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10.08.2017

Selbsthilfe wird finanziell gefördert

Die gesetzlichen Krankenkassen in Bayern stärken die gesundheitsbezogene Selbsthilfe in diesem Jahr mit einem neuerlichen Rekordbetrag.


Nach Angaben der Fördergemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern kommen in diesem Jahr insgesamt rund 7,9 Millionen Euro (2016: 6,7 Millionen Euro) den Selbsthilfegruppen, den Landesorganisationen der Selbsthilfe sowie den Selbsthilfekontaktstellen in Bayern zu gute. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr von knapp 18 Prozent. „Auch die Kontakt- und Informationsstelle am Landratsamt Haßberge (KOS) und zirka 20 Selbsthilfegruppen im Landkreis profitieren davon“, freut sich Monika Strätz-Stopfer, die Leiterin der Stelle. In der Selbsthilfe schließen sich Betroffene und ihre Angehörige in Eigeninitiative zusammen, um durch gegenseitige Hilfe die Folgen chronischer Erkrankungen zu meistern. Dieses besondere Engagement ist für die Krankenkassen in Bayern ein unentbehrlicher Teil des medizinischen Versorgungssystems

 

Der Großteil der Fördersumme geht mit 3,9 Millionen Euro (2016: 3,4 Millionen Euro) direkt an die Betroffenen in den 2.250 Selbsthilfegruppen in Bayern. Die Krankenkassen haben dafür ein unbürokratisches Förderverfahren eingerichtet und sorgen mit 13 Regionalen Runden Tischen in ganz Bayern für einen einfachen Zugang zu den Fördermitteln. Diese mittelbare Unterstützung der Selbsthilfegruppen förderte die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern 2017 mit 653.000 Euro (2016: 580.000 Euro). „Dieses Geld kommt auch zirka 20 Selbsthilfegruppen aus dem Landkreis Haßberge zugute, die einen entsprechenden Förderantrag gestellt haben“, informiert Strätz-Stopfer.

 

Zusätzlich zu den Selbsthilfegruppen erhalten die 31 Selbsthilfekontaktstellen in Bayern in diesem Jahr 2,1 Millionen Euro (2016: 1,7 Millionen Euro) für ihre wichtige Arbeit. Auch die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe am Landratsamt Haßberge erhielt 2017 Fördermittel in Höhe von 38.000 Euro aus diesem Topf.

 

„Wir als Selbsthilfekontaktstelle unterstützen Selbsthilfegruppen bei der Gründung und bei ihrer täglichen Arbeit, sind Ansprechpartner für alle an der Selbsthilfe Interessierten, vermitteln Betroffene und bieten Schulungen an. Gleichzeitig fördern wir die Kooperation der Selbsthilfegruppen untereinander sowie die Zusammenarbeit mit Ärzten, Apotheken, Kliniken und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens“ erläutert die Leiterin der KOS.


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