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Der Katastrophenschutz-Experte geht in den Ruhestand

Landrat Rudolf Handwerker verabschiedet Regierungsinspektor Franz Ott.

Geht in den Ruhestand: Regierungsinspektor Franz Ott, der am Landratsamt Haßberge für den Be-reich Zivilschutz, Katastrophenschutz und Brandschutz verantwortlich war.

Im Katastrophenfall ist er im Landkreis Haßberge der Experte – Franz Ott. Nach 46 Jahren im öf-fentlichen Dienst, davon 36 Jahre im Landratsamt Haßberge, wurde der Regierungsinspektor am Dienstag im Rahmen einer Feierstunde durch Landrat Rudolf Handwerker in den Ruhestand verab-schiedet.


Der Kreischef lobte die berufliche Leistung Otts, der das Netzwerk der Rettungs- und Hilfsorganisationen mitgestrickt und gepflegt habe. Er sei eine Instanz im Katastrophenschutz und ein erstklassiger Verwaltungsfachmann. In dem konfliktbeladenen Aufgabenfeld sei er stets ein „Fels in der Brandung“ gewesen, der nie Probleme suchte, sondern Lösungen fand. Sein reicher Erfahrungs-schatz und seine Meinung waren nicht nur im Landratsamt geschätzt, sondern auch bei den zustän-digen Mitarbeitern der Regierung und im Innenministerium, weil er nichts schön redete,  sondern immer auf konkrete Lösungen hinarbeitete – und das, wenn es notwendig war, beharrlich über Jahre hinweg. Auch war Franz Ott ein kompetenter Ansprechpartner für alle im Brand- und Katastro-phenschutz ehrenamtlich Tätigen. Er setzte sich immer dafür ein, dass ihre Belange berücksichtigt wurden.


Der Kerbfelder startete seine berufliche Karriere beim Bundesgrenzschutz und wechselte später in den mittleren Verwaltungsdienst bei der Regierung von Unterfranken. Von 1976 bis 1977 war Ott dem Landratsamt Bamberg zugewiesen, bevor er 1978 ans Landratsamt Haßberge versetzt wurde. Von Anfang an war er im Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung eingesetzt und für den Bereich Zivilschutz, Katastrophenschutz und Brandschutz verantwortlich.


In seine Dienstzeit fielen eine  Reihe markanter Ereignisse, die Franz Ott maßgeblich begleitet hat.  Dazu gehört zum Beispiel die Feinplanung der Katastrophenschutzräume im Untergeschoss des Landratsamtes im Zuge des Neubaus, der Aufbau des flächendeckenden Gleichwellen-Funksystems zur verbesserten Alarmierung der Feuerwehren im Landkreis in den Jahren 1995 bis 1997 und der Aufbau der Hilfeleistungskontingente im  Landkreis für überregionale bzw. Länder- oder staaten-übergreifenden Katastrophenhilfe.


Franz Ott führte Ausbildungen für die im Katastrophenschutz freigestellten Helfer auf Landkreisebene durch. Er setzte das neue staatliche Konzept für die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landkreis um, wirkte beim Aufbau und Ausstattung der Nachalarmierungsstelle bei der Feuerwehr in Haßfurt mit und arbeitete in verschiedenen Projektgruppen für den Aufbau der Integrierten Leitstelle in Schweinfurt sowie für die Einführung des Digitalfunks im Landkreis Haßberge mit. Wenn es um Fahrzeugbeschaffungen im überörtlichen Brandschutz auf Landkreisebene ging, war der Regierungsinspektor der richtige Ansprechpartner.


Verantwortlich war Franz Ott unter anderem auch für die Organisation und Planung von Groß-Übungen, unter anderem auch am Autobahntunnel bei Knetzgau, deren Ziel es ist, die Alarm- und Einsatzplanung zu verbessern.

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