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Pressemitteilungen: Naturpark Haßberge

Eröffnung einer neuen Erlebnisfläche auf dem Zeilberg

MAROLDSWEISACH. Am 22. Juli 2020 eröffnete der Naturpark Haßberge offiziell die neue Station „Sandbagger“ auf dem Steinerlebnispfad. Landrat Wilhelm Schneider, zugleich Vorsitzender des Naturpark Haßberge e.V., konnte die neue Station nun offiziell für den Spielbetrieb freigeben. Der höchstgelegene Spielplatz im Naturpark bietet tolle Ausblicke, kleine Bagger und einen Spielturm.

 

Ein einzigartiger Erlebnispfad

Auf dem Zeilberg, einem Basalt-Berg im Naturpark, befindet sich ein Steinbruch, der von der Basalt-Actien-Gesellschaft betrieben wird. Der Blick in den aktiven Steinbruchbetrieb macht den Erlebnispfad einzigartig. 11 Stationen, darunter auch die neue Erlebnisfläche, laden die Kinder entlang des Weges ein, aktiv zu werden. Neben den neuen „Sandbaggern“, sind Spielelemente wie „klingende Steine“, oder „Ziel werfen“ auf dem 3,7 km langen Rundweg verteilt.

Zwei ausgeschilderte Wanderparkplätze dienen als Startpunkte. Das „Steh`la“ führt über den Pfad und zeigt auf verschiedenen Tafeln interessante Information über das Gestein und die Natur um den Steinbruch. Seltene Tiere wie die Blauflügelige - Ödlandschrecke und wunderschöne Pflanzen wie der Rainfarn und das Schmalblättrige Weidenröschen fühlen sich an den trockenen steinigen Hängen wohl. Im Wechsel zwischen Wald und offenen Flächen ist Abwechslung für Jung und Alt geboten.

Teamwork zahlt sich aus

Die neue Erlebnisfläche liegt auf dem Grundstück der Basalt AG. Der Steinbruchbetrieb arbeitet seit der Eröffnung des Erlebnispfades 2006 sehr gut mit dem Naturpark zusammen. So auch bei der Umsetzung dieses Projektes. Die Fläche liegt auf dem Abraumhügel des Steinbruchs und überragt so nochmal die Umgebung. Der Naturpark konnte 3 Edelstahlbagger und einen Spiel- und Förderturm aufbauen.

Die Bagger, das Highlight der neuen Station, sind handbetrieben, lassen sich um 360° drehen und ermöglichen es, wie im Steinbruch nebenan, Löcher zu graben und Abraumhügel aufzuschütten. Der Turm mit Leiter und Brücke rundet den Spielspaß ab. Mit Seilzug und Sandrinnen ausgestattet, kann hier der Betrieb eines Förderturms nachgespielt werden. Nachdem der letzte Schritt, das Verfüllen mit Sand, vollendet war, konnte am 22.07.2020 dem Besucher die neue Erlebnisfläche übergeben werden. „Gemeinsam konnten wir hier eine wirklich einzigartige Spielfläche verwirklichen.“ äußert sich Landrat und Vorsitzender des Naturpark Haßberge e.V. Wilhelm Schneider glücklich gegenüber den zuständigen Mitarbeitern der Basalt-Actien-Gesellschaft.

 

Erfolgreicher erster Testlauf

Neben dem Bürgermeister des Marktes Maroldsweisach Wolfram Thein, nahm an der Eröffnung auch eine Gruppe der Kita Maroldsweisach, teil. Unter Aufsicht der Leiterin Frau Schauer, durften die Kinder den Sandspielplatz auf Herz und Nieren überprüfen. Den Kindern war an zu sehen, dass die Erlebnisfläche ein wirkliches Erlebnis ist. Dies freut den Geschäftsführer Winfried Seufert, der die Umsetzung durch den Naturpark mit organisierte, natürlich umso mehr. Er erklärt: „Ein Ziel des Naturparks ist es den Kindern, die Natur näher zu bringen. Kinder draußen, an einem so schönen Platz, glücklich spielen zu sehen ist daher sehr erfreulich.“

 

Geologie und Natur

Die Haßberge bestehen zum Großteil aus Sandstein unterschiedlichsten Alters. Häufig ist es der Räth-Sandstein, der an der Oberfläche zu Tage kommt. Am Zeilberg ist das jedoch nicht der Fall, Basalt füllt den Berg aus. Das Gestein ist seit langem begehrt. Daher wird es schon seit Generationen abgebaut. Die Basaltvorkommen sind vulkanischen Ursprungs. Durch die Härte des Gesteins verwitterte und erodierte der Basaltkörper im Vergleich zu seiner Umgebung weniger stark, weshalb der Zeilberg frei in der Landschaft steht und tolle Ausblicke in alle Himmelsrichtungen bietet.

