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Bunte Spuren der Vergangenheit

Tag des offenen Denkmals im Landkreis Haßberge am 14. September zum Thema „Farbe“

Rund um das Thema "Farbe" dreht sich der Tag des offenen Denkmals am 14. September 2014 im Landkreis Haßberge. Unser Bild zeigt den Regiomontanuskeller in Königsberg - ein schmuckes Patrizierhaus.

Geschichte zum Anfassen – das bietet der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September, im Landkreis Haßberge. Unter dem Motto „Farbe“ erfahren die Besucher insbesondere, wie farbenfroh die Denkmallandschaft sein kann. In fachkundigen Führungen kann erlebt werden, wie die Wirkung von Farbe zu allen Zeiten von den Erbauern gezielt eingesetzt wurde, um die Sinneseindrücke zu prägen.

 

„Der Tag des offenen Denkmals ist eine schöne Gelegenheit, sich einmal im Jahr über die Erfolge der Denkmalpflege zu informieren, aber auch Sorgen und Nöte im Ringen um die Erhaltung von Denkmälen zu erfahren“, so Bernhard Jooß, der Ansprechpartner im Landratsamt Haßberge für Fragen rund um den Denkmalschutz zuständig ist.

 

Landrat Wilhelm Schneider freut sich, dass sich auch heuer wieder eine Vielzahl an Denkmalbesitzern bereit erklärt haben, am Tag des offenen Denkmals mitzumachen und ihre kulturhistorischen Schätze zeigen. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Heimat. „Ich danke allen ehrenamtlichen Helfern, den Vereinen, Kirchengemein-den, den privaten Denkmaleigentümern und Kommunen, den Architekten und Handwerkern, die sich aktiv für den Erhalt  und die Pflege unseres kulturellen Erbes einsetzen und auch in diesem Jahr dazu beitragen, eine breite Öffentlichkeit für den Denkmalschutz und die Denkmalpflege zu sensibilisieren“.

 

Zum Tag des offenen Denkmals am 14. September können folgende Denkmäler im Landkreis Haßberge besichtigt werden:   


Landgasthof zum grünen Baum in Jesserndorf (11 bis 18 Uhr, 11 Uhr Führung durch Helmut Pfaffenberger mit Vortrag über das Gebäude): ehemalige Brauerei, Schnapsbrennerei, Bäckerei und Gastwirtschaft, 1807 erbaut, 2008 saniert und heute wieder als Landgasthof geführt, 2012 Förderpreis der Kulturstiftung Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz; Kontakt: Helmut Pfaffenberger, Telefon 09531/9442025.

 

Wallfahrtskirche Maria vom Sieg in Gresshausen (10 bis 18 Uhr – sonst Sonntag 10 bis 18 Uhr geöffnet, 14 Uhr Führung durch Dr. Konrad Albert mit Erläuterung des Farbkonzepts, Bilderquiz, Vorstellung der Kunstwerke und Künstler, Ausstellung): Klassizistischer Bau von 1823, vollständig erhaltene historische Ausstattung um 1900. Reiche Bemalung mit 21 Medaillons, Ornamente durch Valentin Oeckler, Nürnberg, Künstler des Historismus und Jugenstils, Eulogius Böhler, Würzburg, Franz Krombach, München. Kontakt: Dr. Konrad Albert, Telefon 09727/5944, E-Mail: <link>kon-rad.albert@sin.de.

 

Alte Schmiede, Eduard-Lingel-Straße 12, in Königsberg (10 bis 18 Uhr, sonst nicht geöffnet; Führungen nach Bedarf): Wohnhaus mit alter Schmiede. Kontakt: Andrea Lutsch, Stadt Königsberg, Telefon 09525/922210, E-Mail: <link>a.lutsch@koenigsberg.de oder Frau Winterstein, Telefon 0160/7812019. 

