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In Eltmann wurde die Freundschaft gefeiert

„Es ist an der Zeit, unseren Jungen ein echtes Projekt vorzuschlagen, um mit wahrhaftiger Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern unsere Partnerschaft tief zu verwurzeln. Lassen sie uns daran arbeiten, bei unserer Jugend die Lust zu wecken, weiter daran zu arbeiten. Die Partnerschaften sind die menschliche Dimension, die manchen Europäern fehlt.“ Dies betonte Jean-Michel Catelinois, der 1. Bürgermeister von St. Paul-Trois Chateaux, der Partnerstadt von Eltmann, bei dem deutsch-französischen Abend in der Stadthalle von Eltmann.

Großen Beifall erhielt das Ballett-Ensemble „On Point“ aus Haßfurt.

Nach dem offiziellen Festakt in Haßfurt stand hier mehr die Begegnung  zwischen den Menschen und der Jugend im Vordergrund, die über den deutsch-französischen Freundeskreis, die Partnerkommunen Eltmann und Königsberg, den Sport oder Musik immer wieder diese Partnerschaft hoch halten.
Entsprechend dem Auftaktlied „wohlauf die Luft geht frisch und rein“ der „Urlesbacher Musikanten“ aus Aidhausen, meinte Partnerschaftsbeauftragter Kurt Sieber, der auch als Moderator durch das unterhaltsame Programm führte, dass „heute die Franzosen nach Franken eingezogen sind“. Man wolle dabei die fröhliche Begegnung mehr in den Vordergrund stellen und natürlich gebe es mit guten Freunden auch etwas Gutes zu essen.


„Das 40-jährige Bestehen dieser Partnerschaft ist schon allein Grund zum Feiern. Aber durch dieses Fest werden auch die Kontakte zwischen den beiden Nationen und noch mehr zwischen den Bürgern auf beiden Seiten aktiviert“, betonte 1. Bürgermeister Michael Ziegler. Vor allem auf den Ebenen der Schulen, der Berufsgruppen und der Mandatsträger lebten diese Begegnungen. Sein Dank galt allen, die diese Partnerschaft stark machen und mit Leben erfüllten. Das gelte insbesondere für Kurt Sieber und Joachim Friedsam.


Auf diese Weise seien viele Freundschaften entstanden und dies gehe nur über die Kontakte von Mensch zu Mensch. Gerade an solch einem Abend stehe die Pflege der persönlichen Beziehung im Vordergrund. Für die Zukunft gelte es an weitere Projekte heranzugehen, denn die Partnerschaft könne ein noch größeres Potential entfalten.


Jean-Michel Catelinois, der Bürgermeister der Partnerschaft St. Paul-Tois-Chateaux, war mit der gesamten französischen Delegation nach Eltmann gekommen und sprach im Hinblick auf den Abend von einem großen Vergnügen, das auch mit einer bestimmten Rührung verbunden sei. So gebe es Emotionen, weil die 40-jährige Partnerschaft die Kraft der Freundschaft ins sich berge, den Reichtum des gegenseitigen Austausches und vieler emotionaler zwischenmenschlicher Beziehungen, die Geschichten in der großen Geschichte abbilden würden.


„Wir haben eine erstgemeinte Freundschaft aufgebaut, die weit über formale Aspekte und den offiziellen Charakter von Partnerschaften hinausgeht. Unsere Begegnungen sind jedes Mal Momente geteilten Glücks, die eine warmherzige, gegenseitig verbundene und fröhliche Atmosphäre abspielen“, bestätigte Catelinois. Was hier geschaffen wurde, solle als Modell dienen für alle, die sich für die Freiheit, den Frieden und das Recht jedes Einzelnen, würdig zu leben, einsetzen. Der Aufbau Europas werde nämlich nie zu Ende sein. Die Dinge seien zerbrechlich und es gelte ohne Unterlass daran zu arbeiten, um sie voranzubringen. Die schulischen und sportlichen Austauschbegegnungen hätten in dieser Partnerschaft einen großen Raum eingenommen. Sie hätten mehreren Generationen erlaubt, die Kultur des jeweils anderen kennenzulernen und dies immer im gegenseitig notwendigen Respekt.


Er erinnerte dabei auch an Marcel Gony und Tom Bodinier, ohne die man heute nicht hier wäre. Diese Vorgänger hätten den ersten Schritt getan. „Nun liegt es an uns, den Weg weiter zu gehen! Vive la grande amitie entre nos deux pays!“ (Es lebe die großartige Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern!)
Zwischen den einzelnen Programmpunkten gab es viele Möglichkeiten der Unterhaltung und Begegnung. Der Jugendchor „Cantarella“ unter Leitung von Sonja Wissmüller begeisterte dabei mit Ohrwürmern aus dem Musical „Grease“. Mit Liedern wie „die Gedanken sind frei“ oder „Sternstunden für die Ewigkeit“ hörte man den Projektchor von Martin Scherer und auch das Ballett-Ensemble vom „Tanz On Point“ aus Haßfurt begeisterte mit seinen Darbietungen.

Text: Günther Geiling, Fotos LRA

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