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Pressemitteilungen: Naturpark Haßberge

Neue Geschäftsführung im Naturpark Haßberge e.V.

Der bisherige Geschäftsführer Winfried Seufert wird sein Amt aus Altersgründen nicht weiter fortführen. An seine Stelle tritt Lukas Bandorf.

Naturpark Haßberge Das Wasserschloss Brennhausen bei Sulzdorf liegt mitten im idyllischen Wald und ist ein Schatz des Mittelalters im nördlichen Unterfranken. Dort begann am Montag der Naturpark (NP) Haßberge mit einer Besichtigung seine Jahresversammlung. Werner Fell, bekannt aus Faschingssitzungen und Verwalter des Schlosses derer von Bibra, führte durch die Schlossanlage. Im Gemeindezentrum in Sulzdorf a.L. eröffnete Vorsitzender Landrat Wilhelm Schneider die Mitgliederversammlung, in der es auch zur Neuwahl des gesamten Vorstands kam. Schneider führte aus, dass die Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen den Mittelpunkt der Arbeit darstellen, verschiedene Feuchtbiotope, Streuobstwiesen und Erlebniswege bilden die Grundlage des NP. Der Vorsitzende bedauerte laut eigener Aussage, dass im ehrenamtlichen Bereich ein Schwund von Helfern zu beklagen sei. Viel Raum nimmt beim Naturpark die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit ein. Ein Beispiel hierfür sind die zahlreichen öffentlichen und kostenlosen Führungen mit der Rangerin.

 

Dann ging Herr Schneider auf die Rechnungsprüfungen der Jahresrechnungen 2018 bis 2020 ein. In der Schlussbemerkung sei zu lesen, dass sehr sparsam und wirtschaftlich gearbeitet wurde. Der Prüfungsbericht wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Bei der Neuwahl des Vorstands ergab sich eine grundlegende Änderung. Der bisherige Geschäftsführer Winfried Seufert schied aus Altersgründen aus. Für Seufert tritt Lukas Bandorf die Nachfolge an. Bei der Neuwahl wurde Vorsitzender Landrat Wilhelm Schneider bestätigt. Sein Stellvertreter bleibt Landrat Thomas Habermann vom Landkreis Rhön Grabfeld. Kassierer wurde wieder Markus Lang vom Landratsamt Haßberge. Als forstlicher Berater wurde erneut Forstoberrat Jürgen Hahn vom AELF gewählt.

 

Nachdem die Geschäftsstelle des NP nach Hofheim umgezogen ist, wurde die Satzung dahingehend geändert, dass auch der NP seinen Sitz von Haßfurt nach Hofheim verlegt. Im weiteren Verlauf wurde auch über den Sachstand zur Errichtung eines Naturparkzentrums im NP Haßberge berichtet. Nachdem in der Versammlung letzten Jahres Königsberg als Standort ausgesucht wurde, hat die Naturparkgeschäftsstelle mit Unterstützung des Haßberge Tourismus eine geforderte Vorstudie erstellt, die im Juni an die Regierung von Unterfranken geschickt wurde, die sie nach positiver Stellungnahme an das Umweltministerium weitergeleitet hat. Im Verlauf des Jahres 2022 soll eine Hauptstudie folgen, sodass 2023 mit dem Bau des Naturparkzentrums begonnen werden könnte. Die Versammlung beschloss des Weiteren, eine zweite Rangerstelle einzurichten, nachdem für den 804 Quadratkilometer großen NP eine zweite Kraft förderfähig ist. Auch soll die Einsatzstelle für ein Freiwilliges ökologisches Jahr eingerichtet werden. Dieses Jahr will der NP noch 10 000 Euro zur Schaffung von Feuchtbiotopen ausgeben. Für 5000 Euro sollen zugewachsene Steinbrüche im NP freigestellt werden. Pflegemaßnahmen an Streuobstbeständen und Pflanzaktionen mit Schulklassen und Kindergärten sollen das Arbeitsprogramm abrunden. Insgesamt will man 30 000 Euro in den Naturschutz investieren. Der Baumlehrpfad Lauter wird zudem ebenfalls erweitert und die Erlebnistour „Ostheimer Streifberg“ am „Ölberg“ erneuert.

 

Zum Schluss verabschiedeten die Vertreter den Haushaltsplan 2021 und die Maßnahmen 2021/2022. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 210 600 Euro, der Vermögenshaushalt mit 78 900 Euro. Die Verwaltungsumlage der vier Landkreise Haßberge, Schweinfurt, Rhön Grabfeld und Bamberg liegt bei 98 000 Euro.


Gemeinsam für die Natur – Fortbildung und Erfahrungsaustausch für Bayerns Naturpark-Ranger

40 Rangerinnen und Ranger aus den bayerischen Naturparken trafen sich vom 15. bis 17. September 2021 zur Jahrestagung im Bayerischen Wald.

