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Aktuelle Informationen zu Corona, 25.03.2020

Aktuell (Stand: Mittwoch, 25. März 2020, 15.00 Uhr) gibt es im Landkreis Haßberge 30 bestätigte Fälle einer Coronaviren-Infektion.

Eine Person wird stationär betreut, die anderen sind häuslich isoliert. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und möglichen Infektionsherde. Aktuell werden weitere begründete Verdachtsfälle überprüft. Insgesamt befinden sich 271 Bürgerinnen und Bürger derzeit in häuslicher Quarantäne und werden regelmäßig durch das Gesundheitsamt Haßberge kontaktiert und nach ihrem Gesundheitszustand befragt.

 

Das Landratsamt Haßberge macht zum Schutz der betroffenen Personen keine Angaben zu Geschlecht, Alter, Wohnort, Familien­situation oder Arbeitsplatz. Über aktuelle Entwicklungen werden die betroffenen Städte, Märkte und Gemeinden, Arbeitgeber, sowie weitere betroffene Einrichtungen tagesaktuell auf dem Laufenden gehalten.

 

Alle Hände voll zu tun haben nach wie vor die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgertelefons. Viele Fragen drehen sich noch immer um die vorläufige Ausgangsbeschränkung. Mehrfach kam die Frage auf, ob man alleine, bzw. gemeinsam mit einem Familienmitglied in den Wald darf, um dort Holz zu machen, bereits geschlagenes Holz abzutransportieren oder ob man angeln darf? Zuständig für die Überwachung der Ausgangsbeschränkungen sind die Polizeiinspektionen im Landkreis. Ob die Polizei solche Tätigkeiten als triftige Gründe anerkennt, bleibt jedoch eine Einzelfallentscheidung. Vor diesem Hintergrund bitten wir um Verständnis, dass unser Bürgertelefon leider keine rechtssicheren Auskünfte geben kann. Mehr dazu unter:

http://www.stmelf.bayern.de/ministerium/241613/ und unter: https://www.stmi.bayern.de/miniwebs/coronavirus/faq/index.php.

 

„Auf Grund der Ernsthaftigkeit der Lage, sollte sich Jeder wirklich genau überlegen, welche Erledigungen oder Tätigkeiten er jetzt macht und abwägen, was auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann – ganz unabhängig davon, ob eine Tätigkeit aktuell noch erlaubt ist“, appelliert Landrat Wilhelm Schneider an die Vernunft der Bevölkerung. Ziel der vorläufigen Ausgangsbeschränkung sei es, durch eine Verlangsamung des Infektionsgeschehens die Belastung für das Gesundheitswesen insgesamt zu reduzieren, Belastungsspitzen zu vermeiden und die medizinische Versorgung sicherzustellen.

 

Die Frage zum Beispiel, ob man zum Spaß Motorrad fahren darf, beantwortet die Polizei mit einem klaren Nein. Wie beim Auto muss ein triftiger Grund für die Fahrt vorliegen, etwa die Fahrt zur Arbeitsstelle oder zum Einkaufen oder zur Apotheke. Außerdem verweist die Polizei auf die Situation in den Kliniken: Die Intensivstationen werden dringend für Corona-Patienten gebraucht. Durch Unfälle verletzte Motorradfahrer würden die Situation in den Krankenhäusern nur verschärfen. Deswegen der eindringliche Appell: Sich an die Ausgangsbeschränkung halten und mit gesundem Menschenverstand handeln.

 

 

Beratung für Schwangere

Beim Bürgertelefon melden sich häufig auch werdende Mütter. Schwangeren wird geraten, sich mit ihren Fragen direkt an den behandelnden Frauenarzt  oder an die Schwangerenberatung im Gesundheitsamt Haßberge zu wenden. Die Ansprechpartnerinnen sind: Irene Wenzel-Hinterstößer, Telefon 09521/27-413; Karin Martini, Telefon: 09521/27-414 und Christiane Seidel, 09521/27-415.

Das Bürgertelefon des Landkreises Haßberge ist montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr, samstags und sonntags von 9.00 bis 14.00 Uhr besetzt – Telefon 09521-27 600.