 

Kunsthandwerkerhof, Altes Brauhaus 4, Königsberg (10 bis 18 Uhr, sonst Mittwoch bis Sonntag 14 bis 18 Uhr geöffnet): ehemalige Brauerei, dreiteiliger Gebäudekomplex; eineinhalbgeschossiger traufständiger Halbwalmdachbau mit Lunettenfenstern und Hausteingliederung, langgestreckter Satteldachbau mit weitem Dachüberstand und Fachwerk, zweigeschossiger Walmdachbau mit Fachwerk, um 1810 über Teilen der mittelalterlichen Stadtbefestigung errichtet. Kontakt: Andrea Lutsch, Stadt Königsberg, Telefon 09525/922210, E-Mail: <link>a.lutsch@koenigsberg.de.

 

Wohnhaus, Marienstraße 26, Königsberg (10 bis 18 Uhr, sonst nicht geöffnet; Führungen nach Bedarf durch die Eigentümerin. Aktionen: Wildkräuter, Produkte aus Wald und Wiese, Kaffee, Kuchen, Bier, Sirup durch Obst- und Gartenbauverein): zweigeschossiger, giebelständiger Satteldachbau mit Durchfahrt; Fachwerk, 1680/94.  Kontakt: Andrea Lutsch, Stadt Königsberg, Telefon 09525/922210, E-Mail: <link>a.lutsch@koenigsberg.de oder Barbara May, Telefon 09525/982874.

 

Wohnhaus, Pfaffengasse 7, Königsberg (10 bis 18 Uhr, sonst nicht geöffnet; Führungen nach Be-darf durch die Eigentümer): zweigeschossiges, traufständiges Halbwalmdachhaus mit Fachwerko-bergeschoss, 1670 bezogen.  Kontakt: Andrea Lutsch, Stadt Königsberg, Telefon 09525/922210, E-Mail: <link>a.lutsch@koenigsberg.de; Familie Rappert, Telefon 02205/81370.

 

Fachwerkhaus, Salzmarkt 11, Königsberg (10 bis 18 Uhr, sonst April bis Oktober als Café ge-öffnet; Führungen 12.30 und 13.00 Uhr durch Eigentümer Bernhard Schneider, Besichtigung der Kellertreppe aus der Gründerzeit im Rahmen der Kurzführungen): Patrizierhaus, nach dem 30-jährigen Krieg um 1700 wieder aufgebaut, Gewölbekeller mit Zugang aus der Gründungszeit der Stadt erhalten; im ersten Obergeschoss Holzdielenboden um 1700, Steinfliesen, Holztreppe ins 2. Obergeschoss, heute als Café-Restaurant genutzt. Kontakt: Andrea Lutsch, Stadt Königsberg, Tele-fon 09525/922210, E-Mail: <link>a.lutsch@koenigsberg.de.

 

Wohn- und Geschäftshaus, Pfarrgasse 4, Königsberg (10 bis 18 Uhr, sonst nicht geöffnet; Füh-rungen nach Bedarf durch die Eigentüm, Frau Sommer-Fuchs, Telefon 09525/260, Besichtigung der ehemaligen Gastwirtschaft im Erdgeschoss): ehemaliges Gasthaus Zum Goldenen Löwen, zweige-schossiger, traufständiger atteldachbau mit Aufzugsgaube, verputztes Fachwerk, Anfang 18. Jahr-hundert. Kontakt: Andrea Lutsch, Stadt Königsberg, Telefon 09525/922210, E-Mail: <link>a.lutsch@koenigsberg.de.

 

Evangelisch-lutherische Pfarrvikariatskirche St. Veit Junkersdorf bei Königsberg (10 bis 18 Uhr, sonst April bis Oktober; 16 Uhr Führung): Saalbau mit Satteldach und Chorturm, Langhaus Barock, 1738, Turmuntergeschoss und Teile des Langhauses frühgotisch, mit Ausstattung.   Kontakt: Andrea Lutsch, Stadt Königsberg, Telefon 09525/922210, E-Mail: <link>a.lutsch@koenigsberg.de.