Sie tauschten sich über ihre Aufgaben im Naturschutz, Erholung, Monitoring und Bildung aus und entwickelten gemeinsam Ideen für ihre Arbeit als Mittler zwischen Mensch und Natur. In lebhaften Gesprächen wurden unter anderem Artenschutzprojekte, Aktionen mit Kindergärten und Schulklassen, Besucherlenkung und Führungen vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt. Roter Faden durch die Diskussionen: das Einbeziehen der Menschen, die in den Naturparken wohnen und arbeiten oder sie als Gast besuchen.

 

Heinrich Schmidt, der Vorsitzende des Naturparkverbands Bayern und des Naturparks Bayerischer Wald, zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen: „Insbesondere für die Besucherlenkung und die Bildungsarbeit ist der Einsatz unserer Rangerinnen und Ranger sehr wertvoll.“

 

In einem inspirierenden Gastvortrag betonte Michael Großmann, der Leiter der Nationalparkwacht im Nationalpark Bayerischer Wald, die weltweite Bedeutung der Schutzgebiete vor dem Hintergrund des rasanten Artenverlusts: „Wir müssen mit dem Naturschutz die Mitte der Gesellschaft erreichen! Unsere Aufgabe als Ranger ist es, die komplexen Zusammenhänge verständlich zu machen“.

 

Im Rahmen des Treffens fand darüber hinaus eine Schulung durch Beamte der Polizeiinspektion Viechtach statt. Anhand von Rollenspielen wurde das Auftreten in potenziellen Konfliktsituationen geübt, zum Beispiel bei Verstößen wie Feuer machen im Schutzgebiet oder das Pflücken von geschützten Pflanzen. Ansatz der Rangerinnen und Ranger ist es in solchen Situationen, nicht nur auf Verbote hinzuweisen, sondern Aufklärungsarbeit zu leisten und gegebenenfalls Alternativen aufzuzeigen.

 

Mit einer Führung durch die „NaturparkWelten“ im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein und einer abschließenden Exkursion vom Großen Arbersee nach Bayerisch Eisenstein brachten der Geschäftsführer und die Ranger des Naturparks Bayerischer Wald ihren Kolleginnen und Kollegen die Besonderheiten ihres Naturparks näher.

 

Eingeladen zur Jahrestagung hatte der Naturparkverband Bayern in den Naturpark Bayerischer Wald, der die Organisation vor Ort übernahm. Sie fand heuer zum dritten Mal statt. Die Naturpark-Rangerstellen werden seit 2018 vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert.

 

Die 19 bayerischen Naturparke umfassen gemeinsam knapp ein Drittel der Landesfläche. Sie setzen sich ein für den Natur- und Artenschutz, die Entwicklung von umweltverträglichen Erholungsangeboten, die Bildung für nachhaltige Entwicklung und für die nachhaltige Regionalentwicklung. Der Naturparkverband Bayern vertritt auf Landesebene die Interessen der Naturparke, koordiniert ihre Zusammenarbeit und unterstützt den Austausch.


Vielfalt im Wald von Oberhaid

Oberhaid 02.09.2021.

Wer die sonnigen Tage nach dem vielen Regen genießen möchte, für den lohnt sich ein Spaziergang durch Oberhaids Wald. Der Regen hat den Mönchsweiher gut gefüllt und der Mühlbach strömt durch sein naturnahes Bachbett. Wenn die Temperaturen nochmal steigen machen sich die Libellen wieder auf die Jagd und die Grünfrösche drehen ihre letzten Runden im Wasser, ehe sie sich auf den Weg in die Winterverstecke begeben.

 

Die Frösche oder auch Kröten und Molche können sich seit diesem Jahr im Mühlbachtal über 5 neue Feuchtbiotope freuen, in denen Sie hoffentlich bereits nächstes Jahr viel Nachwuchs bekommen. Die Gemeinde Oberhaid hat gemeinsam mit dem Naturpark Haßberge e.V. zwei Flächen im Wald für mehr Vielfalt mit Feuchtbiotopen aufgewertet. Der viele Regen füllte die Biotope im Laufe des Jahres bereits vollständig. Der 1. Bürgermeister von Oberhaid Carsten Joneitis und der stellvertretende Geschäftsführer des Naturpark Haßberge e. V. Herr Bandorf nutzten das schöne Wetter um das Ergebnis einige Zeit nach den Bauarbeiten nochmals zu betrachten. „Schon jetzt erobern sich die Pflanzen die offenen Erdstellen bis an das Wasser zurück. Wo licht auf den Waldboden fällt, keimen zahllose Kräuter und Blütenstauden.“ freut sich Herr Bandorf.