 

Die Liste der häufig gestellten Fragen, wie auch weitere Informationen, sind zu finden auf der Internetseite des Landratsamtes Haßberge unter: www.hassberge.de.

 

Um die Bürgerinnen und Bürger und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes vor Infektionen zu schützen und den Dienstbetrieb solange wie möglich aufrechterhalten zu können, ist die Behörde mit allen Außenstellen für den Parteiverkehr geschlossen. Die Bürger werden gebeten, ihre Angelegenheiten per Telefon, Post oder E-Mail zu erledigen. Bei nicht aufschiebbaren und dringlichen Anliegen können Termine mit dem jeweiligen Sachbearbeiter telefonisch, beziehungsweise per E-Mail vereinbart werden.

 

 

„Wie bekomme ich meinen Jagdschein verlängert?"

Auch die Untere Jagdbehörde des Landkreises Haßberge hat für den Parteiverkehr bis auf weiteres geschlossen. Jagdscheine können aber trotzdem verlängert werden, sofern die jagd- und waffenrechtliche Zuverlässigkeit und persönliche Eignung vorliegen. Dazu bitte das Jagdscheinheft und die Bestätigung der Jagdhaftpflicht an die Untere Jagdbehörde im Landratsamt senden und auf die ausreichende Laufzeit der Versicherung achten. Diese muss bis 31. März 2023 gültig sein, wenn ein Drei-Jahres-Jagdschein gewünscht wird. Falls der Jagdschein nicht mehr verlängert werden kann, benötigt das Landratsamt zusätzlich noch ein möglichst aktuelles Foto in Passbildgröße. Der verlängerte Jagdschein wird dann zusammen mit einer Rechnung per Einschreiben zugeschickt.

 

Ebenso ist das Jobcenter des Landkreises Haßberge für den Publikumsverkehr geschlossen ist. Die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt im Jobcenter bleibt ausschließlich für finanzielle Notfälle bestehen. Für diese Fälle und alle sonstigen Anliegen lautet die Rufnummer 09521/929-885. Anträge und sonstige Dokumente können formlos in den Hausbriefkasten des Jobcenters eingeworfen oder per E-Mail an: Jobcenter-Hassberge@jobcenter-ge.de gesendet oder über www.Jobcenter.digital gestellt werden. Eine Arbeitslosmeldung kann telefonisch unter 09521/929-885 erfolgen. Auch andere Anliegen können hier vorgebracht werden. Anliegen können auch per Fax unter 09521/929913-351 mitgeteilt werden. Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ohne Rechtsfolgen. Termine müssen nicht extra abgesagt werden. Arbeitgeber können ihr Anliegen telefonisch unter 0800 4 555 20 (gebührenfrei) klären.

 

Grundsicherung für Selbstständige

Zur bevorstehenden Gesetzesänderung hinsichtlich erleichterten Zugang zur Grundsicherung für Arbeitssuchende und für Beantragung von Leistungen durch Solo-Selbständige gibt es einen Link https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung, bei dem auch eine FAQ-Liste hinterlegt ist mit Antworten auf die wichtigsten Fragen.

 

Landrat Wilhelm Schneider weist noch auf die Online-Plattform www.pflegepool-bayern.de des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege hin. Über diese Website können sich ab sofort alle Pflegekräfte, Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten und Medizinische Fachangestellte, die aktuell nicht in diesem Pflegeberuf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören, registrieren lassen, um im Kampf gegen die Corona-Pandemie mitzuwirken. Im Bedarfsfall erfolgt eine unmittelbare Kontaktaufnahme und Zuweisung zu einem regionalen Einsatzort. Für den Fall eines Einsatzes bleibt der aktuelle Arbeitsvertrag  bestehen.  Wer unterstützt, wird unter Lohnersatz bzw. Lohnfortzahlung von der gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit (auf Basis geltenden Rechts oder einer in Kürze zur Verabschiedung vorgesehenen Regelung) freigestellt. Der Einsatz wird ausschließlich während der Corona-Pandemie andauern.

 

Weitere Informationen zum Coronavirus: www.rki.de; www.stmgp.de.

Die Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist unter 09131 68085101 zu erreichen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung ist unter 116 117 erreichbar.

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