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Initiative Familienorientierte Personalpolitik

Familienorientierte Personalpolitik ist kein Selbstläufer. Sie beinhaltet alle Maßnahmen, die für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gewinnbringend sind, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Der Landkreis Haßberge möchte dazu beitragen die Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Nicht nur Frauen, sondern auch Männer wünschen sich z.B. innovative, zukunftsorientierte Arbeitszeit-Modelle, um sich sowohl im Beruf als auch in der Familie verwirklichen zu können. 


Vereinbarkeit Pflege und Beruf – eine Herausforderung für alle Beteiligten

Die Initiative Familienorientierte Personalpolitik bietet kostenlose Fortbildung zum Betrieblichen Pflegelotsen an

Alles wird anders: Wird der Partner, ein Elternteil oder das eigene Kind plötzlich zum Pflegefall, ist das für Angehörige eine große Herausforderung. Insbesondere Menschen, die berufstätig sind, stehen vor den Fragen, wie sie ihre Arbeit mit der Betreuung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen vereinbaren können.

 

Unternehmen können ihre Beschäftigten in dieser schwierigen Situation unterstützen,  unter anderem damit, dass sie einen speziell geschulten ersten Ansprechpartner für pflegende Angehörige etablieren. Dieser so genannte Pflegelotse kennt gesetzliche Regelungen, das richtige Vorgehen sowie Anlaufstellen vor Ort und kann im Rahmen einer kollegialen Beratung eine erste Unterstützung bieten – eine große Hilfe für die Betroffenen und langfristig ein Gewinn für das Unternehmen, das seinen Mitarbeitenden eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gewährleistet.

 

Die Initiative Familienorientierte Personalpolitik für die Region Main-Rhön, bei der der Landkreis Haßberge Projektpartner ist, bietet im Februar eine dreitägige digitale kostenlose Fortbildung zum „Betrieblichen Pflegelotsen“ an. Ziel des Seminars ist es, den Beschäftigten in diesem Fall in einem Unternehmen Ansprechperson sein zu können, die im Notfall den Mitarbeitenden zur Seite stehen und erste Schritte aufzeigen kann. Sie sollen die Betroffenen darüber informieren, wie und wo sie im oftmals plötzlich eintretenden Pflegefall Hilfe und Unterstützung erhalten können. Das Seminar richtet sich an Personalverantwortliche, Betriebsräte oder andere interessierte Beschäftigte in Unternehmen, die als Kontaktpersonen für das Thema Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zur Verfügung stehen möchten. Konkrete Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

Für das Seminar, das an insgesamt drei Nachmittagen im Februar (am 10. Februar, 16. Februar und 23. Februar, jeweils von 13.30 bis 16.15/16.45 Uhr) stattfindet, können Unternehmen eine/n oder mehrere Mitarbeiter/innen anmelden. Auf diese Weise können sich Unternehmen Fachwissen ins Haus holen, mit dem sie die Fragen ihrer Beschäftigten rund um das Thema Pflege sortieren und eine erste Orientierung geben können. „Dieses Angebot kann ein weiterer Baustein sein, um die Beschäftigten in den Genuss von mehr Wertschätzung und Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf kommen zu lassen“, ist Landrat Wilhelm Schneider überzeugt.

 

Unternehmen sind immer gefordert, eine möglichst gute Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu gewährleisten, um qualifizierte Mitarbeitende im Unternehmen zu halten, bzw. neu zu gewinnen. „Betriebliche Pflegelotsen sollen Kolleginnen und Kollegen als erste Anlaufstelle im Unternehmen wertvolle Informationen und Hilfestellung geben für einen akut eintretenden Pflegefall“, betont die Gleichstellungsbeauftragte Christine Stühler.  

Auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben (zum Beispiel Pflegezeitgesetz, Familienpflegezeit usw.) können so für den jeweiligen Betrieb passende Regelungen entwickelt und tragfähige Lösungen für Betroffene gefunden werden.

 

Anmeldungen bitte bis spätestens 2. Februar

per E-Mail an: Schweinfurt.ifp@arbeitsagentur.de. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Weitere Informationen zu den Angeboten der Initiative Familienorientierte Personalpolitik für die Unternehmen der Region Main-Rhön gibt es auf der Homepage unter:

www.familienorientierte-personalpolitik.de

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