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Wird Ihr Unternehmen auch ausspioniert?

Es hat sich schon etwas nach „James Bond“ angehört, was Martin Kreuzer vom Bayer. Landesamt für Verfassungsschutz kürzlich den bayerischen Wirtschaftsförderern zum Thema Wirtschaftsspionage berichtet hatte.

Foto © Eisenhans - Fotolia.com

Mit als Lichtschalter getarnten „Wanzen“ und „Spycams“ Unternehmer-Meetings abhören, oder ganz einfach mit den Videokameras in der Gürtelschnalle Produktionsstätten heimlich fotografieren – den Phantasien der Spione scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.

 

Andere Länder, andere Sitten


Was dem Deutschen fremd ist, scheint in anderen Ländern völlig normal. Und dazu gehört eben das Ausspionieren von anderen Menschen und Unternehmen. Erwartungsgemäß ganz vorne dabei: die Volksrepublik China. Doch die Erfahrungen der letzten Wochen und Monate zeigen ja, dass auch “befreundete Staaten” sehr aktiv sind und alle erdenklichen Informationen über Politiker, Bürger - und eben auch Unternehmen - sammeln.

 

Jeder kann betroffen sein


Die Wirtschaftsspione haben es insbesondere auf innovative Ideen und Produktionsabläufe abgesehen, „nehmen aber generell erst mal alles mit, was irgendwann irgendwie von Bedeutung sein könnte“. So hatte z.B. vor wenigen Monaten die Bayerische Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft eine Delegation aus China zu Besuch. Niemand käme auf die Idee, in einer solchen Anstalt zu spionieren. Aber kaum waren die Gäste abgereist, stellte man fest, dass das besuchte Gebäude vollständig verwanzt war mit der Folge, dass die komplette EDV- und Telekommunikationseinrichtung ausgetauscht werden musste.

 

Michael Brehm, Wirtschaftsförderer des Landkreises Haßberge, empfiehlt deshalb allen Unternehmern, sich bei Bedarf oder Verdachtsmomenten vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz beraten zu lassen. Das Landesamt steht für eine vorbeugende individuelle und neutrale Beratung zur Verfügung (Telefon 089 31201-500; <link>wirtschafts-schutz@lfv.bayern.de; <link http:>www.wirtschaftsschutz.bayern.de).Zu diesem Thema ist auch eine Informationsveranstaltung am 3. April im Landratsamt in Haßfurt geplant, bei der Martin Kreuzer vom Verfassungsschutz die Unternehmer näher informieren und mehr für dieses Thema sensibilisieren wird.

 

<link http: www.hassberge.de external-link-new-window>Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist hier möglich.

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