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Der Landkreis im Fernsehen: Donnerstag, 28. August 2014

Das Team der Sendung weiß blau des Bayerischen Rundfunks drehte vor einiger Zeit im Landkreis Haßberge. Besucht wurden Sehenswürdigkeiten, Handwerker und Musiker. Der Zuschauer Das Ergebnis der Landkreistour des BR sehen Sie am 28.08. um 10.50 Uhr im Dritten!

Das Team des Bayerischen Rundfunks im Schloss Friesenhausen. Die beiden mehr als mannshohen Ritter sind Erkennungszeichen für das Schloss Friesenhausen. Bauen ließ das Schloss Philipp Fuchs von Dornheim, Propst des Domkapitels in Würzburg, im 16. Jahrhundert.

Mit folgendem Text beschreibt der Bayerische Rundfunk das Ergebnis seiner Dreharbeiten im Landkreis Haßberge.

 

Im Altsächsischen heißt „hasu“ einfach nur „grau“, wahlweise „graubraun“, die „Haßberge“ sind also sinngemäß die „graubraunen Berge“. Etwa in der Mitte zwischen Schweinfurt im Westen und Bamberg im Osten liegt am Main die Stadt Haßfurt. Kreisstadt eines Landkreises mit seinen rund 85 000 Einwohnern. Mehr über Kultur und Kulturmenschen im Landkreis Haßberge sehen Sie in weiß blau.

 

Das wird gezeigt:



  • In der Wallfahrtskirche Maria Limbach in Eltmann haben wir dieses Mal unsere Rubrik mit „Gedanken“ des erfahrenen Kulturjournalisten Wolfgang Binder gedreht. Einfach deshalb, weil es dort eine bis heute lebendige jahrhundertealte Wallfahrtstradition gibt. Und Wolfgang Binder sich heute mal seine Gedanken über den Wert einer echten Wallfahrt macht. Die mag zwar, so Binder, zunächst beschwerlicher erscheinen als die Möglichkeit sich sein Seelenheil bei „Wunderheilern“ im Internet zu erkaufen. Doch, sagt Binder in der Sendung: „Ich persönlich bevorzuge den beschwerlichen Weg. Eine Wallfahrt ist nämlich ein unvergessliches Erlebnis, zusammen mit Gleichgesinnten macht man sich auf den Weg, betet gemeinsam und feiert aber auch gemeinsam. Und das tut gut.“
  • Die Nachfahren der „letzten Ritter“ findet man noch heute im Landkreis Haßberge. Einfach deshalb, weil es dort viele Rittergeschlechter - ergo auch viele Burgen und Schlösser - gab und gibt. Leute wie Christian Truchseß, zuhause auf der Bettenburg bei Hofheim in Unterfranken. Ein ganz normaler Mensch mit normalem Beruf und Familie. Zugleich auch lebender Nachfahre eines – was heißt schon berühmt?, jedenfalls bedeutenden - Vorfahren. Und der hieß „Christian Truchseß von Wetzhausen zu Bettenburg“ (1755 bis 1826) und war ein Major in der „Hessen-Kassler Garde“, ein bekannter Kirschenzüchter sowie der Initiator der sogenannten „Bettenburger Tafelrunde“. Das war ein literarischer Kreis, zu dem auch teils heute noch recht bekannte Schriftsteller wie Jean Paul (1763 bis 1825), gebürtig in Wunsiedel, und Friedrich Rückert (1788 bis 1866), gebürtig in Schweinfurt, gehörten.
  • Ein Herz für Musik hat Jochen Koch. Der junge Mann ist der „Motor“ hinter einem Projekt, das die Musikbegeisterung von Kindern im Landkreis Haßberge hervorragend fördert. Dabei werden an der Grundschule alle Kinder in den ersten beiden Schuljahren in musikalischen Grundlagen sowie in Blockflöte unterrichtet. In der 3. und 4. Klasse kommt der Unterricht in einem weiteren Holzblas- oder Bleckblasinstrument hinzu.
  • Mario Botta ist ein weltbekannter Schweizer Architekt, dessen Bauwerke auch im Landkreis Haßberge stehen. Botta stammt aus dem Kanton Tessin. Er ist bekannt für seine geometrische, schlichte Formensprache. Botta zeichnet unter anderem verantwortlich für das Gebäude des „Museum Of Modern Art“ in San Francisco, den Neubau der „National Bank Of Greece“ in Athen, oder auch die Stadt- und Landesbibliothek in Dortmund. Und auch im Landkreis Haßberge hat Botta seine baulichen Spuren hinterlassen. So wurde nach seinen Plänen das Firmengebäude der Firma „Benkert Bänke“ in Altershausen, einem Ortsteil der Gemeinde Königsberg in Bayern, entworfen. Und aus Sympathie zum Firmchef hat Botta dessen privates Wohnhaus gewissermaßen gleich mitgebaut. Letzteres sieht aus wie ein riesiges Schiff, mitten in der hügeligen Landschaft der Haßberge ein mehr als überraschender Anblick.
  • Wer schreibt heute schon noch mit der Hand? Das eigentlich Traurige an dieser Frage ist dann wohl, dass sie mit zunehmender Ernsthaftigkeit zu stellen ist. Das Schreiben, ein Jahrhunderte, gar Jahrtausende altes Kulturgut der Menschheit vor dem Aussterben? Gegen diesen Trend gibt es im Landkreis Haßberge eine zwar kleine, feine, aber immerhin real existierende und nicht nur von der Politik herbeigeredete Einrichtung: einen Ort, an dem Kalligraphie-Kurse abgehalten werden. Der Ort ist der sogenannte „Schüttbau“ in Rügheim, einem Dorf, das wenige Kilometer nördlich der Kreisstadt Haßfurt liegt. Der Unterrichtende heißt Gosbert Stark und ist Diplomgrafikdesigner sowie Kalligraf.
  • Einer der größten zusammenhängenden Buchenwälder Deutschlands, auch der befindet sich im Landkreis Haßberge. Wir stellen ihn in der Sendung vor. Ebenso wie die Töpferin Anette Falk, und was sie antreibt.


 

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