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19.07.2016

Nach Listerienfund: Produktion bei Metzgerei Bauer steht still

In Wurst der Metzgerei Bauer in Haßfurt wurden die gesundheitsgefährdenden Bakterien Listerien nachgewiesen. Die Gefahr wurde vom Hersteller selbst entdeckt. Der Befund wurde vorschriftsmäßig dem Landratsamt Haßberge gemeldet. Im Rahmen der weiteren Untersuchungen hat sich der Befund in einer Charge Rohpolnische (schnell gereifte Rohwurst) bestätigt.


fotomircea panthermedia.net

Aktuell steht die Produktion in der Metzgerei Bauer in Haßfurt still. Nach der Grundreinigung der Produktionsräume haben Mitarbeiter des Landratsamtes Haßberge am Montagvormittag verschiedene Tupferproben an Geräten in der Produktionsstätte der Metzgerei Bauer genommen. Diese wurden umgehend von einer Lebensmittelüberwacherin nach Erlangen gefahren, um die Proben im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zeitnah analysieren zu lassen. Erst wenn feststeht, dass der Befund unauffällig ist, darf die Metzgerei wieder die Produktion aufnehmen.

Der Verkauf im Ladengeschäft der Metzgerei kann weiter laufen – allerdings nur von zugekauften Fleisch- und Wurstwaren. 

Sämtliche in der Metzgerei Bauer vorgefundenen schnell gereiften Rohwürste, wie Polnische Rohwurst, Pfefferbeißer oder Mettwurst wurden zwischenzeitlich vom Betrieb aus dem Verkauf genommen und unschädlich beseitigt. Zugleich wurde auch mit einer Grundreinigung der Produktionsräume begonnen. Das Landratsamt Haßberge weist die Kunden der Metzgerei Bauer darauf hin, noch vorhandene Restbestände an schnell gereifter Rohwurst nicht zu verzehren, sondern unschädlich zu beseitigen.

Hintergrund:

Listerien sind in der Umwelt nahezu überall verbreitet. Bis zu 10 Prozent der Menschen sollen Träger der einzigen bisher bekannten gesundheitsschädlichen Art Listeria monocytogenes sein. Listerien könnten bei älteren oder immungeschwächten Menschen sowie auch bei Schwangeren oder Säuglingen zu ernsthaften Krankheiten führen. Zudem können sie sich auch bei niedrigen Temperaturen vermehrenalso auch im Kühlschrank.

Besonders betroffene Lebensmittel sind:

  • an- und aufgeschnittene (Brüh-)Wurst, Wurst- und Fleischpasteten,
  • schnell gereifte Rohwurstsorten (z. B. Zwiebelmettwurst, Teewurst),
  • rohes Fleisch (z.B. Tartar, Mett, Bratwurstgehäck),
  • rohe Milch und daraus hergestellte Produkte (z. B. Rohmilchkäse),
  • Weichkäse (vorwiegend Käse mit Rotschmierebildung), z. B. Romadur und Roquefort,
  • Räucherfisch (Lachs).


Durch vollständiges Erhitzen oder Braten könnten die Keime jedoch unschädlich gemacht werden.


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