer Symptome aufweist, bitte den Hausarzt oder den Bereitschaftsdienst unter 116117 kontaktieren. Die direkten Kontaktpersonen der Schülerin wurden dem Landratsamt übermittelt und werden nun durch das Gesundheitsamt kontaktiert.  Der zweite neue Fall betrifft einen Mann aus  der Gemeinde Aidhausen.

 

Für über 400 Bürgerinnen und Bürger wurde mittlerweile die häusliche Isolation angeordnet. Diese werden täglich angerufen und bei Bedarf beraten. Mittlerweile sind im Landratsamt Haßberge rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit beschäftigt, die aktuelle Corona-Situation zu bewältigen. Unter anderem trifft sich der Krisenstab täglich, in dem das weitere Vorgehen besprochen wird, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen und zu betreuen.

 

Um die personellen Ressourcen im Gesundheitsamt auch langfristig aufrecht zu erhalten, hat Landrat Wilhelm Schneider einen Schichtdienst einrichten lassen – sowohl bei den Ermittlungen in Bezug auf infizierte Patienten als auch für die Telefonisten des Bürgertelefons, um das Personal gesund und leistungsfähig zu halten. Das Corona-Krisenteam wird zudem von allen Sachgebieten unterstützt. Aus diesem Grund kann es in vereinzelten Bereichen zu Beeinträchtigungen kommen. Das Landratsamt bittet um Verständnis der Bürger.

 

Die Stichwahlen zur bayerischen Kommunalwahlen in zwei Wochen am 29. März finden wegen der Corona-Krise ausschließlich als Briefwahl statt. Die betroffenen Kommunen bereiten entsprechend Briefwahlunterlagen an die Wahlberechtigten vor und versenden diese. Es muss also kein extra Antrag gestellt werden.

 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am Montag den Katastrophenfall für die nächsten 14 Tage für ganz Bayern ausgerufen. Damit ist zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus eine klare Steuerung mit zentralen Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten möglich.

 

Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, wurden eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, wie etwa Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen. Diese Maßnahmen wurden durch eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales festgelegt. Die Allgemeinverfügung über Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen anlässlich der Corona-Pandemie sowie die Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung stehen auf der Internetseite des Landkreises Haßberge (www.hassberge.de) zum Nachlesen bereit. Mittlerweile stehen die häufigsten Fragen und Antworten auf der Hompage auch in arabischer Sprache.

 

Das Bürgertelefon ist  weiterhin unter der Telefonnummer 09521 27-600 erreichbar - an Wochentagen von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 9.00 bis 14.00 Uhr. Es wird um Verständnis gebeten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu medizinischen Fragen keine Auskunft geben können.

Wer sich krank fühlt und grippeähnliche Symptome hat und nicht direkten Kontakt mit einer Person hatte, bei der der Corona-Virus nachgewiesen wurde, soll sich telefonisch bei seinem Hausarzt melden. Dieser entscheidet dann über eine Krankschreibung.

Patienten mit begründetem Verdacht sollen dringend den Fahrdienst/Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung kontaktieren. Die Nummer ist 116117.

 

Bürger die aufgrund Corona verdächtiger Symptome den Arzt oder das Krankenhaus kontaktieren wollen, müssen unbedingt vorher den Arzt oder das Krankenhaus anrufen und darauf hinweisen, dass sie Corona verdächtige Symptome bei sich festgestellt haben.

 

Informationen für Unternehmen und Arbeitgeber

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus zu bewältigen. Fallen Mitarbeiter*innen aus oder muss Kurzarbeit angeordnet werden, stellen sich außerdem arbeitsrechtliche Fragen.

 

Hotline für Unternehmen

  • Die Service-Hotline des Bayerischen Wirtschaftsministeriums erreichen Sie telefonisch unter 089 2162-2101 montags bis donnerstags von 7.30 Uhr bis 17 Uhr und freitags von 7.30 Uhr bis 16 Uhr.
    Per Mail ist das Staatsministerium unter coronavirus-info@stmwi.bayern.de erreichbar.
  • Informationen der LfA Förderbank Bayern zu finanziellen Unterstützungsangeboten erhalten se unter der Telefonnummer 089 2124-1000 unter unter www.lfa.de

 

Arbeitsrecht

Was gilt, wenn Arbeitnehmer*innen unter Quarantäne gestellt werden? Unter welchen Voraussetzungen kann Kurzarbeitergeld beantragt werden? Welche Regeln gelten fürs Homeoffice?

Informationen zu arbeitsrechtlichen Fragen sind im Internet zu finden:

 

Finanzielle Unterstützungsangebote

Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus die Darlehensprodukte der LfA-Förderbank Bayern und verschiedene Bürgschaftsprogramme zur Verfügung.

Außerdem ist der Mittelstandsschirm mit den Instrumenten aus der Finanzmarktkrise reaktiviert worden.

Informationen finden Sie auf den Seiten:

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