Die Natur, die sich im Laufe der Jahre um und im Steinbruch entwickelt hat ist so besonders, wie der Untergrund, aus dem der Berg besteht. Steinige freie Flächen sind Heimat für Arten, die zu konkurrenzschwach sind oder die Trockenheit besonders gut vertragen. Der Rainfarn ist eine dieser Arten, die mit ihren gelben Blüten die Landschaft zum Leuchten bringen. Wer regelmäßig den Zeilberg besucht, kann den Sukzessionsprozess in den nächsten Jahrzehnten im Umfeld der neuen Erlebnisfläche beobachten. Wo aktuell vor allem Steine zu sehen sind, werden bald die Pflanzen das Terrain erobern. Mit den Pflanzen folgen dann auch die Tiere.

Die Natur vor der Haustür ist aktuell wichtiger denn je. Der neue Spielplatz lockt viele Kinder raus in die Natur und gibt Anlass für einen Familienausflug.

 

Die Kinder der Kita Maroldsweisach bei der Einweihung, links Herr Seufert, Geschäftsführer des Naturparks. (Foto: Rudolf Hein)


18.06.2020 - Veränderung am Steinerlebnispfad auf dem Zeilberg

Der Naturpark Haßberge baut aktuell am Zeilberg eine neue Erlebnisfläche, auf der der Steinbruchbetrieb aktiv nachgespielt werden kann. Dafür wurden 3 Bagger für Kinder und ein Förderturm bestellt. Der vorbereitete Platz, wird ein gigantischer Sandkasten, der sich spektakulär in die Landschaft einfügt.

 

Einmalig

Grandiose Aussichten und das Erlebnis „Steinbruch im Betrieb“, das Zeichnet den Steinerlebnispfad aus. Der 3,7 km lange Rundweg, den der Naturpark Haßberge e.V. 2006 eröffnete, ist seitdem eine gelungene Attraktion für Familien und interessierte Wanderer.

Auf dem Weg erwarten den Wanderer oder Spaziergänger einzigartige Aussichten vom Zeilberg in die Ferne und in den noch betriebenen Steinbruch. Im Zeilberg-Kino überblickt man einen Großteil des Naturparks und kann bei gutem Wetter noch weit darüber hinaus blicken. Die Spielstationen die entlang des Weges verteilt sind laden die Kinder ein, interessantes zu lernen und aktiv zu werden.

 

Spielen auf dem Berg

Es braucht bei der neuen Station mit den Baggern ordentlich Energie, um nach dem Anstieg auf die Bergspitze noch tiefe Löcher in den Sand zu graben. Auch die Eltern werden für den Weg belohnt. Von dem wohl höchst gelegenen Spielplatz der Haßberge aus, hat man bis in die Rhön und weit über die bayerische Grenze hinaus, eine überragende Aussicht.

Die neuen Edelstahl-Bagger werden per Hand betrieben und können sich um 360° drehen. Noch ist da, wo später die Kinder spielen sollen, nur ein Loch, dass bereits mit großen Basaltblöcken aus dem Steinbruch eingefasst ist.

 

Veränderung am laufenden Band

Der Steinbruch befindet sich in Betrieb, was gewisse Verhaltensregeln von den Gästen des Weges fordert, aber dafür seltene Einblicke in den Alltag eines Steinbruchs ermöglicht. Durch den täglichen Abbaubetrieb gibt es immer neues zu sehen.

Auch die Natur verändert sich in so einem dynamischen Umfeld rasant. Wo heute noch Felswüste war ist schon im nächsten Jahr wieder alles voller Pflanzen und dann auch voller Tiere. Und kaum ein weiteres Jahr muss vergehen, stehen bereits die ersten jungen Bäume in den Geröllhalden.

Solch ruderale Standorte sind selten und nicht sehr langlebig. Das macht sie, trotz der Umstände des Abbaubetriebes, die mit der Schaffung der Standorte einhergehen, zu wertvollen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. So können am Zeilberg vor allem wärme- und trockenheitsliebende Arten beobachtet werden, die anderswo kaum vorkommen.

 

Hier zeigt sich, wie so oft in der Natur, dass man nicht alles nur gut oder böse zuordnen kann. Einerseits werden Lebensräume in Anspruch genommen und andererseits werden neue geschaffen. Eine nachhaltige Bewirtschaftung verträgt unsere Natur in der Regel sehr gut, wie man am Steinerlebnisweg am Zeilberg live miterleben kann.

 

Ein Besuch lohnt sich bereits jetzt auf jeden Fall.

 

Blick in den Steinbruch auf dem Zeilberg (Foto: N.Schmucker)

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