 

Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Maria Königsberg (10 bis 14.30 Uhr, sonst April bis Oktober geöffnet; ab 19 Uhr Beleuchtung der Chorfenster, 19.30 Uhr Konzert des Münchner Blä-serensemblese Harmonic Brass, Kartenvorverkauf: Schreibaren Beck, Königsberg): dreischiffige Staffelhalle mit eingezogenem Chor, nördlicher Chorflankenturm mit Welscher Haube. Baubeginn 1397, Gewölbe 1460/64, 1640 durch Brand zerstört, Instandsetzung 1650 bis 1667, ab 1898 Restaurierung/Regottisierung durch Professsor Oelenheinz, erneute Außensanierung 2001 bis 2005.  Kontakt: Andrea Lutsch, Stadt Königsberg, Telefon 09525/922210, E-Mail: <link>a.lutsch@koenigsberg.de.


 
Burgruine Altenstein (11 bis 18 Uhr, sonst Sommer 8 bis 21 Uhr, Winter 9 bis 17 Uhr. 13 bis 17 Uhr stündlich Führungen durch die Mitglieder des Burg- und Heimatvereins Altenstein, Kinderprogramm, mittelalterliche Musik, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Minimarkt): erste urkundliche Erwähnung 1178. Bis 1703 Sitz der Adelsfamilie von Stein zum Altenstein. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Kontakt: Nicolaus Kapp, Telefon 09535/1211, E-Mail: <link>s.n.kapp@t-online.de.

 

Schloss Oberschwappach (14 bis 17 Uhr, sonst als Museum April bis Oktober Sonntag 14 bis 17 Uhr und auf Anfrage geöffnet; 14.30 Uhr Führung durch die Ausstellung „Kunst und Geist des Barock in Franken“): 1733-40 errichtete Dreiflügelanlage; Stuckdecken, Sommersitz der Äbte des Zisterzienklosers Ebrach, barocke Gartenanlage, Museum mit archäologischer und kunstgeschichtlicher Sammlung, Schwerpunkt: Barockzeit in Franken. Kontakt: Gemeinde Knetzgau, Telefon 09527/7915, E-Mail: <link>betz@knetzgau.de.

 

Jüdischer Friedhof, westlich von Kleinsteinach (11 bis 18 Uhr, sonst auf Anfrage. 14 Uhr Führung durch Israel Schwierz und Thomas Schindler mit Informationen zum Baudenkmal und zum Thema „Frauen im Judentum“ im Rahmen des Aktionstages „Europäischer Tag der jüdischen Kultur“): Für den Haßfurter Bezirk angelegt 1453, erster lesbarer Grabstein von 1604; ursprünglich 1200 Grabsteine, heute ca. 1004 Grabsteine, letztes Grab März 1942, Tahara-Haus, Kriegerdenkmal 1914/18. Kontakt: Cordula Kappner, Telefon 09521/9585152. 

 

Schloss Friesenhausen:  12 bis 17 Uhr geöffnet.  Das Schloss befindet sich seit 1973 im Privatbesitz der Familie von Eichborn. Passend zum diesjährigen Thema „Farben“ sind zahlreiche farblich gefasste Stuckdecken aus dem Barock zu sehen. Der Eintritt mit Führung kostet fünf Euro, Kinder unter 12 Jahre sind frei. Zur Überbrückung von Wartezeiten bieten Angehörige der Familie Erfrischungsgetränke und Brotzeit sowie Kaffee und Kuchen im Schlosshof an. Größere Gruppen (über 10 Personen) können sich vorab anmelden unter <link>truchsess@gmx.net oder 0179/7303024.

