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Landkreis erweitert Impfkapazitäten

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen steigt im Landkreis Haßberge weiter rasant.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen steigt im Landkreis Haßberge weiter rasant. Zuletzt verzeichnete das Landratsamt  Haßberge 142 Neuinfektionen (24. November) innerhalb eines Tages. War in den vergangenen Wochen noch eine Konzentration des Infektionsgeschehens insbesondere in den jüngsten Altersgruppen festzustellen, sind mittlerweile Infektionen bei Personen aus nahezu allen Altersgruppen zu verzeichnen. Auch bis in die ältesten Gruppen ist das Virus wieder vorgedrungen.

 

Gleichzeitig ist auch ein deutlicher Anstieg in der Anfrage nach Erstimpfungen und Vervollständigungen sowie insbesondere auch nach Auffrischungsimpfungen festzustellen. Der Landkreis Haßberge hat daher in den vergangenen Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, die Kapazitäten im Impfzentrum Königsberg hochzufahren – von 60 auf 120 Impfungen pro Tag.

 

Weitere Kapazitätsausweitungen sind geplant. Die Ausschreibung für ein zweites Impfzentrum ist bereits erfolgt. Bis das neue Impfzentrum in Betrieb genommen werden kann, gibt es eine Übergangslösung zusätzlich zu den Impfterminen in den Gemeinden: ab Montag, 29. November, können sich die Bürgerinnen und Bürger in Ebern im kleinen Saal der Frauengrundhalle und in Haßfurt im historischen Rathaus am Marktplatz impfen lassen – jeweils sieben Tage die Woche. An beiden Standorten werden zwei Impfstraßen eingerichtet, so dass pro Tag rund 480 Impfungen möglich sind. Sowohl in Ebern als auch in Haßfurt werden nur Impfungen mit dem Impfstoff von Moderna durchgeführt. Der Impfstoff von Biontech steht leider an diesen Standorten aufgrund einer Limitierung der Lieferungen durch das Bundesministerium für Gesundheit nicht zur Verfügung.

 

An beiden Standorten wird nur nach Registrierung im Portal BayImco unter: www.impfzentren.bayern.de und mit Termin geimpft. Wer bereits im Impfzentrum geimpft wurde und noch einen bestehenden Account hat, kann seinen Impfungen einfach eine weitere hinzufügen. Auch Neuregistrierungen sind unkompliziert, da keine Priorisierung mehr geprüft wird. Wer über keinen Internet-Zugang verfügt, kann auch weiterhin über die Hotline 09521/27-769 (Montag, Dienstag, Donnerstag 08:00 bis 16:00 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr) oder 27-600 (Montag bis Freitag 08:00 bis 16:00 Uhr, Samstag und Sonntag 10:00 bis 15:00 Uhr) einen Termin vereinbaren.

 

Zum Impftermin ist der Personalausweis und – wenn vorhanden – der Impfpass mitzubringen. Wer zur Auffrischungsimpfung kommt und vorher schon einmal im Impfzentrum geimpft wurde, beschleunigt den Vorgang, wenn die Unterlagen der letzten Impfung mitgebracht und an der Anmeldung vorlegt werden. Es handelt sich um das Dokument mit den zwei QR-Codes. Der digitale Impfpass reicht hier nicht aus.

 

Für den Betrieb der „Übergangsimpfzentren“ steht Personal von den Haßbergkliniken sowie Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern bereit. Die Einrichtung und Organisation erfolgt durch das Landratsamt Haßberge.

 

Ziel der Kapazitätsausweitung ist es, möglichst vielen Menschen zeitnah ein umfassendes Angebot zur Auffrischungsimpfung zu unterbreiten, während Erst- und Zweitimpfung ebenfalls noch weiterlaufen.

 

Des Weiteren sollen die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin möglichst wohnortnahe Impfangebote in Zusammenarbeit mit den Gemeinden erhalten.  Hier ist der Landkreis Haßberge im ständigen Kontakt mit den Kommunen, um das Angebot Zug um Zug zu erweitern. Auch das Impfangebot der niedergelassenen Ärzte bleibt bestehen.

 

Landrat Wilhelm Schneider freut sich darüber, dass sich die Nachfrage nach den Impfungen deutlich gesteigert hat, und bedankt sich ganz herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Ärzten für Ihren Einsatz. Sein weiterer Dank gilt den beiden Bürgermeistern Jürgen Hennemann und Günther Werner für die Bereitstellung der Gebäude. „Großartig, dass wir das gemeinsam so kurzfristig umsetzen können“, lobt der Landrat. Des Weiteren macht er deutlich: „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises, sich der sehr ernsten Lage bewusst zu sein. Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um die vierte Welle zu bremsen. Das wird ein Kraftakt werden, deshalb meine herzliche Bitte an alle: Helfen Sie mit, verhalten Sie sich umsichtig und verantwortungsvoll, reduzieren Sie Ihre Kontakte, schützen Sie sich und andere“.

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