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Französische Gartenpracht und Schlossromantik

Studienfahrt des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege nach Paris war ein besonderes Erlebnis.

Die Reisegruppe bei der Besichtigung des Obst- und Gemüsegartens von König Ludwig dem XIV. in Versailles.

Unter der Leitung der beiden Kreisfachberater  Johannes Bayer und Guntram Ulsamer starteten Anfang Juni zwei Reisebusse zu einer 6-tägigen Gartenreise in Richtung Paris.  Der „Garten der Sinne“ in Merzig, nahe der französischen Grenze gelegen, wurde zum ersten Highlight des Tages. Die Reiseteilnehmer konnten die Gartenanlage, welche in elf Gartenzimmern mit Themen wie Schmecken oder Tasten aufgeteilt ist, mit all ihren Sinnen genießen. Ein in voller Blüte stehender Rosengarten imponierte die Haßbergler besonders.


Die gartenbauliche Geschichte der Gärten und Parks von Paris standen am zweiten Reisetag auf dem Programm. Bei einem Besuch des Tuileriengartens, des Luxemburger Gartens, des Platzes der Vogesen und dem Garten des „Palais Royal“ konnte die Reisegruppe die französische Gar-tenkultur vom 16. bis ins 19.Jahrhundert kennenlernen. Streng geometrisch angelegte Parkanla-gen mit geschnittenen Baumalleen aus Linden und Kastanien, Buchs und Eiben in verschiedensten Formen sowie Brunnenanlagen mit Fontänen faszinierten die Besucher. Besonders ein-drucksvoll war der „Parc de Bagatelle“, der durch seine weitläufigen Parkanlagen mit seltenen Baumarten, Teichanlagen und schönen Pflanzenbeständen überzeugt.


Einen Einblick in die modernen Pariser Parks und Gärten  gab es am dritten Reisetag. Unter an-derem wurde der „Parc Andre Citroen“  besichtigt, der auf dem Gelände eines ehemaligen Automobilfabrikgeländes angelegt wurde und die Seine mit der angrenzenden, futuristischen Wohnbebauung verbindet. Nach einer Schiffahrt auf der Seine und einem weiteren exklusiven Essen in der Nähe der Pariser Oper konnten die Teilnehmer bei einer Lichterfahrt den Abend ausklingen lassen.


Die Sonne lachte, als die Gruppe als kleinen Höhepunkt der Reise am 4. Tag den Garten des Künstlers Claude Monet in Giverny besuchte. Die Gäste konnten einen Ziergarten mit einer wuchernden Blumenpracht bewundern. Entspannung wurde anschließend im  Wassergarten mit einem großen Seerosenteich gefunden, den Monet häufig als Motiv für seine Zeichnungen verwendete.  Weiter ging es mit einer Besichtigung des Schlosses La Roche-Guyon, welches male-risch an einem Kalksteinfelsen im Seinebogen in der Region Ile-de-France gelegen ist. Der Obst- und Gemüsegarten des Schlosses besteht insgesamt aus 675 Obstbäume, darunter auch Feigen und Pfirsichbäume, die in vier großen Quadraten angelegt und flächig mit Gemüse und weiterem Obst bepflanzt sind.


Nach einer Besichtigung des Schlosses von Versailles am  nächsten Tag, nutzten die Teilnehmer den riesigen Schlosspark zum Lustwandeln. Die hohen Wände aus geschnittenen Hainbuchen, welche den Park in viele Erlebnisräume aufteilen, die unzähligen geschnittenen Buchs- und Ei-benhecken, der große Kanal sowie die mit Musik untermalten Wasserspiele und Kaskaden vermittelten einen Eindruck, wie das Leben am Hofe ausgesehen haben muss.  Eine weitere Besonderheit war der Besuch des ehemaligen Obst- und Gemüsegartens von König Ludwigs XIV. in der Nähe des Schlosses, der noch heute bewirtschaftet wird. Auf einer Fläche von neun Hektar werden jährlich 50 Tonnen Obst und 20 Tonnen  Gemüse in vielen Sorten geerntet. Bei einem geselligen Abendessen in der Stadt Versailles konnten die vielen Erlebnisse dieses Tages ausgetauscht werden.


Die lange Heimreise wurde durch den Besuch des Rosengartens in Zweibrücken aufgelockert.  Über 45.000 Rosen in 1500 Sorten konnten in Augenschein genommen. Bei einer kleinen Gartenmesse  außerdem noch Mitbringsel für den eigenen Garten besorgt werden. Gut gelaunt und voller Vorfreude auf die nächste Gartenreise 2015 erreichten 63 Gartenfreunde am späten Sonntagabend den Haßbergkreis.

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