 

Altes Rat- und Feuerwehrhaus Untermerzbach, Bachgasse 2  (13 bis 18 Uhr, sonst unregelmä-ßig; Führungen ab 13.30 Uhr nach Bedarf): historisches Feuerwehrgerätehaus, das in früheren Zeiten als Rathaus diente. Inzwischen wurde es umgebaut und hat sich zu einem modernen Kommunikationszentrum mit überregional bedeutsamer historischer Waagensammlung und Bibliothek entwickelt. Die Unterbringung moderner Einrichtungen in historischen Gemäuern wurde dabei architektonisch gut gelöst. Kontakt: KOMM, Ute Morgenroth, Telefon 09533/982314; Gemeinde Untermerzbach, Edgar Maier, Telefon 09533/98090, <link http: www.untermerzbach.de>www.untermerzbach.de.

 

Synagoge Memmelsdorf, Judengasse 6 (10 bis 17 Uhr, sonst nicht geöffnet; 14 Uhr Führung): Sandsteinbau mit quadratischer Grundfläche, errichtet 1728/29. Gut erhaltener Thoraschrein, expressionistische Wandgestaltung der 1920-er Jahre. Seit 1995 im Besitz des Trägervereins, Instandsetzung abgeschlossen. Exemplarisches Renovierungskonzept: Konservierung als „Entdeckungsraum“, didaktisches Konzept als „Lernort“ entwickelt vom „denkmal-aktiv“-Team des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Kontakt: Träger- und Förderverein Synagoge Memmelsdorf e.V., Iris Wild, Telefon 09544/985044.  

 

Katholische Pfarrkirche St. Michael Zeil, Kirchlpatz 1 (9 bis 18 Uhr, sonst 10 bis 18 Uhr geöff-net; 15 Uhr Führung durch Ludwig Leisentrit): 1713-32 mit Fünfknopfturm erbaut, spätbarocke Altäre von 1730, weißgefasste barocke Lindenholzfiguren, Deckengemälden von J.P. Herrlein und Stuckarbeiten von P. Hellmuth von 1761. Naturholzkanzel, spätgotische Holzfiguren St. Laurentius und St. Urban; im Turm der ehemaligen Sakristei Fresken des 14. Jahrhundert, Ölbergekapelle mit lebensgroßen Sandsteinfiguren  des 18. Jahrhunderts. Kontakt: Stadt Zeil, Beate Reinhardt, Telefon 09524/9490, E-Mail: <link>b.reinhardt@zeil-am-main.de.

 

Veranstaltungen in Königsberg
10 bis 18 Uhr, Ausstellung des Arbeitskreises Heimat und Geschichte zu alter Schmiedekunst in den Räumlichkeiten der ehemaligen neuapostolischen Kirche, Salzmarkt 2.
15 und  17 Uhr Exkurs zur historischen Fotografie im Atelier Q-nst, Eduard-Lingel-Straße 4.
15 Uhr Radtour zu Denkmalen in Königsberg, Unfinden und Junkersdorf mit Walter Schneider, anschließend Führung in der ev.-luth. Pfarrvikariatskirche St. Veit Junkersdorf., Dauer, ca. 1 Stunde.
21.30 Uhr Künsberger Pflasterspiel: historische Stadtführung und Schauspiel zu historischen Königsberger Persönlichkeiten wie Regiomontanus; Treffpunkt am Regiomontanus-Brunnen; Führung startet nach dem Konzert in der Marienkirche.
17 Uhr speziell auf Kinder abgestimmte Stadtführung mit Ewald Fischer, Treffpunkt Rathaus, Marktplatz 7 (Dauer ca. 1 Stunde).
14 bis 17 Uhr Kutschfahrten durch Königsberg mit Rainer Krapf, Eduard, Lingel-Straße 12.
10 Uhr Vortrag „Fachwerk und Farbe“ mit Ines Töppner, Treffpunkt Marktplatz am Regiomontanusbrunnen.
Anmeldung zu allen Veranstaltungen bei der Stadt Königsberg, 09525/922210, E-Mail: <link>a.lutsch@koenigsberg.de.
  

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