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Zeithorizont der Integration

Fortsetzung der digitalen Veranstaltungsreihe „Integration durch Bildung“

Karina Hauck, Migrationsberaterin für erwachsene Zuwanderer beim Bayerischen Roten Kreuz Kreisverband Haßberge, berichtet über den Zeithorizont der Integration Foto Wolfgang Aull

Die digitale Veranstaltungsreihe „Integration durch Bildung“ geht am Mittwoch, 28. Juli, um 18.00 Uhr, in die letzte Runde vor der Sommerpause. Ein zentrales Thema wird die Vorbereitung der interkulturellen Wochen sein, zuvor jedoch wird Karina Hauck, seit vielen Jahren Migrationsberaterin für erwachsene Zuwanderer beim Bayerischen Roten Kreuz Kreisverband Haßberge, über ein Thema sprechen, das ihr besonders am Herzen liegt und bei welchem sie reichhaltige Erfahrungen mitbringt: der Zeithorizont der Integration bei einer Zuwanderung in eine neue Heimat. 

 

„Wie lange dauert Integration?“ Diese Frage beschäftigt viele ehrenamtliche Helfer, und so einfach sie klingt, so schwierig ist sie zu beantworten. Was ist Integration überhaupt, wie grenzt sie sich von individueller Entfaltung ab? Wann gehört was zu Deutschland?“ Wie kontrovers diese Fragen in unserer Gesellschaft behandelt werden, zeigte die Reaktion, als der seinerzeit amtierende Ministerpräsident Christian Wulff sagte: „der Muslim gehört zu Deutschland“.  

 

Laut Siza Zaby, hauptamtliche Integrationslotsin des Landkreises Haßberge, ist der Integrationsprozess fließend: die Wohnortsuche, das Erlernen der deutschen Sprache, der Aufbau eines Freundeskreises, die Arbeitssuche und der Kontakt zu dem öffentlichen Leben, alles braucht seine Zeit. „Insbesondere Fußballsport war hier eine treibende Kraft“.Und während die erste Generation gerne an Traditionen aus ihren Herkunftsländern festhält, geraten diese oftmals in der zweiten Generation in eine Art Symbiose mit den Lebensentwürfen, die sie in der neue Heimat kennenlernen und spätestens in der dritten Generation geht auch der regionale Dialekt in Fleisch und Blut über.

 

Sie freut sich, dass sich Karina Hauck bereiterklärt, über diesen Prozess zu sprechen. Denn sie weiß, dass Geduld geboten ist, und dass beispielsweise in vielen Familien entgegen der landläufigen Meinung die Religion nicht die ausschlaggebende Rolle spielt.

Ein spannendes Thema, das sicherlich wieder in einer regen Diskussionsbeteiligung mündet. „Und das nächste Treffen“, so Zaby optimistisch, „wird wieder persönlich sein“. Voranmeldungen zur Teilnahme an dem voraussichtlich zunächst letzten Meeting bei Siza Zaby sind erwünscht, aber nicht erforderlich, Telefon 09521/27152. Einklinken kann man sich ab 17.45 Uhr über den link  https://meetme.hassberge.de/Integrationsarbeit.

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