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"Vive la jumelage!"

Am Wochenende feierten der Landkreis Haßberge und der District du Tricastin in Frankreich das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft.

Die Schüler der Grundschule Haßfurt überraschten mit einem französischem Lied, beim dem am Schluss die Farben der beiden Nationalflaggen zum Vorschein kamen.

Ganz im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums der Deutschen-Französischen Partnerschaft zwischen dem Landkreis Haßberge und dem District du Tricastin in Südfrankreich stand das Wochenende mit einem Festakt im Landratsamt sowie einem deutsch-französischen Abend in der Stadthalle von Eltmann. „Mit unserer Partnerschaft haben wir zwischen dem Landkreis Haßberge und dem Tricastin ein Licht angezündet. Wichtig ist, dass jetzt die Jugend dieses Licht weiter trägt in eine Zukunft, in der Weltoffenheit und Toleranz im Vordergrund stehen. Vive l`Allemagne - Vive la France! Vive notre jumelage!“ betonte der Partnerschaftsbeauftragte Kurt Sieber bei seinem Rückblick und seinem Wunsch für die Zukunft.


Mit einer Delegation von über 30 Frauen und Männer waren die französischen Gäste zu diesem Jubiläum in den Landkreis gekommen und Landrat Wilhelm Schneider hieß die Kommunalpolitiker aus Pierrelatte,  der Eltmanner Partnerstadt St. Paul-Trois-Chateaux und der Königsberger Partnerstadt Donzere herzlich willkommen.


Partnerschaft wie Feier einer Rubin-Hochzeit


„Wir feiern heute unsere Rubin-Hochzeit. Der Rubin, der auch der Edelstein der Liebe genannt wird, steht für eine unerschütterliche und voller Feuer gebliebene Beziehung genauso wie die zwischen dem Landkreis Haßberge und dem südfranzösischen Distrikt Tricastin im Departement Drome.“ Sie sei auch die älteste offizielle Kommunalpartnerschaft, die eigentlich noch früher im Jahre 1968 über die malerische Burg von Sainte Jalle ihren Anfang nahm.
Auslöser, so der Landrat, sei aber der im Jahre 1963 zwischen Konrad Adenauer und de Gaulle geschlossene Elysee-Vertag gewesen, der die künftige Zusammenarbeit von Frankreich und Deutschland regeln sollte. Das wichtigste Ziel der Gründungsväter der Europäischen Gemeinschaft sei es gewesen, in einem mutigen Schritt eine Brücke über den Graben der früheren Feindschaft zu schlagen.


Die Partnerschaft sei aber auch das Lebenswerk einzelner Persönlichkeiten, die mit einem starken Willen und ohne Vorbehalte aufeinander zugegangen sind Genau vor 40 Jahren, am 15. November 1974, sei dann die Partnerschaftsurkunde in Haßfurt unterzeichnet worden.


Heute könne man mit großer Freude auf 40 Jahre dieser Partnerschaft, den erreichten Stand und die Früchte der Beziehungen zurückblicken. „Es sind zwar immer noch 1000 Kilometer von den Haßbergen ins Tricastin, doch das ist nicht das Maß der Dinge. Entscheidend ist die Nähe, die Verständnis und Herzlichkeit auf beiden Seiten bewirkt haben. Wir können heute mit Stolz sagen, dass diese Partnerschaft auch nach 40 Jahren noch umfassend gelebt wird und trotz der Jahre wieder ihre Vitalität beweist.“


Zu diesem Erfolg gehörten natürlich viele hilfreiche Hände und deswegen dankte er besonders Kurt Sieber, der sich von Anfang an um die Partnerschaft kümmerte. Aber auch die Mitglieder des „Freundeskreises Haßberge-Tricastin“ lebten mit Leib und Seele diese Partnerschaft. „40 Jahre ist eine lange Zeit, aber für uns noch lange nicht lang genug“, meinte Landrat Schneider und sprach die Hoffnung aus, dass diese Freundschaft noch in den nächsten Generationen so lebendig wie heute weiter wirke.

 

Die Ehrengäste mit (von links) der ehemalige Landtagsabgeordnete Heiner Schneier, Partnerschaftsbeauftragter Kurt Sieber, Dr. Jean Mouton,
Landrat Wilhelm Schneider und Honorarkonsul Dr. Matthias Everding.

 

 

 

 

 

Das Blasorchester Sand, das auch schon bei der Begegnung in Sand auftrat.

 

 

 

 

 

 

Zahlreiche Ehrengäste, Bürgermeister und Kreisräte waren bei der Festveranstaltung zugegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 










Text und Fotos: Günther Geiling

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