 

„Das Mühlbachtal ist mit feuchten Flächen und Staudenbereichen durchzogen und daher bereits ein außergewöhnlicher Wald und besonderer Lebensraum. Durch die Ergänzung mit stehenden Wasserbereichen wird das Waldstück nun noch abwechslungsreicher.“ So das Fazit des 1. Bürgermeisters.

 

Feuchtbiotope mehr als nur Wasserlöcher

Zahlreiche neue Insektenarten können sich nun ansiedeln und bilden wiederum die Nahrungsgrundlage für gefährdete Amphibien und Vögel. Neben der tierischen Vielfalt profitieren Stauden und Baumarten mit großem Wasserbedarf von den Wasserreservoiren. Dieser „Wasserpuffer“ - das Wasser wird im Mühlbachtal zurückgehalten - leistet zudem keinen Beitrag mehr zu Hochwassern im Main.

 

So ist es nicht verwunderlich, dass die Landkreise Haßberge, Bamberg, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt, solche Naturpark-Projekte finanzieren. Der Beitrag zur Artenvielfalt und Aufwertung des Landschaftsbildes, sowie gegen die Folgen des Klimawandels, wie Dürre und Starkregen sprechen für sich.

 

Die Feuchtbiotope im Wald der Gemeinde Oberhaid werden nicht die letzten sein, die der Naturpark zusammen mit Gemeinden, Förstern und den Landkreisen errichten.


Die neue Website des Naturpark Haßberge geht online

Interessante Inhalte und Freizeittipps

Am 01.06.2021 wurde die neue Internetseite www.naturpark–hassberge.de freigeschalten. Viele neue Informationen über den Naturpark Haßberge, dessen Landschaft, Freizeitaktivitäten im Naturpark, die nun wieder stattfindenden Veranstaltungen oder die schönsten Wanderwege sind nun neu aufgearbeitet und online von jedem Gerät abrufbar.

 

Der Naturpark Haßberge ist ein Schutzgebiet, eine gemeinnützige Organisation, eine Region und vor allem eine Gemeinschaft aus Landkreisen, Gemeinden, Engagierten, Kultur und der Natur. Das Komplexe Zusammenspiel für die Einheimischen wie auch für Gäste auf zu arbeiten hat ein gutes halbes Jahr gedauert, nun ist es soweit und die neue Website ist freigeschalten.

 

Interessant für Familien, Wanderfreunde und Naturinteressierte

Im Naturpark-Gebiet verteilt gibt es die unterschiedlichsten Erlebnispfade zu entdecken. Wer den nächsten Wanderweg bei sich in der Nähe sucht, schaut am Besten im Wanderportal vorbei. Auf der Interaktiven Karte kann man einfach auf die unterschiedlichen Startpunkte der Wanderwege Zoomen und so den nächsten Wochenendausflug planen. Wer Interesse an der Natur hat kann schnell und unkompliziert verschiedene Informationen über Landschaft, Kultur und die Lebewesen am Wegesrand finden.

 

Das Ranger-Jahresprogramm jetzt unter den Veranstaltungen abrufbar

Das Veranstaltungsjahr hatte einen schwierigen Start, doch pünktlich zum Auftakt geht die neue Veranstaltungsseite mit Anmelde-Kontaktdaten und aktuellen vorgaben Online. Neue Filterfunktionen ermöglichen nicht nur unter den Veranstaltungen eine Nutzergerechte Ausgabe der Informationen, auch Aussichtspunkte, Seen und vieles mehr im Naturpark, kann nun nach Gemeinden oder (soweit vorhanden) speziellen Themen gefiltert werden.

 

Stärkung des Regionalen Zusammenhalts

Die Seite ist eine neue Brücke zwischen dem Haßberge Tourismus e.V. und dem Naturpark Haßberge e.V.. Als Gast oder Einheimischer hat man nun das komplette Service- und Informationsangebot beider Vereine einfach abrufbar. Die Gemeinsam verwalteten Daten garantieren eine möglichst aktuelle und einheitliche Darstellung der Haßberge. Neben dieser neuen Verknüpfung werden nun auch die Kooperationspartner des Naturparks und Nutzer des Herkunftszeichens „Da komme ich her!“ präsentiert. Wer gerne Teil der Regionalkampagne „Naturpark Haßberge Da komme ich her!“ werden möchte, findet alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten auf der neuen Website.

 

Und vieles mehr…

Prospekte, Naturdenkmäler, aktuelle Projekte oder die Gemeinden im Naturpark sind nur noch einige der Kategorien, die es zu entdecken gibt, am besten Sie schauen einfach selber einmal vorbei.

 

Sollten technische Fehler auftreten oder Ihnen einfach ein klassischer Tippfehler auffallen wären wir dankbar über ihre Hinweise an info@naturpark-hassberge.de.

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